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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 8716
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Hallo Ich arbeite in einem Mode Geschäft,in Teilzeit. Seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo
Ich arbeite in einem Mode Geschäft,in Teilzeit. Seit 8jahren.
Kein Tarifvertrag.
Unser Chef hat sich nachweislich an gearbeiteten Std bereichert,da er diese nicht bezahlt hat.
Er hat sich nicht an das Lohnfortzahlungs Gesetz gehalten.
Vertraglich steht geschrieben das die Lage der Arbeitszeit beim AG liegt. Jedoch haben alle Angestellten feste Arbeitstage und freie Tage. Diese wurden schriftlich dokumentiert und ausgehändigt.
Ich arbeite jeden Montag und Donnerstag jeweils 8std. Samstag 2.
Wenn nun ein Feiertag auf meinen Arbeitstag fällt,hat er mir nur meine Durchschnittliche Arbeitszeit gutgeschrieben=3std! (18std Woche)Somit muss ich nach einem Feiertag 5std nacharbeiten obwohl ich es,laut Gesetz nicht müsste.
Sprich,5std Arbeit ohne Lohn.
Das gleiche passiert bei Krankheit.
Diesen Missstand habe nicht nur ich,sondern viele Kollegen wieder und wieder angesprochen. Wir wurden immer alle vertröstet. 2016 hat seine Tochter das Geschäft übernommen. Es folgten Gespräche mit ihr. Sie hat es akzeptiert und wollte etwas ändern. Allen unsere Std zurück geben . (65mitarbeiter).
2018 folgte ein neues Zeiterfassungs System (SEAK) auch großes Problem aber andere Baustelle. Im Juni diesen Jahres erfolgten Gutschriften der Std für 2017 und 2016.
Mehr std wird es nicht mehr zurück geben sagt meine Chefin.
Ich hab sie 2016 drauf aufmerksam gemacht. Hab ihr erklärt wie es gebucht werden muss und das es ab sofort machbar ist. Trotzdem brauchen sie 2jahre um uns die std zu geben. Aber nur für diesen Zeitraum.
Mir alleine ist in den ganzen Jahren ein Schaden von 230std entstanden. Das sind über 3000euro netto
....
Ich kann sogar beweisen das unter Vorsatz gehandelt wurde,uns so arbeiten zu lassen.
2013 war ein Brandt im Laden und wir konnten alle fast einen Monat nicht voll arbeiten. Keiner ist auf seine Vertraglichen Std gekommen. In diesem Fall,zahlt eigentlich die Versicherung. Sprich,Arbeitgeber erhält Summe X für die Zahlung der Löhne und die Std für diesen Monat gehen bei jedem Mitarbeiter auf
Soll -0 !!!
Bei uns lief es anders.
Chef wollte einen neuen Fußboden den die Versicherung nicht übernehmen wollte. Daraufhin habe er sich mit der Versicherung geeinigt das er den Fußboden erhält und Chef seine Mitarbeiter bezahlt. (Hat er allen angestellten so erzählt)
Mitarbeiter haben auch alle Lohn bekommen aber alle sind mit ihren Std ins minus gelaufen. Das heißt,das alle Mitarbeiter die Std nacharbeiten mussten und dafür wieder kein Geld erhalten haben. Der Arbeitgeber hat seinen Fußboden bekommen für mehrere 1000euro. Obwohl dies nicht hätte passieren dürfen.Mein Chef hat es mit dem Satz begründet das er doch niemanden die Std wieder gibt obwohl er nicht dafür gearbeitet hat...
Das ist alles nachweisbar und es sind noch mehr Dinge vorgefallen.
Ich hätte nun gerne meine 230 Std zurück.
Und würde gerne wissen, was ich da machen kann.
Es ist doch eine Art Betrug die da betrieben wurde ,oder? Vielleicht auch Steuerhinterziehung?
2016 haben wir angefangen uns zu informieren und haben erfahren das unser AG rechtswidrig handelt. Gibt es noch Hoffnung das wir den Schaden zurück bekommen?
Gespräche mit dem AG führen zu nichts.
Danke ***** ***** für die Hilfe
Mfg

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Das beschriebene arbeitsrechtliche Verhalten bei Krankheit und Feiertagen ist nicht zulässig. Selbstverständlich müssen Sie diese Stunden nicht "nacharbeiten". Dies verstößt gegen geltende arbeitsrechtliche Vorschriften (u. a. volle Lohnfortzahlung im Krankheitsfall).

Setzen Sie dem Arbeitgeber eine Frist zur Auszahlung Ihrer aufgelaufenen Überstunden und drohen Sie hernach mit der Abgabe an einen Rechtsanwalt.

Die Stunden können beim Arbeitsgericht eingeklagt werden.

Darüber hinaus ist das Nichtabführen von Sozialversicherungsabgaben (Arbeitnehmeranteil) und die Nichtabführung von Lohnsteuer eine Straftat. Dies kann bei den Behörden zur Anzeige gebracht werden.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Dankeschön für die schnelle Rückmeldung.Meine 230std sind innerhalb der letzten 8 Jahre aufgelaufen.
Gibt es hierfür eine Verjährungsfrist oder kann ich die volle ,,Zeit,, einfordern?
Schließlich wurde der Arbeitgeber immer wieder um Prüfung gebeten. Die er jedoch nicht nachkam. ... also vorsätzlich gehandelt hat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Sie können den vollen Umfang einfordern und sich auf treuwidriges Verhalten des AG berufen.

Allerdings ist in diesem Zeitraum tatsächlich von Verjährung von Ansprüchen auszugehen. Auch die Ansprüche aus Arbeitsverhältnis unterliegen der regelmäßigen Verjährung von 3 Jahren zum Jahresende, vgl. §§ 195, 199 BGB.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.