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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28224
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Frage zum Thema Werkvertrag. Wir sind ein kleiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Frage zum Thema Werkvertrag. Wir sind ein kleiner Fliesenlegerbetrieb und haben einen Auftrag einer WEG (3 Häuser) über Balkonsanierung angenommen. 1 Haus haben wir letztes Jahr abschließen können. Es gab einige Probleme mit den Hausbewohnern sowie Verzögerungen durch das Wetter und das gelieferte Gerüst war nicht so wie ausgemacht ringsherum, damit man an alle Stellen gut hinkommt sondern nur einzelne Türme. Wir waren so gutmütig und haben dennoch gearbeitet. Nun stehen im Juni die nächsten beiden Häuser an. Nach Rücksprache mit meinem Chef, würde er am liebsten diesen Auftrag nicht mehr ausführen, da er die Geschichte mit dem Gerüst erneut vermutet und die gesamten Menschen sehr undankbar eingestellt sind und kein Verständnis zeigen, wenn gewisse Arbeiten eben aus Gewährleistungsgründen (Estrich Trocknungszeiten, Abdichtung etc.) einfach Ihre Zeit brauchen. Nun wäre meine Frage, da wir zwar ein unterschriebenes Angebot haben, ob es irgendwie möglich wäre diesen Auftrag ggf. ohne Schadensersatzansprüche etc. von unserer Seite aus rechtssicher aufzulösen? Vielen lieben Dank schon einmal im vorab. Mit freundlichen Grüßen J. Sch.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie sich denn vertraglich ausdrücklich verpflichtet, sämtliche drei Häuser zu sanieren? Sie geben an, es habe Probleme mit den Hausbewohnern gegeben - können Sie diese bitte etwas näher erläutern?

Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Guten Morgen Herr Rechtsanwalt Hüttemann, vielen Dank für Ihre Nachricht.wir haben dieser Hausverwaltung ein Angebot erstellt mit 3 Positionen. Jede Position betrifft ein Haus. Dieses Angebot wurde von der Hausverwaltung unterschrieben. Sonst gibt es keinen Bauvertrag oder sonstiges.
Die Hausbewohner waren sehr ungeduldig während der Ausführungszeit am 1. Haus. Leider spielte das Wetter für diese Arbeit nicht wirklich mit (Zementestrich Trocknungszeiten), somit mussten wir unsere Arbeit unterbrechen. Alle Beteiligten waren sehr ungeduldig, jedoch hielt sich mein Chef an die Verarbeitungshinweise auch allein schon aus Gewährleistungsgründen. Auch die anderen Handwerker, die zwischenzeitlich Nachbesserungsarbeiten durchführen mussten, waren gegen uns und haben über uns schlecht geredet und sogar auch beleidigt.
Vielen lieben Dank im vorab.
J. Schmid

Vielen Dank für Ihre weiteren Mitteilungen!

Unter den ergänzend vorgetragenen Umständen ist ein rechtlich bindender Vertrag über die Sanierung sämtlicher drei Häuser begründet worden.

Als Werkunternehmer könnten die den Vertrag sodann nir gemäß § 648 a BGB aus wichtigem Grund kündigen, wenn Ihnen ein Fetsthalten an dem Vertrag nicht zuzumuten wäre:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__648a.html

Dann müssten (daher meine Nachfrage) der Gegenseite schwer wiegende Verletzungen vertraglicher Pflichten zur Last fallen, die Sie berechtigen würden, den Vertrag nun gemäß § 648 a BGB zu kündigen.

Die von Ihnen geschilderte bloße Ungeduld der Hausbewohner reicht hierfür rechtlich leider nicht aus, denn dieser Umstand begründet für sich genommen keine schwer wiegende vertragliche Pflichtverletzung.

Es gilt daher leider der Rechtsgrundsatz, dass geschlossene Verträge einzuhalten sind (pacta sunt servanda).

Sollten Sie den Vertrag nicht einhalten, so würden Sie sich leider schadensersatzpflichtig machen.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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