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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11534
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, mein Name ist Karin

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: mein Name ist Karin Weichenrieder, ich bin 75 Jahre alt und Rentnerin. Es geht um meine Tochter Kathrin, die 42 Jahre alt ist, drei Söhne im Alter von 4, 8 und 15 Jahren hat und im Oktober 2012 einen Herrn namens Moritz Wanke geheiratet hat. Mit diesem hat Kathrin die zwei jüngeren Kinder, der älteste ist aus einer früheren Verbindung. Im Dezember 2018 leben die Eheleute getrennt. Moritz hat sich eine Zweizimmerwohnung in der Nähe gemietet. Kathrin bewohnt mit ihren Kindern eine 3-Zimmer-Eigentumswohnung, die sie sich mit meiner finanziellen Unterstützung im Jahr 2003 gekauft hat und seither selbst bewohnt. Die Wohnung ist noch nicht abbezahlt, Kathrin steht aber als alleinige Eigentümerin im Grundbuch. Bei der Anschlussfinanzierung ging der Ehemann Moritz mit in die Haftung. Moritz droht nun meiner Tochter, dass er bei einer eventuellen Scheidung den Zugewinnausgleich verlangt, der sich nach einer ersten Schätzung auf ca. 80.000 Euro belaufen wird. Die Eheleute teilen sich das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder, der Ehemann betreut die Kinder auch regelmäßig an den Tagen, an denen Kathrin arbeitet, arbeiten muss, denn Moritz zahlt keinen Unterhalt. Er hat angeblich kein Geld.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Kathrin möchte nun, dass Moritz auf seinen hohen Zugewinnausgleich verzichtet. Im Gegenzug verlangt sie zwar momentan keinen Unterhalt für die Kinder von ihm und auch keinen Trennungsunterhalt, möchte den aber einfordern, nachdem er den Verzicht auf den Zugewinnausgleich notariell erklärt hat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Das angedachte Vorgehen ist rechtlich unsicher.

Zum einen kann zugunsten der Kinder nicht auf Unterhalt verzichtet werden.

Und zum anderen kann der Verzicht auf Zugewinn ggf. nachträglich angefochten werden (§§ 119 ff. BGB), wenn dieser auf Grundlage eines Nichtbezahlenmüssens von Unterhalt erfolgt ist. Denn nur deshalb würde der Ehemann ja den Verzicht abgeben.

Sollte sich die Gegenseite einen Rechtsanwalt nehmen, erachte ich das angedachte Vorgehen für nicht haltbar.

Ich bedaure Ihnen keine positivere rechtliche Einschätzung übermitteln zu können, würde mich jedoch gleichwohl über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Bemühungen und die Vornahme meiner rechtlichen Ausführungen freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Was würden Sie denn bitte vorschlagen, wie meine Tochter hier vorgehen soll? Als er am Anfang ihrer Beziehung (ab 2006) noch studiert hat, hat sie ihn durchgefüttert und umsonst bei sich wohnen lassen! Es ist ja m.E. völlig ungerechtfertigt von diesem Mann, überhaupt Zugewinnausgleich zu fordern, noch dazu in dieser Höhe. Er profitiert ja lediglich davon, dass die Immobilienpreise in letzter Zeit so gestiegen sind. Im notariellen Verzichtvertrag würde natürlich kein Wort von Verzicht auf Unterhalt seitens meiner Tochter erwähnt werden, das wird ihm lediglich mündlich angeboten bzw. auf einem Blatt Papier privat unterschrieben..
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Wenn meine Tochter diesen Zugewinnausgleich bezahlen muss, muss sie die Wohnung verkaufen. Sie zahlt zur Zeit ja auch allein die Hypothek, an der beteiligt sich ihr Ehemann auch nicht. Er beteiligt sich lediglich an der Betreuung der gemeinsamen Kinder, weil meine Tochter ja ohne Unterhalt Geld verdienen MUSS.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich verstehe Sie.

Dann versuchen Sie den Weg, den Sie angedacht haben. Es sollte aber in den Verzicht nicht der Verzicht bzgl. des Kindesunterhalts aufgenommen werden.

Weiter würde ich Ihrer Tochter einen Rechtsanwalt anraten, der im Hintergrund die entsprechende vertragliche Ausgestaltung vorbereitet, so dass diese nach notarieller Beurkundung auch "rechtssicher" ist.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
RA Traub hat mich sehr gut beraten, er konnte auch die Bedenken, die ich selbst schon hatte, bestätigen. Sollte ich wieder einmal eine Rechtsberatung benötigen, werde ich mich bestimmt wieder an Sie wenden.
Vielen Dank ***** ***** Gute!
Karin Weichenrieder, Neubiberg