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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Schiessel. ich habe Fragen zur Aufhebung

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Schiessel.
ich habe Fragen zur Aufhebung einer Ehe wegen arglistiger Täuschung nach §1314 Abs. 2 Nr. 3 BGB. Habe am 2.12.2016 in Dänemark einen Mann aus dem Kosovo, den ich , seit 1999 kannte, nit im befreundet war, geheiratet. Leider kannte ich ihn doch nicht gut genug, denn am 19.08.2017 habe ich erfahren, dass er seit November 2016 auch eine Partnerschaft zu einer anderen Frau hatte. Diese Beziehung wurde beendet und er bat mich, ihm doch noch eine Chance zu geben. Leider musste ich nun am 12.06.2018 erfahren, dass er im Kosovo mehrere sexuelle Beziehungen zu Frauen unterhält. Die Frau, mit der er im November 2016 die Beziehung begann würde das für mich bestätigen.
Jetzt meine Fragen:
Hat ein Antrag auf Aufhebung beim Familiengericht Aussicht auf Erfolg?
Wie muss ich vorgehen?
Mit weichen Kosten muss ich rechnen?
Wäre für eine umgehende Bearbeitung dankbar, da ich gelesen habe, dass der Antrag innerhalb eines Jahren nach Bekanntwerden des Grundes zu erfolgen hat.
Mit freundlichen Gründen
Reni Römpert
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

gegenstand einer solchen Täuschung kann grds. jeder Umstand sein, der den Ehegatten bei Kenntnis der Sachlage und richtiger Würdigung des Wesens der Ehe von der Heirat abgehalten hätte.

Zu den Gründen zählen: gleichgeschlechtliche Veranlagung, Beiwohnungsunfähigkeit, unheilbare oder vererbliche schwere Krankheiten; frühere Ehe, Kind aus früherer Ehe,nichteheliches Kind [auch des Mannes]

Denkbar wäre auch dass die Täuschung über die Beziehungen zu mehreren anderen Frauen vor und während der Ehe kann auch eine arglistige Täuschung darstellen, die zur Anfechtung der Ehe berechtigen würden.

Insoweit wäre eine Aufhebung der Ehe durchaus möglich.

Die Aufhebung erfolgt durch eine richterliche Entscheidung vor dem Familiengericht.

Den Antrag auf Aufhebung der Ehe muss in der Tat binnen eines Jahres nach Entdeckung der Täuschung gestellt werden.

Innerhalb dieser Frist müssen Sie einen Aufhebungsantrag beim Familiengericht stellen. Der Antrag muss durch einen Anwalt gestellt werden. Was die Kosten anbelangt, so werden sich diese im Bereich eines Scheidungsverfahrens bewegen. Das bedeutet Anwalts und Gerichtskosten hängen von Ihren Einkünften ab.

Wichtig ist auch, dass Sie die Anfechtungsgründe beweisen müssen. Ein Zeugenbeweis ( die von Ihren angesprochene Frau) wäre hier durchaus ausreichend.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt