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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4464
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Guten Tag und vorab für Antwort auf eine ungewöhnliche

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag und Dank vorab für Antwort auf eine ungewöhnliche Anfrage:
Schulrecht
Meine Tochter ist im Gymnasium in NRW (Aachen), 7.Klasse und nun nicht in die 8.Klasse versetzt worden. Hintergrund ist eine Leistungsschwäche, da sie aussergewöhnlich krank war - ein ausführliche Attest der Kinderärztin liegt vor, Dies weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Nichtversetzung gravierende, belastende Folgen für das Kind hätte, und hier die soziale Komponente eindeutig in den Vordergrund zu stellen ist.
Die Nicht-Versetzung war denkbar knapp - 2 Lehrer haben nachweislich falsch benotet. Widerspruch gegen die Noten und die Nichtversetzung ist gestellt.
Eine Nachprüfung findet in Mathe statt. Der zuständige Dezernent in Köln ist guten Willens und ordente das Verhalten der Lehrer und des Direktors als schwer fragwürdig ein. Wir können davon ausgehen, dass er 'gerne' in unserem Sinne entscheiden würde. Jedoch ist dies ein Verwaltungsmensch... Gibt es Präzedenzen in der diesbezüglichen Auslegung des § 22, Abs.2 des NRW-Schulgesetzes, hier: APO S1 ?
Mit freundlichem Gruß,
Marcus Lube

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

In § 22 Abs. 2 heißt es:

Die Entscheidung der Versetzungskonferenz beruht auf den Leistungen der Schülerin oder des Schülers im zweiten Schulhalbjahr. Die Gesamtentwicklung während des ganzen Schuljahres und die Zeugnisnote im ersten Schulhalbjahr sind zu berücksichtigen.

Die Vorschrift regelt, wonach zu entscheiden ist, wenn es um die Versetzung geht. Da gibt es keinen Präzendenzfall zu. Ich verstehe auch nicht, warum das für den Fall Ihrer Tochter von Bedeutung ist.

Meiner Ansicht nach wäre für Sie eher § 22 Abs. 3 von Bedeutung. Dort heißt es in Satz 1:

Eine Schülerin oder ein Schüler kann auch dann versetzt werden, wenn die Versetzungsanforderungen aus besonderen Gründen nicht erfüllt werden konnten, jedoch erwartet werden kann, dass auf Grund
der Leistungsfähigkeit, der Gesamtentwicklung und der Förderungsmöglichkeiten der Schule in der nachfolgenden Klasse eine erfolgreiche Mitarbeit möglich ist. ...

Es ist eine Ausnahmevorschrift, auf die Sie sich für Ihre Tochter berufen können. So eine Vorschrift bietet eine Menge Raum für Argumentation. Und die Schule ist auch gehalten zu prüfen, ob die Ausnahme im Fall Ihrer Tochter gegeben ist. Insbesondere die Krankheit kann ein besonderer Grund sein, der zu berücksichtigen ist.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.