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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25583
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag. Es geht um eine Namenänderung. Ich bin 18 Jahre

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag.
Es geht um eine Namenänderung.
Ich bin 18 Jahre geworden, und möchte denn Namen von meine Vater annehmen, da ich bei ihnm aufgewachsen bin.
Zum Hintergrund;
Meine Mutter hat sich nie um mich gekümmert, ich war ihr kommt egal, hat mich gescchlagen.
Bis mein Vater mich bei ihr rausgeholt hat.
Zur Info.
Meine Eltern waren wir nicht verheiratet.
Darum möchte ich meinen Namen ändern lassen. Da ich mich nicht mit denn Namen meiner Mutter nicht Wohlfühle.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

In Anbetracht Ihrer psychischen Belastungssituation können Sie bei der zuständigen Behörde einen entsprechenden Namensänderungsantrag stellen.

Die maßgebliche Rechtsgrundlage hierfür ist das Namensänderungsgesetz.

Eine Namensänderung setzt stets das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinne des § 3 NamensänderungsG voraus.

Absatz 1 der Vorschrift lautet:

Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.

Nach Punkt 28 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift, die zu dem Namensänderungsgesetz ergangen ist, gilt konkretisierend hierzu:

Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Namensänderung rechtfertigt. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers an der Namensänderung überwiegt gegenüber den etwa entgegenstehenden schutzwürdigen Interessen anderer Beteiligter und den in den gesetzlichen Bestimmungen zum Ausdruck kommenden Grundsätzen der Namensführung, zu denen auch die soziale Ordnungsfunktion des Namens und das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des überkommenen Namens gehören.

Es muss also immer ein wichtiger Grund in der Person des Antragstellers vorliegen, der die gegenläufigen Belange - insbesondere das öffentliche Interesse an der Identitifikation der betreffenden Person - überwiegt.

Ein solcher wichtiger Grund kann etwa vorliegen,:

- wenn der Name anstößig oder lächerlich klingt,
- wenn der Name wesentliche Schwierigkeiten in der Schreibweise oder bei der Aussprache verursacht,
- wenn der Name eines Kindes angepasst werden soll an den Namen, den der allein sorgeberechtigte Elternteil nach der Scheidung wieder angenommen hat

Möglich ist aber auch - wie in Ihrem Fall -, dass eine Namensänderung deshalb erstrebt werden kann, weil der Namensträger wegen des Namens unter psychischen Belastungen leidet - wie in Ihrem Fall!

Diese psychsichen Belastungen müssen in der Namensänderungspraxis durch entsprechende psychologische Befunde untermauert werden.

Sie sollten daher im Vorfeld der Antragstellung versuchen, eine entsprechende fachärztliche Bescheinigung eines Psychiaters/Psychologen zu erlangen. Aus diesem Gutachten muss sich ergeben, dass Sie - auch und gerade wegen Ihrer kindlichen Traumatisierung durch die Mutter - den Namen innerlich ablehnen und dieser Name für Sie eine extreme psychische Belastung darstellt.

Sodann können Sie unter Vorlage dieses Gutachtens bei dem für Sie örtlich zuständigen Standesamt einen Antrag auf Namensänderung stellen.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Eine Frage, was ist eine Namenänderung Praxis

Das bedeutet, dass bei der behördlichen Handhabung der Namensänderung von dem Antragsteller ein solches Gutachten verlangt wird, aus dem sich der wichtige Grund ergibt (siehe oben).

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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