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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3146
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vor ungefähr 2 Monaten bekam

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor ungefähr 2 Monaten bekam ich Post von der Polizei wegen meines Sohnes, er war mit Freunden essen, einer von denen wollte die nämlich zum Essen einladen. Nachdem essen, als bezahlt werden sollte, merkte der Freund meines Sohnes (nachfolgend einfach mal B. genannt) dass er kein Geld dabei habe und B. sagte zu den anderen dass "wir" einfach wegrennen sollen. Mein Sohn machte mit, aber als er sah, dass die vom Laden hinterher rannten, blieb er stehen. Die Polizei wurde auch sofort alarmiert, die erschienen auch, haben alles aufgenommen, aber kurz danach kam B. zurück und hat das Geld dann gebracht und bezahlt. Der Ladenbesitzer hat keine Anzeige gemacht.
Im Brief stand jedoch drin, dass mein Sohn zum Sachverhalt verhört wird und eingeladen werden soll, aber kurze Zeit danach wurde das verfahren eingestellt, weil alles geklärt wurde, auch der Ladenbesitzer kontaktierte die Polizei diesbezüglich, da ja alles geklärt wurde.
Gestern bekam ich erneut Post, diesmal mit dem Betreff "Einladung in die Jugendgerichtshilfe mit ...(der Name meines Sohnes"
"als Jugendgerichtshilfe wurde ich über ein Strafverfahren, das xyz betrifft, informiert. Erste Fragen zu meiner Aufgabe beantwortet Ihnen das beigefügte Faltblatt. Alles weitere möchte ich persönlich besprechen. Ich bitte Sie deshalb, mich am Donnerstagn, den 25. Oktober 2018, um 16 Uhr mit xyz zu besuchen."
Ich habe dort angerufen und gefragt, warum weshalb wieso, weil ja laut der Polizei alles geklärt ist. Die Dame am Telefon konnte mir auch nicht weiterhelfen, sie meinte das kam von der Staatsanwaltschaft und fragte mich, ob ich denn nichts von der Staatsanwaltschaft erhalten habe und ich meinte nein das habe ich nicht (hab ich auch nicht)
Meine Frage nun, was genau ist das, wo mein Sohn eingeladen wird und ist er verpflichtend, dahin zu gehen und ggfs. auch Aussagen zu machen?
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Ach ja, mein Sohn ist 17 Jahre Alt

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bei der Polizei sollte er keine Aussage machen, bei der Jugendgerichtshilfe schon.

Erfragen Sie dort erstmal, wie der Stand der Sache ist.

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Bei der Polizei ist das Verfahren kein Thema mehr. Er hat gestern auch noch angerufen bei der Polizei, der meinte dass das Verfahren eigentlich eingestellt wurde, aber die Staatsanwaltschaft selbst entscheidet. Wie gesagt, ich habe bei der Jugendgerichtshilfe angerufen, die konnte mir auch nicht weiterhelfen und meinte nur, dass das von der Staatsanwaltschaft kam. Die Aussage bei der Jugendgerichtshilfe ist also verpflichtend? Bzw. was ist überhaupt deren Aufgabe?

Um Mißverständnisse zu vermeiden:

Woher wissen Sie, dass das Verfahren eingestellt wurde?

Hierüber muss es einen schriftlichen Bescheid geben. Der kommt eigentlich von der Staatsanwaltschaft, auch wenn vorher nur die Polizei befasst war. Letztere kann nämlich über die Einstellung gar nicht eigenmächtig entscheiden sondern dies nur der StA vorschlagen.

Klären Sie mit dem Aktenzeichen der StA, was mit dem Verfahren ist und leiten die so ev. erhaltene Einstellungsverfügung in Kopie an die Jugendgerichtshilfe weiter.

Ansonsten ist es (wie der Kollege schon sagte), unklug, unentschuldigt nicht zum Termin bei der Jugendgerichtshilfe zu kommen. Dieser kann aber ggf. nach telefonischer Rücksprache verlegt werden, wenn das erforderlich ist, damit Sie mit der StA klären, ob das Verfahren nun wirklich eingestellt ist oder nicht.

Es spricht ja einiges dafür, dass hier ev. eine Überschneidung vorliegt. Verbindliche Information kriegen Sie nur schriftlich von der Staatsanwaltschaft mit deren Aktenzeichen.

Ich hoffe, Sie sehen so schon etwas klarer.

Gruß

Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3146
Erfahrung: Fachanwalt für Sozialrecht
Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Auf jeden Fall hat mir Ihre Antwort viel mehr geholfen, als die Ihres Kollegen, erstmal vielen Dank dafür.Ich habe soeben meinem Sohn gesagt, dass wir dahin gehen. Was ist denn die Aufgabe der Jugendgerichtshilfe? Muss man noch irgendwelche Sorgen haben?

Wenn der Status des Verfahrens noch nicht geklärt ist, sollte er sich zur Tat selbst nicht äußern bzw. irgend etwas einräumen. Das kann er gegenüber der Jugendgerichtshilfe auch problemlos begründen.

Der Mitarbeiter wird ev. etwas verwirrt sein, da er ja in der Regel nur Fälle bekommt, wo die Tat schon zugegeben wurde.

Viel Glück!