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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25235
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Meine Schwiegermutter ist vor einem Jahr verstorben. Es gibt

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Schwiegermutter ist vor einem Jahr verstorben. Es gibt 3 Erben, meine beiden Schwägerinnen und meine Tochter, da mein Mann schon verstorben ist.
Meine Schwiegermutter hat der einen Tochter kurz vor ihrem Tod ihre Wohnung geschenkt.
Die andere Tochter hat nun einen Anwalt eingeschaltet, da sie dies nicht als richtig ansieht und der Meinung ist, dass diese Wohnung auch zur Erbmasse gehört. Falls meine Schwägerin recht haben sollte und die Wohnung wirklich zur Erbmasse gehört, wird dann meine Tochter auch mit berücksichtigt? Oder muss auch einen Anwalt beauftragen, ob das Recht meiner Tochter durchzusetzen ? Vielen Dank

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Weshalb ist denn die Tochter dieser Ansicht? Meint diese, dass die Mutter nicht mehr testierfähig war, oder soll die Schenkung der Wohnung ausgeglichen werden? Hat die Mutter testamentarisch angeordnt, dass eine Anrechnung der Wohnung auf das Erbe nicht erfolgen soll? Wann ist die Wohnung schenkweise übertragen worden?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Es gibt ein Testament, aus dem hervorgeht, dass alle 3 Kinder zu gleichen Teilen erben. Die Wohnung wird im Testament nicht extra erwähnt. Meine Schwägerin ist der Meinung, dass diese Schenkung eine Benachteiligung der anderen Erben darstellt. Das hat sie wohl auch schon mit ihrem Anwalt geklärt. Meine Schwiegermutter hat die Wohnung ca 4 Wochen vor ihrem Tod überschreiben lassen. Sie hatte Krebs und bekam starke Schmerzmittel. M

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Unter diesen Umständen ist der Wert der Wohnung in der Tat dem Erbe hinzuzurechnen, denn es handelte sich um eine Schenkung zu Gunsten der einen Tochter, deren Ausgleich die zweite Schwester und auch Ihre Tochter nunmehr verlangen können.

Dieser Anspruch folgt aus § 2325 BGB, der auch für Erben (und nicht nur für Pflichtteilsberechtigte) gilt.

Hierbei ist noch die Regelung des § 2325 Absatz 3 BGB zu beachten: Die Schenkung wird innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt.

Ist die Schenkung nun erst vor kurzem erfolgt, so wird der Wert der Wohnung dem Nachlasswert voll hinzuaddiert, so dass die Schwester den anderen Erben ausgleichspflichtig ist.

Um die Ansprüche Ihrer Tochter durchzusetzen, benötigen Sie keinen RA.

Nur wenn die Schwester nicht freiwillig Ausgleich leistet, wäre die Einschaltung eines RA erforderlich.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Meine 1. Schwägerin will nicht freiwillig Ausgleich leisten. Meine 2.Schwägerin hat deshalb einen Anwalt eingeschaltet. Muss ich nun auch einen Anwalt einschalten oder wird meine Tochter mitberücksichtigen, wenn meine 2. Schwägerin ausgezahlt wird. Muss jeder Erbe für sich einen Anwalt einschalten oder reicht es wenn einer den Sachverhalt klärt und die anderen Erben werden dann mitberücksichtigen ?

Nein, dann müssen Sie keinen RA einschalten, denn wenn die 2.Schwägerin einen beauftragt hat, so reicht dies aus.

Ihre Tochter wird dann nämlich bei der Auszahlung automatisch mitberücksichtigt werden.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt