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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 29104
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, gegen mich wurde ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
gegen mich wurde ein Ermittlungsverfahren wegen "Falscher Verdächtigung" eingeleitet. Ursache hierfür ist ein etwas voreiliges "auf dem Foto erkenn ich nicht viel, ich sage meine Freundin ist gefahren" als Antwort auf einen Anhörungsbogen zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung.
Nun ploppen mir natürlich einige Fragen auf:
Ganz brennend: kann man hier noch in irgendeiner Form eine "Schadensregulierung" betreiben, dass beispielsweise von einem Strafbefehl abgesehen wird?
Was erwartet mich im worst case, was im best case?
Was erwartet meine Freundin, die den Verstoß zugegeben hat?
Wie genau muss ich meine Einkommensverhältnisse offenlegen? Da ich noch kein volles Jahr selbstständig bin kann ich also nicht sagen: "laut letzter Steuererklärung habe ich XY verdient, macht also ein Netto-Gehalt von XYZ" Welche laufenden Kosten, die ich habe und die keine Betriebsausgaben sind, sind also abziehbar? Krankenversicherung, Altervorsorge, BU, ...?
Vielen Dank ***** ***** Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bevor Sie über Ihren Anwalt Akteneinsicht erhalten haben sollten Sie sich in keinem Falle zur Sache einlassen.

Die Verurteilung wegen falscher Verdächtigung hängt also davon ab, ob man Ihnen nachweisen kann, dass Sie wider besseres Wissen angegebn haben, dass wahrheitswidrig Ihre Freundin gefahren sein soll.

Das bedeutet, Sie müssen zum Zeitpunkt Ihrer Aussage die Unwahrheit Ihrer Aussage sicher gekannt haben. Wenn Sie sich aufgrund des schlechten Fotos unsicher waren und eine falsche Vermutung geäußert haben, dann wäre dies schon nicht strafbar. Wenn Sie also geschrieben haben, dass Sie auf dem Foto nicht viel erkennen können und es auch Ihre Freundin gewesen sein könnte, dann wäre dies schon nicht strafbar.

Wenn Ihre Freundin den Verstoß (fälschlich) zugegeben hat, dann wird es gegen Ihre Freundin kein Strafverfahren geben.

Soweit Sie nicht vorbestraft sind werden Sie mit einer Geldstrafe rechnen müssen, die sich imn Bereich eines Monatseinkommens bewegt. Wenn Sie selbstständig sind, dann schätzen Sie einfach Ihr Durchschnittseinkommen aufgrund der vorangegangenen Monate, Sozialabgaben, die Krankenkasse, Altersvorsorge dürfen Sie abziehen, ebenso Unterhaltspflichten und laufende Schulden die Sie bedienen.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Schiessl,vielen Dank für die schnelle Antwort.Ich hänge Ihnen das Foto vom Anhörungsbogen an. Bei genauerer Betrachtung, erkenne ich, dass ich (männlich) am Steuer sitze und nicht meine Freundin, frage mich aber, ob das ein Aussenstehender auch so sieht... Dazu kommt, dass ich nicht geantwortet hatte "meine Freundin könnte die Fahrerin gewesen sein" sondern ich habe das Häkchen gemacht bei "folgende Person ist gefahren".Soll ich Ihrer Meinung nach also nun die geforderten Pflichtangaben zur Person und die freiwilligen Angaben zu den Einkommensverhältnissen machen und mich nicht zur Sache äußern?Wie wird es dann weiter gehen?

Sehr geeehrter Ratsuchender,

ich kenne Sie natürlich nicht von Angesicht. Aber bei flüchtiger Betrachtungsweise ist hier ein Mann zu erkennen. Wenn Sie den Hacken gemacht haben, dann wird es natürlich schwierig werden einen Strafbefehl zu umgehen, einfach weil hier einfach eine männliche Person zu erkennen ist.

Sie sollten Angaben zur Person machen und dann über einen Anwalt Akteneinsicht nehmen. Eine Einlassung zur Sache sollten Sie nur über einen Anwalt tätigen und zwar auch nur dann wenn Sie alle in der Verfahrensakte niedergelegten Tatsachen kennen. Dies ist im Strafverfahren grundsätzlich der sicherste Weg.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Dann noch eine letzte Frage:angenommen, das Bußgeldverfahren wird eingestellt (aufgrund einer fehlerhaften Messung bspw)... Wirkt sich das dann auch auf das Ermittlungsverfahren aus? Im Sinne von "Das Bußgeldverfahren ist so nicht korrekt, der Beschuldigte hätte nie befragt werden dürfen..."?Ich bedanke ***** *****ür Ihre Zeit und Ihren Rat

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider nein. Für den Straftatbestand reicht es leider aus wenn Sie jemanden zu Unrecht einer Ordnungswidrigkeit / Straftat bezichtigen. Darauf ob hier tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit vorgelegen hat, kommt es nicht an.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?