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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 8749
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Das Finanzamt hat meine Umsatz- und Einkommensteuer für 2016

Diese Antwort wurde bewertet:

Das Finanzamt hat meine Umsatz- und Einkommensteuer für 2016 geschätzt, da meine Steuererklärungen noch
nicht eingereicht sind.Es geht um rund 5000 €, davon habe ich bis jetzt 700 € bezahlen können nach dem Kontopfändungsbeschluß des FA.Der ansonsten bisher nette Sachbearbeiter hat eine Stundung abgelehnt, da es sich um eine Schätzung handelt.Mein Zahlungsverhalten bzw. Steuererklärungstermin-Einhalten war in den letzten Jahren immer sehr spät.Trotzdem gewährte mir das FA letztes Jahr die Stundung der Nachzahlung für 2015 von 7000 €.Die Nachzahlung dieser Umsatzsteuer war die Folge eines Irrtums meinerseits bei der Abgabe der monatlichen
Umsatzsteuererklärungen in 2015 und 2016. Für die Folgejahre dürfte es keine Nachzahlungen mehr geben,
im Gegenteil.Die aktuelle Pfändung von 5000 € beinhaltet diesmal eine Schätzung von 2000 € Einkommensteuer, was aller-
dings aufgrund der Erklärungen der letzten Jahre Unsinn ist.Wir haben durch eine Straßensperre seit 03-18 erhebliche Umsatzverluste in unserem Ladengeschäft von bis zu 80%
und sind dadurch in einem absoluten Engpass. Deswegen wird die Abgabe der Steuererklärung für 2015 auch noch dauern,
da noch 2000 € an den Steuerberater zu zahlen sind.Meinen 1. Antrag auf Stundung (ohne Angabe von Gründen) wg. unbilliger Härte hat das FA abgelehnt. Mit dem
Hinweis, daß keine unbilligen Gründe bekannt seien.Frage: Wie kann ich meinen 2. Antrag auf Stundung am besten formulieren?DAnke für Ihre Antwort

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Eine Stundung wird nur dann gewährt, wenn das Finanzamt nicht die Gefahr sieht, dass der Steuerpflichtige seine Steuern gar nicht zahlen kann. Droht eine solche
Gefahr, dann kann der Steuerpflichtige die Stundung gleichwohl erhalten, wenn er eine entsprechende Sicherheit leistet.

Die Begründung zur Gewährung einer Stundung muss sorgfältig formuliert werden.

Typische Fälle, bei denen mit einer positiven Reaktion des Finanzamts gerechnet werden kann, sind besondere Unglückslagen wie etwa Arbeitslosigkeit, Insolvenz eines Schuldners des Steuerzahlers, eine Naturkatastrophe aber auch kurzfristige Baustellen und Umsatzeinbußen vor den Geschäftsräumlichkeiten.

Das Finanzamt muss aber gleichzeitig den Eindruck haben, dass der Steuerzahler nur einen vorübergehenden Engpass erlebt und nicht die Gefahr besteht, dass er seine Steuern überhaupt nicht begleichen kann. Im Notfall sollte eine Sicherheit angeboten werden.

Eventuell kann darauf verwiesen werden, dass der Steuerzahler bezogen auf eine andere Steuerart oder ein anderes Veranlagungsjahr mit Steuererstattungen zu rechnen hat und/oder die Steuerzahlungen (ggf. obwohl sie weit höher waren) immer geleistet wurden.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

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