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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4611
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich bin ab Okt. 2018 Altesrentnerin und habe am 10.7.18

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin ab Okt. 2018 Altesrentnerin und habe am 10.7.18 meinen Rentenantrag gestellt. Da im letzten Jahr mehrere Tarifanpassungen durchgeführt wurden, die aber bis zu diesem Zeitpunkt noch unvollständig durchgeführt wurden, ich im September noch eine Höherstufung bekomme und im November das anteilige Jahresendgelt erhalte, wollte ich keine Hochrechnung. Da ich aber auch keinerlei schnell verfügbaren Rücklagen habe, könnte ich im Falle einer verspäteten Rentenzahlung meine laufenden Verpflichtungen - insbesondere Mietzahlung Krankenkassenbeitrag nicht bezahlen. Daher habe ich unter dem entsprechenden Punkt nichts angekreuzt, sondern "siehe Anlage zum Punkt 9.4.1!" geschrieben. In der Anlage habe ich dann folgendes geschrieben: "hiermit beantrage ich die pünktliche Auszahlung einer Altersrente im Oktobee unter Zugrundelegung der bisher gespeicherten rentenrechtlichen Zeiten sowie der dem derzeit maßgebenden aktuellen Rentenwert - ohne Hochrechnung - so wie es auch in ihrer letzten Rentenauskunft vom 20.06.2018 beschrieben wird und bereits berechnet wurde.
Mir ist bewusst, dass dadurch die Berechnung auf der Basis eines noch nicht abgeschlossenen Versicherungsverlaufs erfolgt/e und dass eine eventuelle Nachzahlung erst nach einem neuen Rentenbescheid erfolgen kann.
Wenn eine vorläufige Rentenauszahlung oder Abschlagzahlung ohne Hochrechnung im Oktober nicht möglich sein sollte, erwarte ich eine zeitnahe schriftliche Mitteilung mit Begründung warum es nicht möglich ist, unter Nennung der rechtlich belastbaren Grundlagen."
Am 20.06.2018(also 10 Tage nach Rentenantragstellung) habe ich folgende Antwort von der Deutschen Rentenversicherung Bund erhalten: "der Antrag auf Versichertenrente ist eingegangen. Wir werden uns bemühen, diesen Antrag so bald wie möglich abschließend zu bearbeiten."
Seitdem habe ich nichts weiter erhalten.
"Sobald wie möglich" ist seeehr dehnbar und kann auch Monate nach Rentenbegin bedeuten. 3 Monate später rückwirkend gezahlte Rente macht eine Wohnungskündigung wg. dann nicht bezahlter Miete nicht mehr rückgängig. Auch wäre ich in der Zwischenzeit nicht krankenversichert bei behandlungsbedürftigen aber nicht lebensbedrohlichen chronischen Erkrankungen.
Was kann ich machen, damit das oben beschriebene Zenario ausgeschlossen werden kann.
Wenn ich jetzt doch noch einer Hochrechnung zustimmen würde, könnte ich dann noch für bezahlte Arbeit(z.B. Minijob) nach Rentenbeginn Rentenversicherung bezahlen, um meine gesetzliche Altersrente in kleinen Raten aufzubauen? Oder ist das dann für mich für immer ausgeschlossen auf Grund der "Hochrechnungs-§§"? Das wäre meines Erachtens nach im Widerspruch zu den erst kürzlich eröffneten Möglichkeiten nach Erreichen der Altersrente noch Rentenansprüche zu erwerben(Fexirente).

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Sie haben jetzt leider noch keine rechtliche Handhabe gegen die Rentenversicherung. Der Rentenbeginn ist erst Oktober. Bis dahin müssen Sie wenigstens abwarten, bevor Sie eine Untätigkeitsklage erheben (§ 88 SGG). Ich denke aber auch, dass Ihre Sorge unbegründet ist. Es wird bis Ende September den Rentenbescheid geben. Falls es doch nicht zur rechtzeitigen Rentenzahlung kommen sollte, gehen Sie zum Sozialamt und beatragen überbrückende Leistungen. Sobald Sie dann Rente bekommen, können Sie die Leistungen zurückzahlen.

Wenn Sie in einem Minijob arbeiten, wirkt sich das grundsätzlich nicht auf Ihre Altersrente aus. Altersrentner sind in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei, sodass auch keine Beiträge mehr in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Aber: Sie können auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichten und Pflichtbeiträge zahlen. Das müssten Sie beantragen, wenn Sie Ihren Minijob aufnehmen. Das wirkte sich dann auch auf die Rentenhöhe aus. Eine Hochrechnung hätte auf diese Möglichkeit keinerlei Einfluss.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

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Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Oha, da kommt die Möglichkeit der im Internet mehrfach berichteten 3 Monate verspäteten Rentenzahlung her: Rentenantrag 3 Monate vor Rentenbeginn -> 6 Monate später ist 3 Monate nach Rentenbeginn.
Wenn ich bis Ende September kein Rentenbescheid bekommen habe, muss ich dann noch im September zum Sozialamt gehen oder Anfang Oktober um überbrückende Sozialleistungen Ende Oktober ausgezahlt zu bekommen? Ende September bekomme ich ja mein letztes Gehalt ausgezahlt, von dem ich die Miete für Oktober bezahlen kann. Also brauche die Auszahlung einer Rente oder Sozialleistung Ende Oktober.Bei wem musss ich die Verzichtserklärung auf Rentenversicherungsfreiheit beantragen: beim Arbeitgeber oder bei der Rentenversicherung?

Sie können zum Sozialamt gehen, wenn Sie die Rente nicht rechtzeitig bekommen und Sie dann Ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Sobald sich abzeichnet, dass Sie im Oktober noch keine Rente bekommen, können Sie also zum Sozialamt gehen. Das Sozialamt wird im Notfall auch schnell Leistungen an Sie bewilligen.

Den Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit erklären Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber. Z.B. unter folgendem Link finden Sei weitergehende Informationen und auch die entsprechenden Formulare:

https://www.aok-business.de/tools-service/formulare/erklaerung-zum-verzicht-auf-die-rentenversicherungsfreiheit/

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