So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26485
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Sohn 30 möchte gern seinen Geburtsnamen wieder

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Sohn 30 möchte gern seinen Geburtsnamen wieder annehmen. Ich bin geschieden und mein Ex Mann ist nicht der leibliche Vater und hatte ihn auch damals nicht adoptiert.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

bestehen denn seitens Ihres Sohnes bestimmte Gründe, seinen Geburtsnamen wieder anzunehmen?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Da er auch gern heiraten würde und er Vater geworden ist, möchte er gern seinen Geburtsnamen (was ja auch mein Geburtsnamen ist) gern annehmen.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Unter den gegebenen Umständen wird eine Namensänderung leider nicht in Betracht kommen.

Im Einzelnen:

Die maßgebliche Rechtsgrundlage hierfür ist das Namensänderungsgesetz.

Eine Namensänderung setzt stets das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinne des § 3 NamensänderungsG voraus.

Absatz 1 der Vorschrift lautet:

Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.

Nach Punkt 28 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift, die zu dem Namensänderungsgesetz ergangen ist, gilt konkretisierend hierzu:

Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Namensänderung rechtfertigt. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers an der Namensänderung überwiegt gegenüber den etwa entgegenstehenden schutzwürdigen Interessen anderer Beteiligter und den in den gesetzlichen Bestimmungen zum Ausdruck kommenden Grundsätzen der Namensführung, zu denen auch die soziale Ordnungsfunktion des Namens und das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des überkommenen Namens gehören.

Es muss also immer ein wichtiger Grund in der Person des Antragstellers vorliegen, der die gegenläufigen Belange - insbesondere das öffentliche Interesse an der Identitifikation der betreffenden Person - überwiegt.

Ein solcher wichtiger Grund kann etwa vorliegen,:

- wenn der Name anstößig oder lächerlich klingt,
- wenn der Name wesentliche Schwierigkeiten in der Schreibweise oder bei der Aussprache verursacht,
- wenn der Name eines Kindes angepasst werden soll an den Namen, den der allein sorgeberechtigte Elternteil nach der Scheidung wieder angenommen hat

Möglich ist aber auch, dass eine Namensänderung deshalb erstrebt werden kann, weil der Namensträger wegen des Namens unter schweren psychischen Belastungen leidet.

Diese psychsichen Belastungen müssen in der Namensänderungspraxis dann in jedem Fall durch entsprechende psychologische Befunde untermauert werden.

In dem hier zur Beurteilung stehenden Fall liegt leider keine dieser Konstellationen vor. Der bloße Wunsch Ihres Sohnes, den Geburtsnamen wieder anzunehmen, ist rechtlich leider nicht ausreichend.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Klicken Sie bitte oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), um Ihre positive Bewertung abzugeben, wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt der Portalbetreiber die Vergütung an mich aus.

Nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Okay

Gern geschehen!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt