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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 37911
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, mein Sohn, jetzt 15, bekam heute eine Vorladung

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, mein Sohn, jetzt 15, bekam heute eine Vorladung zur polizeilichen Vernehmung. Vorgeworfen wird Computerbetrug. Er spielt ein online Spiel (Minecraft). Er bekam von einem Mitspieler einen Tipp wie er sich Zubehör kaufen kann. Beim Kauf von Zubehör gibt es mehrere Bezahlmöglichkeiten. Eine davon ist eine Art Umgehungslösung die nicht legal ist. Es wurde ihm ein Link zugesandt. Damit wurde eine Bezahlung vorgenommen. Jedoch nicht von unserem Konto. Es wird so gelaufen sein dass die Abbuchung von einem fremden Konto vorgenommen wurde. Jetzt kam die Sache zur Anzeige. Er wusste einfach nicht dass es illegal ist und hat dem Tippgeber vertraut. Hätte er gewusst dass er ein Schaden anrichtet dann hätte er das nicht gemacht.
Die Frage ist, was soll ich tun und was kann passieren?
Freundliche Grüße Ines Jasper

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den mitgeteilten Umständen wird das Ermittlungsverfahren gegen Ihren Sohn einzustellen sein.

Eine Strafbarkeit wegen Computerbetruges setzt nämlich stets und zwingend voraus, dass der Täter mit einem entsprechenden Vorsatz handelt, die betreffende Person also positiv weiß, dass sie einen Computerbetrug begeht.

Gerade an diesem Vorsatz fehlte es Ihrem Sohn unter den gegebenen Umständen hingegen, denn ihm war überhaupt nicht bewusst, dass er durch sein Verhalten in betrügerischer Weise eine Fremdzahlung veranlasst.

Ihrem Sohn mangelte es daher von vornherein an einem vorsätzlichen Handeln.

Das Verfahren gegen ihn wird demzufolge gemäß § 170 Absatz 2 StPO eingestellt werden.

In der anstehenden polizeilichen Vernehmung sollte Ihr Sohn dieses daher auch genauso darstellen und herausstellen, dass ihm zu keinem Zeitpunkt bewusst war, eine betrügerische Handlung zu begehen.

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Nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich weiß nicht um welchen Betrag es geht. Das so erwobene Zubehör wurde ihm jedenfalls entfernt. Muss er den entstandenen Schaden bezahlen?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, den entstandenen Schaden wird er zivilrechtlich leider ersetzen müssen.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich habe noch eine Frage:
Sollte ich zur Vernehmung einen Anwalt mitnehmen oder kann ich meinen Sohn begleiten und ggf für ihn sprechen? Kann ich bei der Polizei die Einstellung des Verfahrens beantragen? Oder wird es unter den gegebenen Umständen eh so passieren? Kann es sein dass er vor Gericht geladen wird? Die Sache ist passiert ohne Vorsatz einem anderen Schaden zuzufügen, er hat schlicht jemandem vertraut. Er wusste es nicht besser, er hat kein finanziellen Vorteil (er hat nicht mal ein Konto) und die sog. Käufe wurden eh rückgängig gemacht.

Sie können sogar darauf bestehen, dass die Vernehmung nur in Ihrer Anwesenheit erfolgt, denn Ihr Sohn ist minderjährig. Ohne Sie dürfte Ihr Sohn gar nicht vernommen werden.

Die Einschaltung eines RA ist nicht erforderlich.

Sie können die Einstellung anregen, dies wird aber ohnehin von Amts wegen zu erfolgen haben, da Ihr Sohn ohne Vorsatz handelte (s.o.). Daher wird es auch nicht zu einem Strafgerichtsverfahren kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Recht herzlichen Dank. Sie haben mir sehr geholfen.

Sehr gern!