So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31244
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau, Baden Württemberg, ich habe ein Anliegen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Frau Wilson,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Baden Württemberg
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: ich habe ein Anliegen bezüglich eines Bescheides, indem ich für meinen Sohn Tobias Müller die Zeit vom 01.05.1985 bis 31.10.1985 nicht als Kindererziehungszeit vorgemerkt werden kann, mit der Begründung, dass "ein anderer Elternteil" das Kind überwiegend erzogen hat. Gegen diesen Bescheid habe ich Widerspruch eingelegt, da ich zu diesem Zeitpunkt alleinerziehend war und das alleinige Sorgerecht hatte. Zum Vater des Kindes hatte ich bis auf die monatlichen Überweisungen des Kindesunterhaltes keinen Kontakt. Jetzt erhalte ich von der Rentenversicherung ein Schreiben, dass ich selbst gesagt hätte, dass mein Sohn bei Pflegeeltern untergebracht war. Dem Schreiben ist ein Formular beigefügt, dass ich meinen Widerspruch zurücknehmen kann. Jetzt meine Frage, wenn in dem Bescheid gestanden hätte, dass mein Sohn vorwiegend von einer anderen Person erzogen wurde hätte ich vermutlich keinen Widerspruch eingelegt, aber da stand "ein anderer Elternteil" und die Pflegeeltern meines Sohnes sind in keinster Weise mit ihm verwandt, also somit in keinster Weise "ein anderer Elternteil". Was nun?

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ob Ihnen die Kindererziehungszeiten zugerechnet werden oder nicht hängt allein nach § 56 SGB VI davon ab, ob nun Ihr Kind in dem gegenständlichen Zeitraum von Ihnen erzogen worden ist oder nicht.

Erziehung ist die Gesamtheit des tatsächlichen Verhaltens der Eltern, das nach ihrem Verständnis und ihren Vorstellungen dazu bestimmt und darauf gerichtet ist, die körperliche, geistige, seelische, sittliche und charakterliche Entwicklung des Kindes zu beeinflussen (BSGE 68, 171).

Das bedeutet aber nicht nur dass Sie die Personensorge über das Kind ausüben sondern auch dass Sie das Kind in Ihrem Haushalt aufgenommen haben.

Wenn nun im Bescheid steht "anderer Elternteil" dann ist dies natürlich unscharf. Sie müssen dabei aber bedenken, dass mit den Erziehungszeiten in § 56 SGB VI nicht nur die leiblichen Eltern, sondern auch die Pflegeeltern erfasst werden. Der Bescheid wäre daher richtig nur nicht ganz klar formuliert. Wenn Ihr Kind tatsächlich bei Pflegeeltern im besagten Zeitraum aufgewachsen ist, dann wäre in der Tat zu überlegen den Widerspruch zurückzunehmen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank ***** ***** für Ihre Antwort auf meine Frage. Es geht daraus ganz klar hervor, dass ich keinen Anspruch auf diese Erziehungszeit habe, da mein Sohn zu der Zeit bei Pflegeeltern untergebracht war und für das Verständnis, dass mich die unscharfe Ausdrucksweise irritiert. Nochmals vielen Dank ***** *****öne Grüße Gabi Müller

Bitte sehr gerne!

Über eine positive Bewertung (Klicken auf Sterne) würde ich mich sehr freuen!

Vielen Dank!

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.