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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28927
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich hatte einen unverschuldeten Unfall. Die Versicherung hat

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich hatte einen unverschuldeten Unfall. Die Versicherung hat selber einen Sachverständigen verlangt. Ich habe mir selber einen Sachverständigen ausgesucht mit Anwalt.
Die Versicherung hat gezahlt an mich 3070€ , bzw. an den Anwalt. Der Sachverständige hat rund 900€ verlant, die Versicherung hat aber nur ca.700€ anerkannt.
Die Versicherung hat an mich nur ca. 2040€ gezahlt.
Ich habe protestiert und der Anwalt hat aber noch nicht zurückgerufen, während seine Mitarbeiterin gesagt hat, das wäre ihn Ordnung.
Außerdem sind noch Nutzungsausfallentschädigung offen. Die Versicherung will , dass ich
ein neues Auto kaufe und ihr Bescheid sage.
Der Anwalt hat zwar der Versicherung gesagt, dass ich schon vorher das Geld bekommen soll and mir hat er gesagt, ich soll Kaufvertrag,Rechnung + Zulassungsbescheinigung an ihn schicken, weil er wohl selbst nicht glaubt, dass die Versicherung vorher zahlt.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfragen.

Grundsätzlich muss die Versicherung nicht nur die Anwaltskosten sondern auch die Kosten des Sachverständigen bezahlen. Wenn die Versicherung die Kosten kürzt dann kann dies nur damit zu rechtfertigen sein, dass die Rechnung des Gutachters überhöht ist. Sollte dies der Fall sein, dann haben Sie einen Anspruch gegen den Sachverständigen auf Rückzahlung. In jedem Falle sollten Sie die Kürzung durch die Versicherung dem Sachverständigen zur Stellungnahme geben.

Die Nutzungsausfallentschädigung bekommen Sie nur dann, wenn Sie ein Ersatzfahrzeug tatsächlich anschaffen und damit den Nutzungswillen in Nachweis bringen. Die Versicherung darf also die Nutzungsausfallentschädigung davon abhängig machen, dass Sie die Neuanschaffung nachweisen.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Danke für die Antwort.
Ich bin nicht ganz zufrieden. Ich habe dem Anwalt schon vorher gesagt, dass ich die Anwaltskosten in zwei Rechnungen an mich seltsam finde, er hat dann aber gesagt, dass wäre leider so, und hat aber die Rechnung auch an die Versicherung geschickt.
Die Versicherung hat die Rechnung von 3070€ an den Anwalt bzw. an mich gezahlt und die Rechnung an den Sachverständigen ca. 700€ statt ca. 200€ gezahlt.
Das ist das Problem des Anwalts. Er muß von der Versicherung die 200€ einfordern und nicht von mir verlangen.
Der Sachverständige weiß offensichtlich Bescheid wegen der Kürzung, weil der Anwalt es ihm gesagt hat, wenn ich es richtig verstanden habe.Trotzdem hat es der Anwalt von mir abgezogen.
Ich will nicht mit dem Sachverständigen mich rumstreiten, sondern der Anwalt soll mir mein Geld, das im die Versicherung für mich gezahlt hat, mir zahlen.Bei der Nutzungsausfallentschädigung habe ich verschiedene Antworten bekommen. Die meisten Versicherungen wollen es erst mit dem Kauf abrechnen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

was die Anwaltsrechnung anbelangt, so sind Sie als Auftraggeber des Anwalts Kostenschulder des Anwalts. Sie haben aber gleichzeitig gegen die Versicherung einen Anspruch auf Ersatz der Anwaltskosten. Ebenso verhält es sich mit dem Sachverständigen den Sie beziehungsweise Ihr Anwalt beauftragt haben. Hat die Versicherung allerdings die Kürzungen zu Unrecht vorgenommen, so müssen auch noch die fehlenden 200 EUR durch die Versicherung gezahlt werden. In der Praxis werden Sie hier die Versicherung verklagen müssen. Das Gericht wird dann im Streitfall ein Gutachten einholen welches klärt ob die Gutachterkosten so in Ordnung sind. Dieses Gutachten ist dann für die Versicherung verbindlich.

Wenn die Versicherung Geld an den Anwalt gezahlt hat, dann muss dieser (als Ihr Treuhänder) Ihnen dieses natürlich vollständig auskehren.

Die Rechtsprechung geht hinsichtlich der Nutzungsentschädigung davon aus, dass diese erst dann zu zahlen ist, wenn Sie den Kauf des Fahrzeuges nachweisen können (OLG Karlsruhe SP 2004, 267 f.; OLG München SP 1998, 249; LG Dessau SP 1999, 422; AG Duisburg SP 2007, 105; AG Schorndorf SP 2006, 173; AG Erfurt SP 2005, 134; AG Neubrandenburg SP 1999, 276; AG Mönchengladbach SP 1997, 199).

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Danke für die Antwort.
Meiner Meinung nach hat der Gutachter eine überhöhte Rechnung ausgestellt.
Deswegen kann der Anwalt nicht einfach meine Zahlung der Versicherung an mich kürzen.
Ich sehe es auch so, dass der Anwalt treuhänderisch meine Zahlung an mich weiterleiten muß.
Die Frage ist nur, was ich machen soll, wen er sich stur stellt. Er hat sich jetzt schon fast zwei Tage nicht bei mir gemeldet.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn der Gutachter eine zu hohe Rechnung ausgestellt hat dann hätte der Anwalt entweder den geminderten Betrag oder zumindest die streitigen 200 EUR (Ihr Einverständnis vorausgesetzt) unter Vorbehalt zahlen müssen. Wenn nun der Anwalt die Gutachterrechnung vorbehaltlos zahlt obwohl er aufgrund der Mitteilung der Versicherung wissen muß dass die Rechnung unter Umständen überhöht ist. dann hätte er dies mit Ihnen zumindest besprechen müssen, keinesfalls aber selbstherrlich die Kostenrechnung des Gutachters bezahlen dürfen.

Insoweit kann gegenüber dem Anwalt ein Schadensersatzanspruch nach § 280 BGB grundsätzlich angenommen werden .

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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