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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 8738
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Hallo, ich wohne derzeit seit 2 Jahren in einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich wohne derzeit seit 2 Jahren in einer Eigentumswohnung. Mit meiner Vermieterin verstand ich mich immer super gut.
Vor ca. 2 Monaten bat Sie mich um ein Treffen. Hier erzählte Sie mir, dass Sie die Wohnung verkaufen muss, ich mich aber noch nicht verrückt machen solle.
Nun bekam ich einen Brief ihrer Anwältin, in welchem Sie argumentierte, dass nun Eigenbedarf bestehe, da Sie sich von ihrem Freund getrennt hat (Sie zog vor 2 Jahren in deren Wohnung eine andere Stadt). Auch droht Sie mit Räumungsklage, nach der Kündigungsfrist von 3 Monaten.
Letzten Monat ging Sie mit Ihrem Freund aber Hand in Hand durch meine, Ihre Wohnung und erzählte auf der Eigentümerversammlung, dass Sie verkaufen möchte.
Ich bin gerade auf Wohnungssuche jedoch ist dies ziemlich schwierig.
In dem Mietshaus gibt es mehrere Wohnungseigentümer und einige befreundete Eigentümer anderer Wohnungen können und wollen bezeugen, dass die Wohnung nicht von meiner Vermieterin oder Angehörigen genutzt werden soll.
Ich bin nicht sehr vermögend und habe auch keine Rechtschutzversicherung (Bzw. nun abgeschlossen aber Diese greift erst nach 3 Monaten)
Lohnt es sich für mich, einen Anwalt einzuschalten? Oder soll ich klein beigeben und schnell eine Wohnung finden (was ich auf jeden Fall möchte)?
Ich bin schwerbehindert (50 %) und es ist für mich sehr schwierig einen Umzug zu organisieren.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Zunächst einmal wäre zu prüfen, ob die Eigenbedarfskündigung korrekt ist, d. h. ein Grund benannt, die Form eingehalten etc.

Prinzipiell müssen Sie von der Behauptung des Eigenbedarfs zunächst glaubhaft ausgehen.

D. h. eine Kündigung kann hierauf gestützt werden.

Nur wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die Wohnung nicht selbst genutzt wird, können Sie Schadensersatz für alle anfallenden Kosten bis ggf. hin zum Wiedereinzug verlangen.

Dies kann jedoch erst im Nachhinein festgestellt werden.

Für die laufende Fristen sollten Sie sich bzgl. Ihrer körperlichen Einschränkung auf einen Härtefall berufen und daher um Einräumung einer angemessenen Frist zum Verlassen der Wohnung schriftlich ersuchen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Also meinen Sie, dass ich erst akzeptieren soll, muss und im Nachhinein einen Anwalt konsultieren soll?! Es ist ja so, dass ich mir eine Wohnung suche und den Umzug auch schaffe, nur finde ich die Art und Weise entzetzlich. können Sie eventuell das Schreiben der Anwältin überprüfen? Ich kann es hier hochladen, wie es scheint

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wenn die Eigenbedarfskündigung formell rechtmäßig ist, müssen Sie aktuell noch keinen Rechtsanwalt konsultieren.

Erst wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die Angaben der Vermieterin nicht korrekt waren. Dann müsste diese ohnehin auch die Kosten des Anwalts mittragen, da sie sich rechtswidrig verhalten hat.

Ich verstehe Ihre Enttäuschung in dieser Sache aufgrund des Vorverhaltens der Vermieterin.

Gerne können Sie mir die Kündigung hochladen. Ich werde diese dann ansehen.

Aufgrund des Mehraufwands erlaube ich mir, Ihnen in diesem Fall noch € 5,00 in Rechnung zu stellen, wenn dies ok ist.

Nach dem Hochladen werden ich Ihnen dieses Zusatzangebot (Vertragsprüfung) anbieten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Anbei das Schreiben der Anwältin
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ja ok!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das angekündigte Schreiben wurde noch nicht hochgeladen. Könnten Sie dies nochmals versuchen?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich hoffe es geht jetzt?!
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
können Sie es jetzt sehen??

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, jetzt hat es geklappt.

Ich unterbreite Ihnen noch das besagte Zusatzangebot und werde mir Ihren Fall heute Abend ansehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich habe mir die Eigenbedarfskündigung angesehen.

Die rechtlichen Anforderungen an eine solche wurde durch Urteil des BGH vom 17.03.2010 (Az.: VIII ZR 70/09) konkretisiert.

Hernach muss insbesondere ein Grund für den Eigenbedarf hinreichend und nachvollziehbar dargestellt werden.

Weiter darf nicht über Alternativwohnraum verfügt werden.

Diese Anforderungen werden in der Kündigungserklärung erfüllt.

Weiter haben Sie - wie von mir ausgeführt - die Möglichkeit, der Kündigung wegen einer unverhältnismäßigen Härte zu widersprechen (schriftlich). Der Widerspruch ist zu begründen.

Ansonsten können Sie erst nach Auszug in den Folgewochen und Monaten feststellen, ob die Eigentümerin wirklich die Mietwohnung bezogen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-