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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25792
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich habe für meinen sohn (21J.) eine Mietbürgschaft

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe für meinen sohn (21J.) eine Mietbürgschaft unterschrieben, damit er eine Wohnung anmieten kann. Nun hat er bereits zwei Mieten nicht gezahlt. Auch ist das Verhältnis z.Z. nicht gut zwischen uns. Der Vermieter hat mich jetzt informiert. Wie kann ich mich am besten verhalten, bzw. was kann mich im schlimmsten Fall erwarten, auch wenn es evtl. dazu kommt, dass der Vermieter meinen Sohn "rausklagen" will?
Gruß

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Hat der Vermieter Ihnen denn mitgeteilt, dass er Sie nun in Anspruch nehmen will? Hat (oder will) der Vermieter Ihrem Sohn gekündigt?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Mein Sohn hat seine Arbeit verloren und wird so schnell kein geregeltes Einkommen haben, sprich die Miete nicht zahlen. Das Verhältnis zwischen mir und meinem Sohn ist sehr schlecht, so dass er nicht wieder bei mir wohnen kann. Der Vermieter hat mich heute informiert, dass zwei Mieteingänge nicht vorhanden sind und bittet um Rücksprache. Ich weiß nun gar nicht wie ich mich verhalten soll. Die Miete kann ich auch nicht zahlen im Moment. (Im Juli habe ich überwiesen, in der Hoffnung dass es eine einmalig Sache ist).
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Da mein Sohn mit Sicherheit die nächsten Mieten auch nicht zahlen wird, befürchte ich, dass ihm gekündigt wird. Da er dann nicht weiß wohin er soll, wird er nichts unternehmen. Das heißt es entstehen weitere Kosten. Kann ich für diese dann auch haftbar gemacht werden?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Die von Ihnen übernommene Mietbürgschaft ist ein Sicherungsmittel, von dem der Vermieter nur dann Gebrauch machen kann, wenn er mit der Hauptforderung ausfällt - wenn also Ihr Sohn die Miete endgültig nicht zahlen kann.

Als Bürge steht Ihnen daher die so genannte Einrede der Vorausklage gemäß § 771 BGB zu:

https://dejure.org/gesetze/BGB/771.html

Praktisch bedeutet dies, dass Sie solange als Mietbürge nicht zahlen müssen, wie der Vermieter die Mietzinsforderungen gegen den Sohn nicht erfolglos auf dem Rechtsweg geltend gemacht hat!

Der Vermieter muss daher zunächst Ihren Sohn gerichtlich auf Zahlung verklagen und die Vollstreckung gegen ihn versuchen.

Erst wenn dies erfolglos verläuft, kann er Sie als Bürgen in Anspruch nehmen.

Weisen Sie daher den Vermieter auf die vorstehend dargestellte und klare Rechtslage hin, und teilen Sie ihm mit, dass Sie derzeit gemäß § 771 BGB nicht zahlen müssen und werden!

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Würden denn die Gerichtskosten oder evtl. weitere Kosten auch auf mich fallen bzw gilt für die Bürgschaft dass ich maximal für die 3 Kaltmieten bürge? Gerne bewerte ich sie gleich im anschluss

Ja, Sie würden leider auch die Gerichtskosten, die entstehen würden, wenn der Vermieter Ihren Sohn erfolglos verklagt, tragen müssen, denn auch diese Kosten fielen dann unter den Bürgschaftszweck.

Ob Sie nur für maximal 3 KM bürgen/haften, hängt davon ab, was Sie mit dem Vermieter konkret vereinbart haben: Ist die Bürgschaft auf 3 KM begrenzt, so haften Sie auch nur für diese!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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