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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26077
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, Assistentin: Vielen. Können Sie mir noch ein paar

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ich habe ein gebrauchtes Motorboot für 9000 € von Privat gekauft. Im Kaufvertrag wird eine Gewährleistung ausgeschlossen. Neben mehreren kleineren Mängeln stellte sich nun heraus, das die Persenning des Bootes , trotz gutem Aussehens, völlig unbrauchbar ist, da es an allen Nähten und Reißverschlüssen durchregnet. Auf Nachfrage beim Verkäufer , wusste er davon angeblich nichts. Angeblich wusste er auch nichts davon, dass das Wasser in Sturzbächen durch die klappbare Frontscheibe läuft. Dort sind allerdings von ihm extra Abläufe gebaut worden, die das Wasser in die Bilge leiten. Vor dem Kauf behauptete er, dass er die Abläufe für Spritzwasser gebaut hat. Eine glatte Lüge, da dort kein Spritzwasser hinkommt.Er wusste also offensichtlich von der undichten Scheibe. Auch fragte ich vor dem Kauf warum Trimmklappen verbaut sind. Der Verkäufer sagte mir, dass damit das Boot schneller ins gleiten kommt. Das war die nächste Lüge. Als ich die Trimmklappen abbaute, stellte sich heraus, dass das Boot genauso schnell ins gleiten kommt wie mit Trimmklappen. Allerdings fährt das Boot ohne diese Klappen nicht mehr geradeaus, sonder ist in einem engeren Kanal kaum noch auf Kurs zu halten. Schon auf der nach Hause fahrt direkt nach dem Kauf, lies sich das Boot nach ausmachen des Motors kaum mehr starten. Ich rief den Verkäufer sofort an, auch davon wusste er angeblich nichts. Es war das Starterrelais, dass ich inzwischen erneuert habe.Zwei Wochen nach dem Kauf ( vorher hatte es nicht geregnet ), rief ich den Verkäufer an, um eine gütliche Einigung wegen der Persenning zu erreichen, schließlich kostet eine Neue ca. 2000 €. Dabei verquatschte er sich wegen dem Startproblem, er sagte das man dann mehrmals starten müsste. Ergo, er wusste also doch davon. Das Boot war 8 Jahre in seinem Besitz, und er hatte laut eigener Aussage, viele aufwendige Reparaturen vorgenommen, er kannte das Boot also in und auswendig.Ich muss davon ausgehen, dass er auch von der unbrauchbaren Persenning gewusst hat, wie von allem anderen auch.Meines erachtens liegt eine arglistige Täuschung vor, die den Kaufvertrag nichtig macht. Laut Telefonauskunft vom Verkäufer , wusste er von nichts. Er will sich auch an keinerlei Kosten beteiligen. Wie stehen meine Chancen den Kauf rückgängig zu machen, bzw eine neue Persenning von ihm zu fordern? Auch würde ich gerne eine polizeiliche Anzeige wegen Betrugs machen.Vielen Dank ***** ***** Antwort, mit freundlichen Grüssen, Marco Lüpke

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie können den Kaufvertrag unter diesen Umständen erfolgreich wegen arglistiger Täuschung anfechten (§ 123 BGB), denn es sind Ihnen bewusst und gezielt die beschriebenen Mängel an dem Boot verschwiegen worden. Das gezielte Verschweigen dieser erheblichen Mängel begründet den Vorwurf einer arglistigen Täsuchung.

Der Verkäufer hätte Sie nämlich auch ungefragt hierüber aufklären müssen, denn es handelte sich um vertragswesentliche Umstände: Wären Ihnen die unerwähnt gebliebene Mängel nämlich bekannt gewesen, hätten Sie von dem Vertragsschluss Abstand genommen. Daher war die arglistige Täuschung auch ursächlich für den Vertragsschluss.

Sie sind daher berechtigt, den Kaufvertrag auf der Grundlage des § 123 BGB anzufechten mit der Folge, dass der Vertrag als von Anfang an nichtig anzusehen ist (§ 142 BGB).

Als Folge dieser Anfechtung können Sie Zug-um-Zug gegen Rückgabe des Bootes die Rückerstattung des Kaufpreises verlangen.

Neben der Anfechtung wegen arglistiger Täuschung steht Ihnen alternativ ein Schadensersatzanspruch wegen der arglistig verschwiegenen Schäden zu: Sie können daher auch - statt der Anfechtung - von dem Verkäufer als Schadensersatz diejenigen Kosten erstattet verlangen, die zur Beseitigung der vorliegenden Mängel aufzuwenden sind.

Sie können sich vorliegend frei entscheiden, welche der vorstehenden Varianten Sie wählen.

Da der Verkäufer acht Jahre in Besitz des Bootes war, muss er von den Mängeln auch Kenntnis gehabt haben. Sie sollten daher desgleichen eine Strafanzeige wegen Betruges gegen diesen erstatten.

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort.Noch eine Frage : Wenn der Verkäufer bei einer eventuellen gerichtlichen Auseinandersetzung behauptet, dass er die Persenning nur einmal vor Jahren aufgebaut hat und dann nie wieder...Wie weise ich ihm dann die arglistige Täuschung nach , bzw muss ich das überhaupt beweisen ?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Wenn es sich so verhält, dass es "an allen Nähten und Reißverschlüssen durchregnet" - wie Sie ja mitteilen -, so spricht schon der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der Verkäufer angsichts einer Besitzzeit von acht (!) Jahren hiervon Kenntnis gehabt hat.

Dies kann zudem durch die Aussage eines Sachverständigen untermauert werden.

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