So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25573
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine (schwierige)

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,ich habe eine (schwierige) Frage bzgl. des Beamtenrechts. Es geht um das Bundesland BW.Ich bin Lehrer und habe bis vor zwei Jahren an einer staatlichen Schule gearbeitet.
Dort hatte ich den Status "Beamter auf Probe". Da ich die Arbeit nicht zufriedenstellend erledigen konnte,
erhielt ich dementsprechend eine sehr negative, dienstliche Beurteilung.
Diese war der Anlass für mich, das Beamtenverhältnis auf Probe auf eigenen Wunsch aufzugeben.
Ich bat das Regierungspräsidium um meine Entlassung, dieser wurde stattgegeben.In den vergangenen zwei Jahren ging ich einer privatwirtschaftlichen Tätigkeit nach.Nun habe ich durch eine Bewerbung ein Stellenangebot erhalten, wieder als Lehrer, diesmal jedoch an einer JVA.
Man bietet mir einen Arbeitsvertrag im Angestelltenverhältnis an.Nun möchte jedoch das Justziministerium Aktensicht. Konkret steht auf dem Vordruck "Einverständnis zur Aktensicht aufgrund einer früheren Beschäftigung im öffentlichen Dienst."
Das Formular ist so gestaltet, dass ich der Akteneinsicht zustimmen muss, eine Ablehnung ist nicht vorgesehen.Ich habe nun die Befürchtung, dass das JM meine Einstellung ablehnen könnte, wenn die dienstliche Beurteilung von vor zwei Jahren gelesen wird.Können (dürfen) solche "alten" Beurteilungen tatsächlich ein Hinderungsgrund für eine neue Einstellung bei einem anderen Ministerum sein? (von Kultus zu Justiz). Ich wäre in der JVA sowieso Angestellter, was mit der damaligen Beamtenlaufbahn letztendlich nichts mehr zu tun hat.Welche Szenarien sind nun denkbar? Könnte das JM im schlimmsten Fall nach Durchsicht der Personalakte sofort meine Einstellung verweigern? Hätte ich im Zweifelsfall die Möglichkeit einer (schriftlichen) Stellungnahme gegenüber dem Justizministerium? Oder ist die Anforderung der Personalakten einfach nur "üblich" und hat keine weiteren Auswirkungen?Danke für Ihre Hilfe!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider lässt sich nicht ausschließen, dass Ihre früheren dienstlichen Beurteilungen in den jetzt anstehenden Auswahl- und Entscheidungsprozess einfließen und Berücksichtigung finden.

Diese älteren Beurteilungen unterliegen hinsichtlich Ihrer Verwertbarkeit nicht etwa besonderen Verjährungsbestimmungen, sondern können im Zuge eines Bewerbungsprozesses für den öffentlichen Dienstsektor herangezogen werden.

Die Anforderung Ihrer Personalakten hält sich insoweit auch vollkommen im Rahmen des üblichen Procederes.

Selbst wenn jedoch Ihre früheren Beurteilungen nachteilig ausgefallen sind, so bedeutet dies mitnichten, dass Sie für die zu besetzende Stelle nicht doch in Betracht kommen - die negativen Beurteilungen stellen also keineswegs ein Präjudiz dar.

In jedem Fall ist Ihnen anwaltlich anzuraten, vorbeugend eine schriftliche Einlassung zu fertigen, in welcher Sie zu den Beurteilungen aus Ihrer Sicht Stellung nehmen!

Ich bedaure, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Klicken Sie bitte oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt der Portalbetreiber die Vergütung an mich aus.

Nach jetziger Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für Ihre Einschätzung.Zu der Beurteilung an sich noch eine Frage. Diese ist ja "schon" 2 Jahre alt. Wird man diese tatsächlich gewichtig einfließen lassen, ohne den Bewerber erneut zu überprüfen? Könnte es sogar sein, dass ich zu einer Stellungnahme aufgefordert werde?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, die (frühere) Beurteilung als solche wird nicht ausschlaggebend sein: Man wird sich in jedem Fall ein Bild von Ihnen machen wollen und Sie daher auch zu dem Bewerbungsgespräch einladen.

Es ist auch durchaus vorstellbar, dass man Sie auffordert, zu den früheren Beurteilungen Stellung zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt