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Ralf Hauser
Ralf Hauser,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 231
Erfahrung:  Inhaber at Hauser Rechtsanwaelte
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Ralf Hauser ist jetzt online.

gerne hätte ich Info zum Ablauf und der Abhandlung

Kundenfrage

gerne hätte ich Info zum Ablauf und der Abhandlung strafrechtlicher Prozesse. Mein Fall: Ich rollte letztes Jahr, da die Handbremse nicht angezogen war, gegen einen Pkw, der mit quer zuparkte. Ich hatte keine Zeugen. Der "Geschädigte" behauptet zum einen, ich habe sein Auto absichtlich mehr als einmal gerammt, durch absichtliches Rückwärtsfahren und nicht unabsichtlich. Zudem hatte ich dem Beklagten keine aussagekräftige Versicherungskarte gegeben, bzw. nicht meinen Namen explizit genannt. Dadurch konnte der "Geschädigte" nur Fotos von allen Perspektiven beider Wagen auf dem Parkplatz machen, mich selbst fotografieren und behaupten, da müsse eine Kratzer aufgetreten sein. Ich hatte keine Zeit am Unfallort zu bleiben bis die Polizei da war und meinte, mit der Karte, die ich dem Kläger aushändigte und den vielen Fotos, die er von mir schoss, sei ich allem Notwendigen nachgekommen.
Tatsächlich wurde ich angezeigt, man beschuldigte mich der Unfallflucht und der Beklagte ließ sich den vermeintlichen Kratzer mit 1900 Euro brutto von meiner Versicherung bezahlen.
Mein Führerschein wurde vier Monate nach dem Vorfall ohne Vorankündigung eingezogen. Seitdem bin ich ohne Führerschein.
Mir wurde auch zu keinem Zeitpunkt gesagt, wie lange ich in der Angelegenheit auf den Führerschein würde verzichten müssen.
Es kam im Dezember zu einer Verhandlung, nachdem diese wegen diverser Gründe - Sommerferien zuerst, dann Urlaub der Richterin, dann Erkrankung der Richterin, "auf die lange Bank" geschoben worden war. Der Kläger erschien selbst ohne anwaltliche Vertretung. Ich bat um einen Gutachter. Der wurde mir gestellt.
Der bestellte Gutachter wurde selbst erst im März tätig: zum einen waren die Unfallortbedingungen zur Nachstellung unrealistisch: schneereiches Winterwetter, die in Frage kommende Parklücke war nicht verfügbar, so dass die Bedingungen nicht optimal waren. Der Gutachter musste seine Vermessungen entfernt von der eigentlichen Parklücke machen. Zudem kam noch eine Frau zum besagten Parkplatz, die mich noch einschüchtern zu müssen glaubte, indem sie mir zuzischte, ich solle mich schämen "den armen Mann [den Unfallgegner] über "den Haufen" zu fahren". Ich weiß nicht, warum derartig billige Einschüchterungsversuche nötig sind, wenn sich der Kläger bereits sicher glaubt.
Inzwischen hat das Gutachten ergeben, dass ich im Auto saß, als das andere mich zuparkende Fahrzeug von mir "gerammt" wurde, soll heißen, es kam zum Kontakt zwischen den Pkws und ein winziger, kaum zu erahnender Kratzer an meinem Fahrzeug, soll beweisen, dass der von meinem Pkw getroffene Pkw einen Kratzer von mir erlitten haben soll, der mit 1900 Euro entschädigt wurde.
Ich kann in Ermangelung von Zeugen leider nicht das Gegenteil beweisen.
Mein Anwalt sagte mir selbst, er glaube natürlich dem Gutachter, der selbstverständlich unabhängig agiert habe, mir glaube er inzwischen nicht mehr.
Ich kann demnach noch so lange wissen und behaupten, dass ich beim Rollen nicht im Fahrzeug saß und das Rollen auf die nicht angezogene Handbremse zurückzuführen ist.
Es sollte im Juli zu einem weiteren Verfahren kommen, bei dem der Gutachter nochmals gehört werden sollte.
Inzwischen sind 12 Monate ohne Führerschein vergangen. Wie gesagt, das wurde mir vorher nicht mitgeteilt, wie lange ich auf diesen würde verzichten müssen. Mein Anwalt sagte mir, ich könne mich glücklich schätzen, dass die Angelegenheit wegen Überlastung des Gerichts etc. pp. so schnell vonstatten ginge.
Nun lässt mir mein Anwalt ausrichten, das Verfahren würde nochmals nach hinten verschoben werden müssen, das Datum nochmals wegen möglichem Sommerurlaub meinerseits, verschoben werden.
Ich empfinde die ganze Angelegenheit als Lapalie, die unnötig aufgebauscht wird.
Natürlich agiere man absolut wertfrei und neutral.

Ich glaube das allerdings schon lange nicht mehr und frage mich, ob ich nicht bei irgendeiner Instanz wegen dem Ablauf und der Vorgehensweise Beschwerde einreichen könnte. Staatsanwalt, Richterin und alle Beteiligten scheinen sich ja inzwischen einig zu sein. Und meine Geldstrafe gilt als nahezu sicher. Ich empfinde die Angelegenheit noch als belastender, als der Unfallgegner einen Zeugen herbeizaubern konnte, ich aber keinen habe.Ich stehe also ziemlich allein da.
Was kann ich tun? Ich finde das ganze empörend und sehe es als Schikane, obwohl man mir natürlich sagt, man kenne mich nicht persönlich und handle natürlich absolut wertungsfrei....

Vielen Dank für eine hilfreiche Antwort im Voraus.

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  Ralf Hauser hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, ***** ***** sich an justanswer gewandt haben.

Wenn der Gutachter zur nächsten mündlichen Verhandlung geladen wurde, dann müssen Sie bzw. Ihr Anwalt die Unzulänglichkeiten des Gutachtens aufzeigen und auch die Bedingungen unter denen die Gegenüberstellung stattgefunden hat.

Die Fahrerlaubnis ist Ihnen vermutlich durch Beschluss vorläufig entzogen worden. Hat Ihr Anwalt hiergegen keine Beschwerde eingelegt? Die Dauer des bisherigen Entzuges ist nicht tragbar. Selbst bei einer Verurteilung hätten Sie, sofern Sie keine Voreintragungen haben, maximal 6 Monate die Fahrerlaubnis entzogen bekommen.

Voraussichtlich wird aber der vorläufige Entzug wegen der Verfahrensdauer angerechnet.

Ihr Anwalt müsste sich für die Verfahrensbeschleunigung dringend einsetzen. Beschwerden Ihrerseits bei Geriht oder Staatsanwaltschaft sind sinnlos.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung und freue mich immer über eine positive Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Verkehrsrecht