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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11550
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Ich habe 2012 ein Reihenhaus auf Kredit gekauft. Zu der Zeit

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe im Jahr 2012 ein Reihenhaus auf Kredit gekauft. Zu der Zeit war ich alleinstehend. Durch eigene Anzahlung, Auflösung einer Lebensversicherung und eine weitere Zuzahlung durch meine Eltern konnte ich das Darlehen inzwischen deutlich reduzieren. Im Jahr 2014 zog meine jetzige Frau zu mir, 2 Jahre später hat Sie einen Betrag von 25.000 Euro beigesteuert, den ich zur weiteren Tilgung des Darlehens verwendet habe. Wir sind seit Sommer 2016 verheiratet. Ich stehe allein im Grundbuch.

Nun meine Frage: ich möchte meiner Frau für den von ihr zur Verfügung gestellten Betrag natürlich eine Sicherheit geben, z.B. in Form eines zinslosen Darlehensvertrages. Sollte einem von uns etwas passieren oder wir uns einmal trennen, möchte ich wenn möglich für beide Seiten Sicherheit. Da ich im Jahr 2010 durch meine Scheidung damals bereits einmal ein Haus "verloren" habe, möchte ich nicht, dass sie mit in das Grundbuch eingetragen wird. Ist mein Gedankengang richtig, oder übersehe ich etwas? Besteht für meine Frau im Falle einer Trennung/Tod irgend ein Anspruch auf das Haus? Dieses hatte ich ja bereits, bevor wir zusammengekommen sind. Ich möchte natürlich, dass Sie oder Ihre Kinder das eingesetzte Geld im Ernstfall zurückbekommen.

Falls Sie weitere Angaben zur Beantwortung meiner Frage benötigen, bitte ich um eine kurze Nachricht. Vielen Dank. Freundliche Grüße Thomas Schneider

Noch ein paar Hinweise: Meine Frau zahlt keine Miete o.ä.. Die gemeinsamen Haushaltkosten teilen wir 50/50. Sie hat aus erster Ehe 3 Jungs (18, 20 und 24 Jahr), ich habe 2 Mädchen (13 und 15 Jahre).

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Maßgeblich für die Eigentumsverhältnisse an der Immobilie ist die Eintragung in das Grundbuch. Und dort stehen nur Sie allein.

D. h. im Falle einer Trennung/Scheidung etc. hat Ihre Frau keinen Anspruch auf das Haus.

Ein Ausgleich im Rahmen einer Scheidung hätte lediglich auf finanziellem Wege zu erfolgen.

Gleichwohl können Sie, wie von Ihnen angedacht, Ihrer Frau eine Sicherheit geben.

Dies kann z. B. in Form eines Schuldanerkenntnisses geschehen, indem Sie schriftlich ggü. Ihrer Frau anerkennen, ein Betrag in Höhe von € 25.000 erhalten zu haben und diesen Betrag auch anerkennen. Der Betrag kann mit Einfordern durch Ihre Frau fällig werden.

Alternativ könnte Ihre Frau gegen Sie einen Mahnbescheid und sodann einen Vollstreckungsbescheid gerichtlich beantragen. Sie erheben keinen Widerspruch.

Dann erhält Ihre Frau für "kleines Geld" einen Vollstreckungstitel in Höhe von €25.000, den diese im Ernstfall ggü. Ihnen geltend machen kann.

Der Anspruch aus einem Titel verjährt erst nach 30 Jahren.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub, zunächst vielen Dank für Ihre Antwort. Nur zur Sicherheit noch einmal nachgefragt: über den Leihbetrag von 25.000 Euro hinaus würden auf das Haus aber keine Ansprüche bestehen, die sich aus der Eheschließung ergeben? Wir haben keine Gütergemeinschaft, jeder hat sein eigenes Konto und wir haben zusammen ein Wirtschaftskonto. Vielen Dank!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, das haben Sie richtig verstanden und auch zusammengefasst.

Wenn Eheleute im Ehevertrag eine Gütergemeinschaft vereinbaren, wird alles, was während der Ehe erworben wird, gemeinschaftliches Vermögen der Ehegatten.

Die Immobilie fällt nicht hierunter.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.