So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Traub.
RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12105
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Traub ist jetzt online.

Ich war bis 31.01.2018 18 Jahre in einem Konzern beschäftigt

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich war bis 31.01.2018 18 Jahre in einem Konzern beschäftigt.
Mitte letzten Jahres habe ich erfahren, dass ein anderer Zweig am Standort Stellen abbauen muss. Dies sozialverträglich über eine Abfindung mit Zuschlägen.
Es gibt im Sozialplan eine Passage die sich Ringtausch nennt. Das bedeutet, dass Mitarbeiter A für Mitarbeiter B (dessen Abteilung Stellen abbauen muss) den Job tauscht und Mitarbeiter A für diesen mit einer Abfindung das Unternehmen verlässt.
Dieses Szenario habe ich bei meinen Vorgesetzten angesprochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits Kontakt zum Vorgesetzten der anderen Abteilung und dieser hatte sogar drei Mitarbeiter die interessiert an einem Ringtausch waren und auch entsprechende Qualifikationen vorweisen konnten, um auf meinen Platz zu wechseln.
Diese Anfrage/Bitte würde seitens meiner FK abgelehnt. (Begründung:Wir müssen irgendwann auch Stellen abbauen und sind daher froh um jeden der vorher geht) Stattdessen machte man mir nach langem hin und her ein lokales Abfindungsangebot, welches allerdings nur 50% der eigentlichen Abfindung entspricht.
Da ich das Unternehmen aus verschiedenen Gründen zwingend verlassen wollte und ich nach Monaten der Diskussion keine Kraft mehr hatte, habe ich das Angebot schlussendlich angenommen.
Jetzt habe ich im Nachgang erfahren, dass meine ehemalige Abteilung umstrukturiert wurde und KEINE Stellen abgebaut wurden. Ich gehe davon aus, dass dies damals schon bekannt war und man mich kostengünstig los werden wollte. Nach 18 Jahren bekommt man schon einiges an Abfindung.
Meine Frage ist nun, ob ich aus ihrer Sicht dagegen vorgehen und die Differenz einfordern kann. Ich fühle mich durchaus verprellt und sehe es nicht ein, Geld zu verschenken. Aus meiner Sicht hätte man damals diesem Ringtausch zustimmen müssen.
Danke für Ihre Antwort.
Freundliche Grüße

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Ein erfolgreiches Vorgehen ggü. Ihrem Arbeitgeber hängt maßgeblich damit zusammen, was Sie im Falle eines gerichtlichen Klageverfahrens beweisen können.

Maßgeblich ist, was zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber im Rahmen der Aufhebung des Arbeitsverhältnisses besprochen wurde.

Wenn Sie klar nachweisen können, dass Ihr Entschluss auf Aufhebung des Arbeitsvertrags und Annahme der Abfindung darauf beruht, dass Ihre Abteilung weggekürzt bzw. Sie ohnehin kurzfristig entlassen worden wären, kann der Aufhebungsvertrag wegen Irrtum nach § 119 BGB angefochten werden.

Die Konsequenz wäre, dass Sie sich wieder im Arbeitsverhältnis befinden wenn die Anfechtung Erfolg hat.

Denn fakt ist, dass Sie nicht unter dem Vorschieben falscher Tatsachen zu einem Aufhebungsvertrag veranlasst werden können.

Allerdings wäre sodann ggf. auch die Abfindung teilweise zurückzubezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortetzu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Herr Dr Traub,Möglicherweise habe ich mich falsch ausgedrückt. Es geht nicht darum den Vertrag im allgemeinen anzufechten, vielmehr geht es darum, dass ich die Firma verlassen wollte, es zu dem Zeitpunkt ein weitaus attraktiveres Angebot gab, das ich hätte per Ringtausch annehmen können, es mir aber verweigert wurde, da man keinen anderen Mitarbeiter aus der genannten abzubauenden Abteilung auf meinen Platz setzen wollte.
Das allerdings bedeutete für mich, dass ich nicht mal 50% der Abfindung erhalten habe, die ich über den aktiven Sozialplan bekommen hätte.Es gibt doch auch gewisse Regeln an die sich ein Unternehmen halten muss und wenn es einen Sozialplan gibt, Mitarbeiter A gehen möchte und Mitarbeiter B künftig den Job von Mitarbeiter A dafür machen würde, dann sollte doch eigentlich klar sein, dass dieses Szenario gelebt werden sollte. Rein aus Firmensicht.
Mir wurde erzählt man könne meiner Bitte nicht nachkommen, weil man höchstwahrscheinlich in unserer Abteilung auch Stellen abbauen wird in den nächsten Monaten. Das ist aber nicht eingetreten. Ergo habe ich 50%Abfindung bekommen, weil man nicht nach Sozialplan gehandelt hat, sondern völlig willkürlich.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für diese Rückmeldung.

Auch der konkretisierte Sachverhalt wäre in der Tat rechtswidrig, wenn die Unternehmung hier mutwillig oder grob fahrlässig Ihnen einen Schaden verursacht hat (geringere Abfindung, abgeschnittene Jobperspektive).

Die Unternehmung trifft in einem solchen Fall regelmäßig eine besondere Fürsorgepflicht. Ein Fehlverhalten kann eine Pflichtverletzung aus dem Arbeitsverhältnis begründen, welches zum Schadensersatz berechtigt.

Zur Wahrung Ihrer rechtlichen Interessen wäre der Gang zu einem Arbeitsrechtsanwalt angezeigt, der Ihren Fall anhand der konkret vorgelegten Angebote der Unternehmung, insbesondere anhand des umgesetzten Sozialplanes nebst Ringtausch, auf Schadensersatz prüft.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.

Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12105
Erfahrung: Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
RA Traub und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.