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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28432
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe von meinem Vater in den Jahren 1998 bis 2005

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe von meinem Vater in den Jahren 1998 bis 2005 Geldbeträge zur Unterstützung eines Hauses bekommen,ich habe dafür unterschrieben mit folgendem Wortlaut.Hiermit bestätige ich meinem Vater folgende Geldbeträge leihweise erhalten zu haben.Bislang wurden die Beträge nie angefordert,nunmehr gibt es Unstimmigkeiten in der Familie,mein Vater mittlerweile 84,hatt nun meinem Bruder von diesem Geld erzählt.Ich gehe nun davon aus,das eine Anforderung kommt.Wie verhält es sich mit der drei und der dreissig jährigen Verjährungsfrist.Mein Vater hatt nachträglich handschriftlich auch noch einen Zinssatz dazugeschrieben,der nicht gegengezeichnet ist,hatt dieser Gültigkeit.Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen,mit freundlichen Grüssen ***

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Ihr Vater von einer Leihe spricht, d***** *****delt es sich rechtlich um ein zinsloses Darlehen. Einer nachträglichen Zinsvereinbarung hätten Sie zustimmen müssen.

Die Verjährung beginnt dabei mit der Fälligkeit des Darlehens. Die Fälligkeit tritt ein wenn ein fester Termin zur Rückzahlung bestimmt ist oder aber wenn der Vater das Darlehen (mit einer Frist von 3 Monaten kündigt.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Verjährung von 3 Jahren nach §§ 195,199 BGB zu laufen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Herr Schiessl,das heisst,das Darlehen ist verjährt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider nicht!

Die Verjährung beginnt überhaupt erst dann zu laufen wenn Ihr Vater das Darlehen konkret von Ihnen zurückfordert. Erst dann beginnen die 3 Jahre zu laufen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sind beide Unterschriften auf dem Schriftstück erforderlich,auf dem Schriftstück habe nur ich unterschrieben.

Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich ist für einen Vertrag keine Unterschrift nötig, da ein Darlehensvertrag auch mündlich geschlossen werden kann.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Herr Schiessl! Ich hätte in diesem Zusammenhang noch eine Frage. Ich habe 2013 ein Haus von meinen Eltern überschrieben bekommen.Mein Bruder zeitgleich wertausgleichend ein anderes.Im Notarvertrag findet sich der Absatz dass mit dieser Überschreibung der Wert sowie etwaige frühere Zuwendungen ausgeglichen sind.Fällt meine Leihgabe unter Zuwendungen oder ist dies eine reine Leihgabe. Das Geld habe ich von meinem Vater bekommen,wäre meine Mutter nach seinem Tode forderungsberechtigt.Viele Grüsse Christian Klink
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Es ist so geschrieben dass mit diesem Haus und etwaigen früheren Zuwendungen keine Ansprüche von meinem Bruder gestellt werden können.Die Leihgaben waren immer als Unterstützung gedacht und wurden selbst bei Übergabe des Hauses nicht zurückgefordert,im Gegenteil es wurde noch einmal ein Wert übertragen.Angenommen,ich würde das Geld an meinen Vater zurückzahlen,könnte ich dann dieses Geld bei meinem Bruder einklagen?Da stellt sich eben für mich die Frage ob man in diesem Falle die Leihgabe als Zuwendung betrachten kann,da es für meine Eltern zum Zeitpunkt der Hausübergabe offensichtlich war,dass mit der Hausübergabe und der Leihgabe zwischen mir und meinem Bruder ausgeglichen war. Grüsse! Christian Klink
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Oder anders formuliert,meinen Eltern müsste zum Zeitpunkt der Hausübergabe bewusst gewesen sein,dass mit dem geliehenen Geld,das bis dato Hausübergabe nicht eingefordert wurde,Gleichstand herrscht und so vermerkt wurde,dass heisst für mich,das der Wert mit meinen Schulden bei meinem Vater gegenüber meinem Bruder ausgeglichen ist.Das heisst für mich im Umkehrschluss,wenn ich das Geld an meinen Vater zurückzahle,könnte ich diesen Betrag bei meinem Bruder einfordern.Das ist meine Denke. Auf Ihre Antwort bin ich sehr gespannt.Grüsse! Christian Klink

Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer ersten Frage. Das lässt sich ohne den genauen Wortlaut des Vertrages zu kennen schwer sagen. Dem Grunde nach gehe ich davon aus, dass Ihr Darlehen damit aber nicht abgegolten ist.

Ein Darlehen ist nicht als Zuwendung zu betrachten. Zuwendungen sind Schenkungen. Wenn hier auf die Rückzahlung des Darlehens verzichtet hätte werden sollen, dann hätte dies mit Ihnen ausdrücklich vereinbart werden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Der Erwerber und dessen Bruder Roland Klink soll durch die Zuwendungen in dieser Urkunde und etwaige frühere Zuwendungeneinander gleichgestellt und daher bei einer künftigen Nachlassteilung zu keinerlei Ausgleichung verpflichtet sein.Sämtliche in dieser Urkunde vereinbarten Zuwendungen-abzüglich "etwaiger Gegenleistungen" -sind jeweils auf den künftigen Pflichtteil des Zuwendungsempfängers am Nachlass des Veräusserers anzurechnen.Die Notarin hat die Beteiligten über die Bedeutung der getroffenen Anrechnungsverpflichtung belehrt,insbesondere darüber,dass die Pflichtteilanrechnung sich erst auswirkt,wenn der Veräusserer den Zuwendungsempfänger durch Verfügung von Todes wegenganz oder teilweise von der Erbfolge ausschliesst,oder dem Zuwendungsempfänger ohne die Anrechnung ein Pflichtteilsanspruch zustünde. abzüglich etwaiger Gegenleistungen-zählt die Verbindlichkeit des geliehenen Geldes zu etwaigen Gegenleistungen? Liebe Grüsse!

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich habe starke Zweifel, daran, dass das Darlehen von dieser Formulierung mit umfasst ist. Wie gesagt. Der Darlehensgeber hätte hier schon ausdrücklich verzichten müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt