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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 37911
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Vor 15 Jahren ist mein Vater gestorben - meine Mutter hat

Diese Antwort wurde bewertet:

vor 15 Jahren ist mein Vater gestorben - meine Mutter hat mir ein Berliner Testament präsentiert - meine Mutter ist vor 3 oder 4 Jahren gestorben. Das Wohnhaus welches meine Mutter durch das Berliner Testament geerbt hatte wurde an die Deutsch Krebshilfe vererbt - es war ein Testamentsvollstrecker eingesetzt - ich wurde gem. Testament welches meine Mutter gemacht hat - enterbt - d.h. ich habe nur den Pflichtteil sprich die Hälfte des Erlöses durch den Hausverkauf erhalten - ich habe im Internet gelesen, dass man ein Berliner Testament nicht mehr abändern kann - es stand im Berliner Testament kein Schlusserbe drin - ich bin die einzige Tochter! - ist es rechtens, dass ich nur den Pflichtteil bekommen habe??
Wenn nein, was soll oder kann ich unternehmen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

welche konkrete Regelung enthält denn das Testament für den Fall des Ablebens des längerlebenden Ehegatten? In welcher Form ist die Krebshilfe testamentarisch bedacht?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Im Berliner Testament steht kein Schlusserbe namentlich drin - da steht nur drin, dass die beiden sich als Alleinerbe einsetzen - da ich aber das einzige Kind bin - stehe ich eigentlich an erster Stelle der gesetzlichen Erbfolge. Ich habe auch nach dem Tod meines Vaters niemals das Erbteil welches mir da zugestanden hätte verlangt, da ich ja davon ausgegangen bin, dass ich als einziges Kind irgendwann ja doch mal alles bekommen würde.Im Testament meiner Mutter ist die Deutsche Krebshilfe als Alleinerbe und ich nur mit dem Pflichtteil vermerkt.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Dann verhält es sich rechtlich wie folgt: Das Berliner Testament ist ein Ehegattentestament auf Wechselbezüglichkeit (§ 2270 BGB).

Mit dem Ableben des erstverstebenden Ehegatten kann dieses Testament NICHT mehr widerrufen/geändert werden (§ 2271 BGB).

Das bedeutet, dass Ihre Mutter mit dem Versterben Ihres Vaters auch nicht mehr ihrerseits ein neues Testament zugunsten der Krebshilfe verfassen konnte.

Abweichendes gilt nur dann, wenn in dem Berliner Testament ausdrücklich ein so genannter Widerrufs-/Änderungsvorbehalt enthalten sein sollte. Ein solcher Vorbehalt berechtigt den längerlebenden Ehegatten dann, von dem Berliner Testament abweichende Verfügungen zu treffen.

Fehlt es aber an einem solchen Widerrufsvorbehalt, so war Ihre Mutter an das Berlliner Testament erbrechtlich gebunden - das von ihr errichtete Testament ist dann unwirksam!

Klicken Sie bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), um Ihre positive Bewertung abzugeben, wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt der Portalbetreiber die Vergütung an mich aus.

Nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Darf ich Ihnen eine Kopie des Berliner Testaments und eine Kopie des Testaments meiner Mutter per Mail zukommen lassen - damit Sie dies nochmals prüfen können und ich dann ggf. mit Ihrer Hilfe das Testament anfechten kann - sofern das noch möglich ist ???

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Sie können das Testament gern hier hochladen/einstellen, damit ich dieses als kostenfreien und zusätzlichen Service überprüfen kann.

Geben Sie dann aber bitte zunächst eine positive Bewertung für die bereits ausführlich beantwortete Ausgangsfrage ab.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank.

Laden Sie das Testament dann bitte hier hoch.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Ich habe die Dateien leider nicht erhalten. Senden Sie diese bitte noch einmal.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Senden Sie mir diese bitte in einem vergrößerungsfähigen Format - ich kann die Schrift nicht entziffern.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Das kann ich jetzt leider erst heute abend machen..daau muss ich die dokumente erst einscannen...und die dokumente sind natuerlich zuhause und ich im buero....ich mach das aber sofort heute abend

In Ordnung!

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo Herr Huettemann - ich möchte Ihnen gerne die Dokumente - Testamente - hochladen - es geht aber irgend wie nicht - ich kann diesen Link nicht mehr finden wo ich die Dokumente hochladen kann und hier kann ich leider nichts einfügen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Oh ich sehe grade, das hat ja doch funktioniert..... na dann bin ich mal gespannt, ob Sie mir jetzt auch wirklich weiterhelfen können, ob das Testament welches meine Mutter gemacht hat rechtens ist und ob ich hier - mit Ihrer Hilfe - dann noch etwas unternehmen kann um den Rest aus dem Verkaufserlös des Hauses zurück zu bekommen.

Vielen Dank.

Ich werde mich nach Überprüfung des Testaments zurückmelden.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich verstehe hier was nicht richtig...ich hab doch hier einen probemonat kostenlos...aber ich habe auch 69 euro bezahlen muessen...also doch kein kostenloser probemonat und dann muss ich nach jeder mail mit ihnen eine bewertung abgeben damit sie bezahlt werden.
Irgendwie verstehe ich das nicht so richtig....

Vielen Dankk für die Übermittlung der Dokumente.

Sie müssen keine Bewertung mehr abgeben, denn dies ist bereits erfolgt. Ignorieren Sie bitte die Meldungen/Mails.

Das Ehegattentestament ist leider rechtlich nicht zu beanstanden: Es enthält insbesondere keine Schlusserbenbestimmung, so dass Ihre Mutter als Alleinerbin nach dem Ableben des Vaters frei darin war, über die ihr angefallene Erbschaft beliebig zu testieren.

Die Errichtung des weiteren Testaments durch Ihre Mutter unterliegt folglich keinen rechtlichen Bedenken, so dass eine Anfechtung Ihrerseits leider nicht in Betracht kommt.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Schade waere schoen gewesen wenn die kontrolle der dokumente mit ihrer ersten antwort ueberein gestimmt haette....da hatte ich ihnen bereits gesagt dass es keine schlusserbenbestimmung gegeben hatte....

Es tut mir sehr Leid, Ihnen keine erfreulichere Mitteilung machen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Irgendwie passt ihre antwort hier nicht zu ihrer ersten antwort....da haben sie geschrieben: wenn es keinen Widerrufsvorbehalt gibt dann waere das testament meiner mutter unwirksam

Ja, weil ich - in Unkenntnis des exakten Wortlautes des Testaments - von einer Schlusserbenbestimmung ausging - nur dann wäre auch die erwähnte Bindungswirkung nach §§ 2270, 2271 BGB eingetreten.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Das hatte ich ihnen aber mitgeteilt ...das koennen sie sehen ...im mailverlauf....daraufhin haben sie ja geantwortet....

Ja, Sie haben Recht, ich habe meinen Fehler bei nochmaliger Lektüre des Textes jetzt ebenfalls bemerkt - entschuldigen Sie das Versehen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hmm Anwaelte sind auch nicht unfehlbar...

Da haben Sie absolut Recht!