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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 36332
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Sehr geehrter Herr Schiessl, ich habe ein Haus gebaut und

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Schiessl,ich habe ein Haus gebaut und dazu Fenster einbauen lassen, die erste Abschlagszahlung kam am 22.07.2017 und wurde sofort überwiesen. Die Abschlussrechnung über 6734,39€ kam am 10.01.2018. Zu diesem Zeitpunkt waren die arbeiten allerdings nicht abgeschlossen und ich sollte die Rechnung "ignorieren". Leider wurde mir nur telefonisch gesagt, das eine
neue Rechnung nach Abschluss der arbeiten geschrieben wird. Zwischenzeitlich habe ich durch den Baustress nicht mehr daran gedacht aber auch keine neue Rechnung erhalten. Die Fensterfirma hat jetzt nach einem Jahr eine Mahnung geschrieben mit 1570€ (Verzugszinsen 8%), 10€ Mahngebühren und auch ohne Skonto, d.h. ich müsste 1917,27€ mehr zahlen. Ist das Rechtens? Warum soll ich für den Fehler anderer zahlen? Ich habe jetzt eine Frist bis zum 8.2.2019 und habe gerade eben 6387,67€ überwiesen. Das entspricht die ursprüngliche Rechnungssumme abzgl. 5% Skonto.Vielen Dank ***** *****
MfG
Johannes

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Sind Sie Verbraucher? Wie werden die 8% gerechtfertigt? (Liegt eine bestätigung der Bank vor?)

Wann wurden denn die Arbeiten fertiggestellt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich bin Verbraucher, also Privatperson. Es liegt keine Bestätigung einer Bank vor. Wann die arbeiten genau fertiggestellt wurden kann ich nicht sagen aber es war Ende Januar, also 2-3 Wochen nach der Rechnungsstellung. Die Verzugszinsen wurden anscheinend mit den Gesamtkosten berechnet. Mir geht es aber nicht darum dass es falsch berechnet wurde, ich möchte gar keine Verzugszinsen zahlen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

in diesem Falle darf die Gegenseite natürlich keine 8% Verzugszinsen verlangen. Verlangen darf die Gegenseite allenfalls 5% über dem Basiszinssatz.

Wenn Sie die Rechnung erhalten haben und Sie keine Recht hatten wegen Mängeln die Zahlung der Rechnung zu verweigern, dann wäre die erste Rechnung an sich seit anfang 2018 fällig.

Natürlich ist die Rechnung dann nicht fällig und Sie müssen auch keine Verzugszinsen zahlen, wenn man Ihnen sagt, dass Sie die Rechnung ignorieren können und eine neue Rechnung folgen wird.

Denn:

Ein Verzugsschaden setzt ein Verschulden voraus und wenn Sie auf die Zusage der Gegenseite vertrauen, dann trifft Sie kein Verschulden und Sie müssen keinerlei Verzugszinsen bezahlen.

Also: Mangels Verschulden sind Sie nicht in Verzug weswegen Sie keine Verzugszinsen zu zahlen haben und im Übrigen sind die Verzugszinsen auch überhöht.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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