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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17520
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

ich sehe mich mit Unterhaltsforderungen meiner ExFreundin

Kundenfrage

ich sehe mich mit Unterhaltsforderungen meiner ExFreundin in Höhe von GBP600,- netto im Monat konfrontiert.

Hintergrund:
Wir waren vor ca 4,5 Jahren für einige Monate in London ein Paar, haben uns dann aber getrennt.
Sie war dann zu Ihrem Geburtstag letztes Jahr im März in Berlin (wo ich nun lebe & arbeite) zu Besuch und es kam eines zum anderen... einige Monate später eröffnete sie mir, dass sie schwanger war.

Wir haben immer mit Kondom verhütet und sie beschwerte sich teils, dass es nicht einmal zu "petting" käme, wenn keine Kondome zur Hand wären. Auch während ihres Besuches haben wir so verhütet. Am Abend vor ihrem Geburtstag hatten wir eine Konversation bzgl Kindern etc. und sie sagte mir, dass sie nicht schwanger werden könnte. Ich ihr, dass ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt und unter den Umständen sowieso nicht bereit für Kinder und die daraus erwachsende Verantwortung bin. Am nächsten Morgen verhüteten wir nicht, da der Glaube war, eine Schwangerschaft wäre ausgeschlossen.

Als sie mich kontaktierte fiel ich aus allen Wolken. Sie wollte das Kind und versicherte und schrieb damals, dass sie mich niemals bzgl Unterhalt oder ähnlichem kontaktieren würde... dann kam die erste email, dass ich doch meinen Pflichten nachkommen solle und freiwillig einen Betrag x überweisen, was ich auf Grund unserer Gesamtsituation ablehnte. Nun erhielt ich ein Schreiben in dem sie mir erklärt, dass sie sich Rechtsbeistand / Beratung geholt hätte und ihr unter allen Umständen Unterhalt zustehen würde und dies auch in Deutschland vor Gericht durchzusetzen wäre.

Ich fühle mich unendlich dumm, aber vor allem hinter das Licht geführt und betrogen und belogen.

@ Gibt es hier Möglichkeiten Unterhalt auszuschließen / mindern, vor allem auf Grund der geschilderten Umstände (sie sagte, die Pille danach würde es in D ja nicht geben... tut es, seit 2015 rezeptfrei, sie hat aber nichts in diese Richtung gesagt, als es noch zeitlich relevant war)?
@ Wenn nicht, wie verhält es sich mit der Höhe und dem Gerichtsstand - D vs UK?
@ Welche weiteren Verpflichtungen erwachsen mir daraus, i.e. beim Tot der Mutter?
@ Wie lange müsste ich Unterhalt bezahlen?

Niemals hatte ich geplant, so eine "Familie" zu starten... 42 Jahre erfolgreich!

Mit freundlichem Gruss,

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach deutschem Recht gibt es keine Möglichkeit, den Unterhalt dem Grunde nach auszuschließen.

Nur, wenn Sie nicht zahlungsfähig wären, müsste auch kein Unterhalt gezahlt werden.

Vorliegend dürfte aber UK-Recht zur Anwendung kommen, da Mutter und Kind offenbar dort leben.

Wie sieht es denn aktuell aus? Gibt es einen gerichtlichen Titel oder zahlen Sie freiwillig?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Abend!Vielen Dank für die Antwort.Bisher weder noch... Sie behauptete bis vor kurzem ja, sie werde niemals danach fragen...Ich würde auch annehmen, dass es gerichtlich noch teurer würde, wenn die Veranlagung nach UK Recht stattfände (ca £222 pro Woche).Ich frage mich, ob ein Deutsches Gericht dies auf Grund der „Entstehungsgeschichte“ mindern oder gar ablehnen würde ...Gruss,
CJ
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Nein, nach deutschem Recht müssten Sie mindestens 225 Euro / Monat zahlen.

Die Geschichte dahinter spielt hier keine Rolle.

Wie dies nach UK-Recht geregelt ist, weiß ich nicht.

Vielleicht bieten Sie ihr - je nach Ihren Einkommensverhältnissen - einen Deal an und zahlen eine Summe X jeden Monat, die verträglich ist.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Nach Düsseldorfer Tabelle wäre es der Höchstsatz von 5xx€ im Monat,
In England 888£ im Monat...
Deswegen wäre eine Berechnung nach D Recht vorteilhaft, aber scheinbar unwahrscheinlich.Wäre die Länge der Zahlung dann auch wie im UK Recht geregelt nehme ich an?Selbst wenn ich nicht in der Geburtsurkunde eingetragen bin, welche anderen Pflichten erwachsen mir daraus?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sie werden es ja schon gelesen haben:

die englische Regierung hat einen Rechner ins Internet gestellt, mit dem Sie die Unterhaltsbeträge, die Ihnen zustehen, errechnen können. Googlen Sie einfach “Child Maintenance Calculator” und Sie werden ihn finden.

Die neuen Regeln richten sich nach dem Bruttoeinkommen des “non-resident parent”. Der “non-resident parent” muss 12% seines wöchentlichen Bruttoeinkommens von bis zu £800 die Woche für ein Kind zahlen.

Zeitlich geht es auch bis maximal zur Volljährigkeit des Kindes.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Korrekt... daher kommen die £222 pro Woche...Tragisch, wir Mann da ausgeliefert ist... trotz vorspielen falscher Tatsachen :(Was wenn die Mutter stirbt? Wie ist es dann mit Sorgepflicht für mich? Wie ist es mit Erbe und einem Pflichtteil?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Das beurteilt sich alles nach englischem Recht, solange Mutter und Kind dort leben.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sprich ich sollte mir Rat bei einem Family Lawyer in UK holen, da ein Deutsches Gericht im Zweifel lediglich einen UK Beschluss in D einfordern würde?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Die deutsche Gerichtsbarkeit ist leider nicht zuständig.

Was Sie allenfalls machen könnte, wäre, zum Jugendamt zu gehen und eine Unterhaltsurkunde über einen Betrag X erstellen lassen und diese der Mutter schicken.

Dann wären Sie nur verpflichtet, den dort geschriebenen Betrag zu zahlen und der Mutter wären praktisch die Hände gebunden, vor Gericht zu gehen, weil es ja schon einen Unterhaltstitel gibt.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hierzu müsste ich mich wahrscheinlich auf der Geburtsurkunde eintragen lassen?
Muss ich hierzu die Einkünfte der Mutter kennen?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Ist denn die Vaterschaft nicht anerkannt?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Nein, es gibt keinerlei offizielles Dokument in dem die Vaterschaft offiziell ist.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Das würde es ja noch schwerer machen für die Mutter.

Dann können Sie es eigentlich auch darauf ankommen lassen und gar nicht mehr reagieren und keine Zahlungen leisten.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sie müsste dann in UK vor Gericht ziehen und sich einen Titel besorgen, wenn/nachdem die Vaterschaft bestätigt wird?Das würde aber heissen, dass ich, wenn es hart auf hart kommt in der UK eventuell zwangsveranlagt werde und statt der im Moment geforderten £600 plötzlich £888 bis zum 18. Geburtstag plus Gerichtskosten etc. zahlen würde...Es sei denn ich käme ihr mit einem Deutschen Titel vom Jugendamt zuvor, richtig?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Erstmal müsste ja die Vaterschaft zwangsweise festgestellt werden - ob das ein UK-Gericht festlegen und in Deutschland vollstrecken kann, glaube ich nicht.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sie meinen, ich kann nicht zu einem Test gezwunden werden?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.

Die Frau müsste in UK einen solchen Gerichtsbeschluss erwirken und dieser müsste in Deutschland vollstreckt werden.

Ich denke, dass dass nicht funktioniert, sodass man Sie im Ergebnis nicht zwingen kann.