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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7428
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Ich bin deutsche Staatsbürgerin und habe vor 2 Monaten mein

Kundenfrage

Ich bin deutsche Staatsbürgerin und habe vor 2 Monaten mein Kind zur Welt gebracht.
Ich habe bei der deutschen Botschaft einen Pass für mein Kind beantragt. Mir wird aber der Pass verwährt weil die Botschaft behauptet, ich sei nicht die Mutter des Kindes. Was soll ich nun tun?
Gepostet: vor 25 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 25 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

wo haben Sie denn das Kind zur Welt gebracht ? Wie kommt denn die Botschaft zu dieser Annahme ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Das Kind habe ich in Thailand auf die Welt gebracht. In der Geburtsurkunde stehe ich als Mutter drin.
Ich bin 1977 in Deutschland als intersexuelles Kind auf die Welt gekommen. Man hat jedoch als Geschlecht MÄNNLICH eingetragen. Vor 5 Jahren wurde dies in weiblich geändert so dass in allen offiziellen Dokumenten wie auch in der Geburtsurkunde weiblich steht. JEDOCH steht im Geburtenregister immer noch männlich. Der Standesbeamte hat somit Zweifel ob ich tatsächlich die Mutter sei. Ist dies rechtens? Und ist es dem Beamten überhaupt erlaubt bzw. war es ihm erlaubt im Geburtenregister nachforschungen über mich zu stellen und diese an die Beamten der Botschaft weiterzuleiten. Ich habe daraufhin einen DNA Mutterschaftstest gemacht der widerum bestätigt dass ich die Mutter des Kindes bin. Aber auch dies will der Beamte auf der Botschaft nicht anerkennen. Ich brauche nun dringend rechtliche Aufklärung in dieser Situation damit ich genau weiss wie ich mich zu verhalten habe, denn ohne einen Pass für mein Kind kann ich mit meinem Kind nicht nach Deutschland ausreisen sondern bin hier in dem Land gefangen.
Ich brauche daher dringend rechtliche Hilfe was zu tun ist. Ausserdem ob das verhalten des Standesbeamten nachforschungen zu stellen und diese preiszugeben rechtlich korrekt ist. Vielen Dank.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 25 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

haben Sie denn das Kind selber ausgetragen ? und wenn ja, lässt sich die z.B. durch einen Mutterpass oder Attest der Klinik, wo Sie entbunden haben, nachweisen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
ja ich habe das selbst ausgetragen. Ja ein Attest kann mir die Klinik auch schreiben aber dieser Beamte sagt er akzeptiert das alles nicht
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
ich habe ihm gesagt ich bringe einen attest oder eine bestättigung des arztes aber er meinte das wäre egal die botschaft würde keinen pass ausstellen da selbst damit immer noch zweifel bestünden
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 25 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Nach dem deutschen Gesetz wird rechtlich die Frau als Mutter behandelt, die das Kind ausgetragen hat ( § 1591 BGB). Damit ist esrechtlich absolut ausreichend, wenn Sie nachweisen, dass Sie das Kind ausgetragen haben. Es käme dabei noch nicht einmal darauf an, ob Sie Ihre eigene Eizelle oder eine Spendereizelle ausgetragen haben.

Gehen Sie folgendermaßen vor: legen Sie Unterlagen (vom Arzt) vor, aus denen sich zweifelsfrei ergibt, dass SIE das Kind ausgetragen und auf die Welt gebracht haben. Beantragen Sie nochmals die Ausstellung des Passes, indem Sie auf § 1591 BGB verweisen. Fordern Sie gleichzeitig, solltae man Ihnen das dennoch wieder verweigern eine rechtsmittelfähige Entscheidung. Wenn Sie diese vorliegen haben, könnten Sie Klage erheben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen rechtlichen Überblick erteilen. Gern beantworte ich Ihre Nachfragen. Falls keine bestehen, bitte ich Sie um Vornahme einer Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Meine Frage in sachen ob der beamte im geburtenregister das prüfen und an den botschaftsbeamten weitergeben durfte würde ich gerne noch beantwortet bekommen. Es gilt ja datenschutz und geheimhaltungspflicht. Oder sehe ich das falsch?
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 25 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

datenschutz gibt es zwar schon, aber dieser ist zwischen den Behörden oftmals nicht greifend.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

haben Sie zu der Antwort noch Fragen ? Falls nicht, bitte ich erneut höflich um Vornahme einer Bewertung. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 23 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

da Sie keine Bewertung abgegeben haben, sind Sie bitte so fair und teilen zumindest mit, was einer solchen entgegensteht. Sie haben eine ausführliche Antwort auf Ihre Frage erhalten. Da Ihnen keine weiteren Kosten entstehen und Sie ordnungsgemäß beraten wurde, entspricht es dem Gebot der Fairness auch diese zu bewerten. Danke für Ihre ausrichtige Mitwirkung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Hallo ich war die letzten Tage krank gewesen. Ich werde die Bewertung abgeben. Sorry. Ich habe jedoch noch eine Ergänzungsfrage. Die ist sehr wichtig. In wie weit ist es für jemand drittes erlaubt in das geburtenregister einblick zu nehmen und wie ist das bei einer heirat? Reicht da meine Geburtsurkunde bzw. kann ich verlangen dass der alte name und das geschlecht gestrichen wird im geburtenregister? es kommt ja noch hinzu dass das geburtenregister falsch ist. Denn ich wurde ja intersexuell geboren aber da steht männlich obwohl ich eine gebährmutter habe. Das sind alles sachen das interessiert mich von rechtlicher seite sehr. Nicht die persönliche meinung sondern explizit vom rechtlichen her
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Behörden haben ebenso wie Dritte, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt, ein Recht einzusehen. Nach erfolgter Geschlechtsumwandlung bzw. -anpassung muss ein Eintrag im Geburtenregister erfolgen bzw. die alte Eintragung ändern.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
das wurde alles bereits geändert im geburtenregister ABER die alte Eintragung steht noch drin. Die wurde nicht gelöscht.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Es ist quasi wie ein update. da steht am so und so vielten durch gerichtsurteil geändert. Aber trotzdem steht dort noch das alte geschlecht. das wurde nicht geändert.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

die wird auch leider bleiben, denn das "Ursprungsgeschlecht muss ja irgendwie vermerkt bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
das ursprungsgeschlecht war aber intersexuell und nicht männlich. und kann dieses ursprungsgeschlecht irgendjemand sehen was da jetzt drin steht?
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
und vor allem kann es berichtigt werden? weil männlich nicht stimmt. es waren beide geschlechter ausserdem hatte ich eine gebährmutter
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn eine Anpassung erfolgte ist dies für die Behörde erledigt. Sie können nur eine Berichtigung verlangen (eigentlich hätten dies Ihre Eltern machen müssen), wenn das Ausgangsgeschlecht nachweisbar falsch war.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

nachdem ich Ihre weiteren Fragen geduldig beantwortet habe, nehmen Sie nunmehr eine Bewertung vor.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass