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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 933
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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Ich habe morgen ein Gericht Termin den ich aber gern absagen

Kundenfrage

Ich habe morgen ein Gericht Termin den ich aber gern absagen würde Weich mit den Pflichtverteidiger nicht zu frieden bin und auch weil ich denke er ist voreingenommen und ich würde begutachtet und hab es bis heute nicht gesehen
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ich bin auf Bewährung und Zeit 9 Jahren allein erziehend und die straf Sachen sind beleidigung und Bedrohung also alles werbal aber schon häftig
Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

allein der Umstand, dass Sie mit Ihrem Pflichtverteidiger nicht zufrieden sind, gibt Ihnen leider keine Möglichkeit, den morgigen Gerichtstermin abzusagen.

Die Entlassung eines Pflichtverteidigers ist nicht einfach:

Nur in besonderen Ausnahmefällen kommt nämlich eine Entpflichtung des Pflichtverteidigers und die Beiordnung eines anderen Pflichtverteidigers in Betracht. Hierzu muss das Vertrauensverhältnis zwischen dem Pflichtverteidiger und dem Mandanten nachweislich erheblich gestört sein.

Hierzu müssten Sie aber einen Antrag an das Gericht mit dem Ziel der Entpflichtung stellen. Die erhebliche Störung kann man aber nicht mit der Unzufriedenheit allein begründen.

Dass der Pflichtverteidiger erkrankt oder völlig untätig ist, dürfte auch nicht vorliegen.

Warum Sie das Gutachten noch nicht gesehen haben, dazu kann ich natürlich nichts sagen. Entscheidend ist aber, das, was der Gutachter in der mündlichen Verhandlung sagt und wie sich die Befragung des Gutachters gestaltet.

Bei Ihnen wird es darum gehen, nochmals eine Bewährung zu bekommen -

Eine andere Variante wäre, wenn für Sie ein Wahlverteidiger auftritt, dann würde der Pflichtverteidiger entpflichtet werden. Da müssten Sie aber heute einen Verteidiger finden, der morgen mit Ihnen auftritt und dann das weitere Verfahren bestreitet. Den müssten Sie dann selbst bezahlen (und nicht erst wie den Pflichtverteidiger über die Gerichtskostenabrechung) und dabei die höheren Wahlanwaltsgebühren in Kauf nehmen.

Ganz zur Not bliebe - wenn Ihr Verfahren nur auf den morgigen Verhandlungstag angesetzt ist - der Weg über die Berufung....

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiter helfen konnte (auch wenn nicht zuletzt angesichts der knappen Zeit kein wirklicher Ausweg für den morgigen Termin besteht) und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung.

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

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