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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 18903
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Bis jetzt habe ich Unterhalt für zwei Töchter bezahlt. Wegen

Diese Antwort wurde bewertet:

Bis jetzt habe ich Unterhalt für zwei Töchter bezahlt. Wegen zurückliegender Arbeitssuche und Aussetzung habe ich in beiden Fällen die Beträge nachbezahlt. Die ältere hat jetzt geheiratet. Sie selbst ist Studentin in der ersten Ausbildung. Ihr Ehegatte kann sie nicht unterhalten, weil er selbst von seinen Eltern unterstützt wird und für seine Ausbildung bezahlen muss. Ich habe im Internet einen Hinweis dafür gefunden, dass meiner verheirateten Tochter weiterhin Unterhalt zusteht. Ich halte das für sehr wahrscheinlich. Stimmt das so?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Die zweite Tochter arbeitet seit wenigen Monaten und verdient ca. EUR 1.300 Brutto, Miete ca. EUR 450.-. Sie möchte ab Sept. 2019 eine Ausbildung machen. So wie ich verstehe bekommt sie für die Zeit in der sie sich selbst unterhalten kann keinen Unterhalt, aber weiter Unterhalt, wenn sie mir einen Ausbildungsvertrag vorlegt (erste Ausbildung). Ist das so richtig?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Hessen

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

Ich bin RAin Schiessl, mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Ich bitte um Geduld, während ich an der Frage arbeite

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank.

Sie schulden der älteren Tochter Unterhalt wegen Ausbildung.. Der Ehegatte schuldet ihr ebenso Unterhalt, Familienunterhalt

Das ist eigentlich vorrangig.

Da der Ehegatte aber selbst bedürftig ist greift der Grundsatz

Kein Unterhalt aus Unterhalt.

Er muss also nichts bezahlen.

Das ergibt sich aus § 1608 I 2 BGB.

Wenn die zweite Tochter ungelernt arbeitet, so schulden Sie ihr eine Ausbildung.

Das ist aber nur und soweit der Fal, als sie selbst bedürftig ist.

Solange sie selbst arbeitet ist das nicht der Fall.

Ist die Tochter aber in Ausbildung, so wird ihre Ausbildungsvergütung., abzüglich 100 Euro ganz auf den Unterhalt angerechnet

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Besten Dank! Genau so hatte ich dies im Grundsatz auch aus verschiedenen Informationen herausgelesen. Könnten Sie mich noch wissen lassen - weil ich nicht geschieden bin - mit wieviel Ehegatten-Selbstbehalt kalkuliert werden muss, wenn ich den Familienbedarf rechne? Für mich und unsere drei Kinder ist mir das bekannt. Das ist die letzte Frage. Danke!
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Mit einer kurzen Antwort wäre ich zufrieden. Sollte das nicht möglich sein, dann möchte ich es dabei belassen. Besten Dank!

Das kommt darauf an.

Haben Sie noch minderige oder volljährige Kinder ?

Verdient die Ehefrau?

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Meine Frau arbeitet nicht, hat keinen Verdienst. Zwei Kinder sind bereits 18 u. 19 Jahre alt u. werden studieren. Die dritte ist erst 10 Jahre alt, also Schülerin. Für jedes Kind darf ich EUR 1.300 in Ansatz bringen, für die Jüngste etwas weniger. Doch weiß ich nicht wie viel für meine Ehefrau. Laut meiner geschätzten Kalkulation käme ich auf Null. Das war auch in etwa die Kalkulation vor dem Familiengericht Karlsruhe, eigentlich Unterhaltszahlung Null. Das Gericht hat aber entschieden, ich müsse trotzdem bezahlen, weil ich für meine Kinder aufkommen müsse und ich die Versorgung nicht dem Staat oder der Gesellschaft überlassen können, nachdem ich zwei Kinder in die Welt gesetzt hätte.
Damals wie heute gleiche Verdiensthöhe wurde der Unterhalt pro Kind mit EUR 380.- festgelegt. Auch damals benötigte ich um am Arbeitsort zu wohnen eine kleine Zweitwohnung wie auch jetzt. Die Situation entspricht sich also. Auch jetzt werde ich EUR 380.- bezahlen.
Sehr geehrter Ratsuchende, dies löst sich über Paragraph 1609 BGBDanach ist das minderjährige Kind vorrangig, danach kommt der Ehegatte und danach wiederum die nicht privilegierten volljährigen Kinder.Nach den Düsseldorfer Leitlinien ist der Eigenbedarf des Ehegatten, der mit Ihnen in einem gemeinsamen Haushalt lebt gegenüber den nicht privilegierten volljährigen Kindern bei 1040 €. Sie dürfen also zuerst den Unterhalt für das minderjährige Kind abziehen, dann kommt der Ehegatte und dann erst die beiden volljährigen Kinder.Die beiden volljährigen haben übrigens die Obliegenheit, Bafög zu beantragen.
Der Bedarf, der Ihnen gegenüber den beiden volljährigen Kindern zu bleiben hat liegt bei 1300 €.
Claudia Schiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Besten Dank! Alles beantwortet! Einen schönen Tag!