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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25792
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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Frage zur Schweigepflicht. Wir sind ein Wohnheim für

Diese Antwort wurde bewertet:

Frage zur Schweigepflicht. Wir sind ein Wohnheim für obdachlose Menschen. Ein Bewohner wurde wegen schwerem Fehlverhalten, ruhestörenden Lärm und Gewalt gegen andere Menschen und Sachen gekündigt. Nun sucht er sich eine neue Unterkunft. Neue Unterkünfte fragen jetzt bei uns an, warum diese Person gekündigt wurde. Dürfen wir darüber reden oder müssen wir das Fehlverhalten dieser Person verschweigen? MFG ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, Sie sind nicht gesetzlich verpfichtet, das geschilderte Fehlverhalten zu verschweigen.

Eine Schweigepflicht träfe Sie nur hinsichtlich rein privater und persönlicher Umstände und Daten des Betroffenen.

In dem hier zur Beurteilung stehenden Sachverhalt betrifft die Auskunft jedoch gerade nicht die Privatspähre des Insassen, sondern dessen nach außen wirksam gewordenes (Fehl)Verhalten.

Bezüglich dieser rein äußeren und Ihr Heim betreffende Umstände trifft Sie keine Schweigepflicht!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sie haben noch immer keine Bewertung hinterlassen.

Ich habe meine Arbeitszeit aufgewendet, um Ihnen behilflich zu sein, und Ihre Anfrage ist in aller Ausführlichkeit beantwortet worden.

Geben Sie daher nunmehr Ihre Bewertung für die in Anspruch genommene anwaltliche Dienstleistung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), denn nur dann zahlt der Portalbetreiber die Vergütung an mich aus.

Kostenlose Rechtsberatung durch Rechtsanwälte ist gesetzlich verboten!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo Herr Hüttmann,
der gegnerische Anwalt, der der Betreuer der betroffenen Person ist wendet ein:
„Die staatlich anerkannte Sozialarbeiterin fällt nicht unter die Regel, die Sie genannt haben, denn sie hatte eine besondere Verantwortung mit Informationen umzugehen, die das Finden einer nachfolgenden Wohneinrichtung nicht verhindert. Ich bitte Sie Ihre Einschätzung kurz am Gesetzestext zu begründen.Ich selbst finde im § 203 StGB Wort „Geheimnis offenbaren“ . Diese beiden Worte stützen nun wieder ihre Einschätzung, dass das öffentliche Verhalten dieses Mannes ja kein Geheimnis mehr war sondern der Öffentlichkeit bereits bekannt war und somit nicht unter den Paragraf 203 StGB fällt.

Vielen Dank zunächst für Ihre negative Bewertung, die ich nicht nachvollziehen kann.

Der Hinweis auf § 203 StGB ist rechtlich völlig verfehlt, denn es liegt schon überhaupt kein "Geheimnis" im Sinne dieser Bestimmung vor, da es sich hier - wie in meiner Erstantwort ausgeführt - um ein rein äußeres Verhalten (="schwerem Fehlverhalten, ruhestörenden Lärm und Gewalt gegen andere Menschen und Sachen") handelt, das überhaupt nicht dem privaten/persönlichen Lebensbereich (und nur diesen will § 203 StGB schützen!) zuzuordnen ist.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Die negative Bewertung galt nur so lange, bis ich weiterhin im Unklaren blieb. Nun habe ich der Beantwortung alle Sterne gegeben und einen Aufschlag bezahlt. Bist zum nächsten Mal, Stephan Ebel

Haben Sie vielen Dank, ***** ***** zum nächsten Mal!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo Herr Hüttman, hier eine hoffentlich letzte Nachfrage. Dier gegnerische Anwalt behauptet, der Vorgang des Fehlverhaltens wäre doch ein Geheimnis gegenüber einer neuen Einrichtung gewesen, denn von dem Fehlverhalten war nicht in den Medien zu hören, und die Tatsache, dass es der anderen Einrichtung neu war, dass der Patient Fehlverhalten an den Tag gelegt hatte wäre der Beweis, dass diese Info für die Nachfolge-Wohneinrichtung ein Gehemnis gewesen wäre, denn nun hat sie ja den Mann aufgrund der Info nicht aufgenommen.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nach wie vor ist diese Rechtsauffassung für mich gänzlich abwegig, denn es sind ja überhaupt keine Informationen persönlicher Natur über den Mann preisgegeben worden, sondern die Auskünfte betrafen ausschließlich dessen randalierendes Verhalten gegenüber der Einrichtung. Diese rein objektiven und äußeren Ereignisse können schon definitorisch nicht in den Anwendungsbereich des § 203 StGB fallen, da diese bereits kein "fremdes Geheimnis" darstellen, und da sie zudem auch überhaupt nicht "anvertraut" im Sinne des § 203 StGB, also der Kenntnis einer der besonderen Vertrauenspersonen des § 203 Absatz 1 StGB zur (persönlichen) Kenntnis gegeben wurdem´n.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt