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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26128
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Meine Frau und ich haben uns ein Haus gekauft. Bei der

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Frau und ich haben uns ein Haus gekauft. Bei der Besichtigung konnte man schon erkennen das auf dem Spitzboden die Unterspannbahn des Daches Beschädigt ist. Im weiteren verlauf der Renovierung stellte sich heraus das sich dieser Schaden über die gesamte Dachfläche zieht, und ein Sturmschaden ersichtlich ist durch verrückte Dachziegelreihen. Nach der Begutachtung mehrerer Dachdeckerfirmen soll jetzt Dach abgedeckt, die Unterspannbahn erneuert und wieder neu eingedeckt werden. Können wir jetzt im Nachgang noch an die Verkäufer heran treten und eine Rückerstattung Einfordern?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

hat der Käufer Sie anlässlich der Vertragsverhandlungen/der Begehung über diese Schäden informiert?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Ja und Nein. Da wie schon erwähnt die Schäden im Spitzboden erkennbar waren. Der Verkäufer hat sich dazu Bezüglich nicht geäußert
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Der Telefonservice hat nicht Funktioniert

Vielen Dank für das Telefonat.

Nachfolgend noch einmal wunschgemäß eine Zusammenfassung:

Unter den gegebenen Umstäden können Sie von dem Verkäufer Schadensersatz einfordern, denn Ihnen sind von diesem die masssiven Vorschäden an dem Dach bewusst und gezielt verschwiegen worden. Dieses gezielte Verschweigen begründet den Vorwurf einer arglistigen Täsuchung.

Schon der Beweis des ersten Anscheins spricht hier zudem dafür, dass der Verkäufer von diesen Mängeln auch Kenntnis gehabt haben muss.

Der Verkäufer hätte Sie auch ungefragt über diesen erheblichen Mangel aufklären müssen, denn dieser stellt einen vertragswesentlichen Umstand dar: Wäre Ihnen der Mangel nämlich bekannt gewesen, hätten Sie von dem Vertragsschluss Abstand genommen oder einen geringeren Kaufpreis verlangt. Daher war das arglistige Verschweigen seitens des Verkäufers auch ursächlich für den Vertragsschluss. Der sich daraus ergebende Schadensersatzanspruch wird auch nicht durch den vertraglichen Gewährleistungsausschluss beseitigt, denn ein solcher gilt nie für arglistig verschwiegen Mängel (§ 444 BGB).

Sie können daher von dem Verkäufer als Schadensersatz entweder eine entsprechende Minderung des seinerzeit gezahlten Kaufpreises einfordern, oder aber dieser erstattet Ihnen die Repartauraufwendungen.

Fordern Sie diesen daher schriftlich (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend dargestellte Rechtslage zur Abgabe einer Anerkenntniserklärung auf, wonach er dem Grunde nach zum Schadensersatz verpflichtet ist.

Setzen Sie ihm zur Abgabe einer solchen Anerkenntniserklärung eine Frist von 14 Tagen ab Briefdatum, und kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf der gesetzten Frist Ihren Schadensersatzanspruch auf dem Rechtsweg durchsetzen werden. Verbinden Sie dieses mit dem Hinweis, dass Sie hierzu einen RA einschalten werden, dessen Kosten der Verkäufer nach Ablauf der gesetzten Frist als Verzugsschaden zu tragen hätte.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt