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Experte10
Experte10, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1102
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) MediatorFachanwalt für FamilienrechtSystemischer Berater
98035192
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Ich hatte mal im Mutter Kind Haus gelebt und war dort mit

Kundenfrage

Ich hatte mal im Mutter Kind Haus gelebt und war dort mit der gesamt Situation total überfordet und mein Sohn zu den Zeitpunkt 3 jahre alt und hatte denn Stress zwischen den Betreuern und mir sehr oft mitbekommen und hatte ihn in eine sehr gute pflegefamilie gegeben um ihn aus der Schusslinie zu nehmen.
Bis sich alle gemühter wieder beruhigt haben.
Da ich mich immer sehr oft mit den Betreuern in der wolle hatte haben die mich bei dem jugendamt ins schlechte licht gerückt.
Mein Sohn und ich haben regelmäßig 1 mal im Monat umgang aber nur unter Begleitung meines lebensgefährten denn wir haben nur eine frau vom Jugendamt Kinderpflege Wesen die nur für die pflege Familie zuständig ist, und aber keine direkte jugendamt tante , denn die anderen hatten abgegeben durch deren gebiete und die letzte hatte gekündigt da mein Sohn Emil 5 jahre zu Mama komplett wieder will und möchte verweigert ihm das jugendamt die will nicht mein Sohn überhaupt nicht mehr nach hause kommt .
Ich habe das gesamte sorgerecht, Aufenthalts und Bestimmungsrecht und bin seit seiner Geburt der einzige Vormund für mein Sohn,

Meine frage: wie hole ich Emil aus der pflegefamilie wieder zurück nach Hause? ?

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
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Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  Experte10 hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Anfrage.

Aufgrund der Tatsache, dass Ihr Kind jetzt lange in einer Pflegefamilie gelebt hat, müssen Sie aktiv nun sich um eine Rückführung bemühen:

Die allgemeine Rechtslage sieht für Sie aus wie folgt:

Die Eltern können als Inhaber der Personensorge gemäß § 1632Abs. 1 BGB im Regelfall die Herausgabe des Kindes an sich selbst verlangen, wennes widerrechtlich vorenthalten wird. Der Anspruch richtet sich gegen jeden, derdas Kind dem Berechtigten widerrechtlich vorenthält.

Das kann ein Dritter sein, ebenso der andere Elternteil,wenn er nicht sorgeberechtigt oder nicht Inhaber des Aufenthaltsbestimmungsrechtsist, oder Pflegeeltern.

Daraus folgt zunächst, dass Sie die Herausgabe des Kindesauch von den Pflegeeltern verlangen können, weil Sie dasAufenthaltsbestimmungsrecht haben.

Der Umstand, dass die Trennung von unmittelbarenBezugspersonen regelmäßig eine erhebliche psychische Belastung bedeutet, darfnicht dazu führen, dass bei Unterbringung des Kindes in einer Pflegefamilie dieWiederzusammenführung von Kind und Eltern immer dann schon ausgeschlossen ist,wenn das Kind in den Pflegeeltern seine »sozialen« Eltern gefunden hat. AusArt. 6 Abs. 2 Satz 1 GG folgt, dass Pflegeverhältnisse nicht in der Weiseverfestigt werden dürfen, dass die leiblichen Eltern in nahezu jedem Fall dendauernden Verbleib ihrer Kinder in der Pflegefamilie befürchten müssen. Weileine Rückkehr zu den Eltern auch nach längerer Fremdunterbringung vorbehaltlichentgegenstehender Kindesbelange grundsätzlich möglich bleiben muss, dürfen dieBelastungen des Kindes, die mit einem Wechsel der Hauptbezugspersonen immerverbunden sind, eine Rückführung nicht automatisch dauerhaft ausschließen. DieRisikogrenze hinsichtlich der Prognose möglicher Beeinträchtigungen des Kindesist allerdings dann überschritten, wenn unter Berücksichtigung der Umstände desEinzelfalles mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auszuschließen ist,dass die Trennung des Kindes von seinen Pflegeeltern psychische oder physischeSchädigungen nach sich ziehen kann.

Das bedeutet, dass das Jugendamt eben gerade nicht sagenkann, dass Ihr Kind für immer in der Pflegefamilie bleiben muss.

Allerdings muss auch folgendes beachtet werden:

Befindet sich ein Kind aufgrund von Maßnahmen nach §§ 1666,1666 a BGB seit längerer Zeit in einer Pflegefamilie, kann das Verlangen derleiblichen Eltern nach einer Trennung ihres Kindes von der Pflegefamilie alsmissbräuchlich anzusehen sein. Vor der Herausnahme des Kindes aus derPflegefamilie muss das Familiengericht sehr genau prüfen, welche Auswirkungendiese Maßnahme auf das Kind haben wird, denn in einem länger andauerndenPflegeverhältnis ist zwischen dem Kind und seinen Pflegeeltern eine gewachseneBindung entstanden.

Die Gefahr für das Kind kann daher gerade aus derRückführung resultieren. In einem solchen Fall ist es geboten, bei derKindeswohlprüfung die Tragweite einer Trennung des Kindes von seinerPflegeperson einzubeziehen und die Erziehungsfähigkeit der Ursprungsfamilieauch im Hinblick auf ihre Eignung zu berücksichtigen, um die negativen Folgeneiner durch diese Trennung womöglich verursachten Traumatisierung des Kindesgering zu halten. Das Kindeswohl gebietet es, die neuen gewachsenen Bindungendes Kindes zu seinen Pflegepersonen zu berücksichtigen und das Kind aus seinerPflegefamilie nur herauszunehmen, wenn die körperlichen, geistigen oderseelischen Beeinträchtigungen des Kindes als Folge der Trennung von seinenbisherigen Bezugspersonen unter Berücksichtigung der Grundrechtsposition desKindes hinnehmbar sind.

Hier müssten Sie daher entsprechend argumentieren undgegebenenfalls auch mit Ärzten etc. sprechen.

Auch die Pflegefamilie ist durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützt.Das Familiengericht kann daher, wenn und solange das Kindeswohl durch eineHerausnahme des Kindes aus der Pflegefamilie gefährdet wäre, eine Verbleibensanordnungnach § 1632 Abs. 4 BGB aussprechen, die im Verhältnis zu sorgerechtlichenMaßnahmen gegenüber dem einem Verbleib widersprechenden Elternteil das mildereMittel darstellt.

Eine Rückführung ihres Pflegekindes können die Pflegeelternnach § 1632 Abs. 4 BGB aber nur dann fordern, wenn zwischen der Herausnahme desKindes aus ihrem Haushalt und dem Verbleibensanordnungsverfahren einunmittelbarer zeitlicher Zusammenhang besteht.

Bei Erlass einer solchen Anordnung sind die jeweiligen Grundrechtspositionenvon leiblichen Eltern, Pflegeeltern und Kind gegeneinander abzuwägen, so z.B.die gewachsenen Bindungen an die Pflegefamilie und die negativen Folgen einermöglichen Retraumatisierung des Kindes im Fall des Beziehungsabbruchs.

Bei Interessenkonflikten zwischen dem Kind und seinenleiblichen Eltern ist das Wohl des Kindes im Rahmen der Abwägung letztlichbestimmend, da es stets den entscheidenden Richtpunkt bildet.

Es kommt daher auch darüber hinaus noch darauf an, ob diedamalige Gefährdungslage tatsächlich und endgültig beseitigt ist und für dasKindeswohl kein Gefährdungspotential mehr besteht.

Allein der Umstand, dass das Kind zu Ihnen wechseln will,ist leider nicht ausreichend.

Ich rate Ihnen daher dringend, sich vor Ort mit(fach-)anwalticher Hilfe um die Rückführung zu bemühen und nicht zu versuchen,alleine gegen Amt, Pflegefamilie und Familiengericht zu „kämpfen“ – das ist meinerErfahrung nach kaum mit Erfolg zu meistern.

Auch müssten Sie eben entsprechende Voraussetzungenschaffen, hierbei brauchen Sie Hilfe bei der Umsetzung und bei derentsprechenden Formulierung gegenüber den Stellen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freuemich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt // Mediator

Fachanwaltfür Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr Geehrter Herr Hoheisel-Gruler,Ich bedanke ***** ***** Herzlichst
für Ihre Hilfe, da ich jetzt endlich weiter weiß.Mit freundlichen Gruß
Frau Kirchhoff
Experte:  Experte10 hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

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Dankeschön

Experte:  Experte10 hat geantwortet vor 2 Jahren.

Bitte verteilen Sie noch die Sterne. Dankeschön