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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3163
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Meine Tochter geht in die 4. Klasse der Grundschule in

Kundenfrage

meine Tochter geht in die 4. Klasse der Grundschule in Bayern. ES geht nun um den Übertritt und die Zeugnisnote.

Die schriftlichen Noten: 5,4,2,4,4 (laut Lehrerin doppelt gewichtet)
mündliche Noten: 1,2,3,1 (einfach gewertet)

Die Lehrerin rechnet nun wie folgt:

5+4+2+4+4 =19 *2 =38

1+2+3+1=7/4 = 1,8

38 + 1,8 = 39,8 /11 = 3,62

Meiner Meinung nach ist diese Berechnung falsch und sie müsste entweder:

38 + 7 = 45/14 = ~3,2

oder (3,8 + 3,8 + 1,8) /3 = ~3,1

rechnen. Liege ich falsch? An wen kann ich mich wenden wenn die Lehrerin bei Ihrer Rechenart bleibt. Meine Tochter könnte wegen dieser Berechnung nicht die Schule wechseln.

Gepostet: vor 7 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

ich denke, Sie sollten entspannt das offene Gespräch mit dem Schulleiter suchen.
Die von Ihnen dargestellte Berechnung der Lehrerin ist für mich nicht nachvollziehbar. Das muss ein Versehen sein. Sie sehen das nicht falsch, wenn die Aussage der Gewichtung der Lehrerin stimmen sollte. Mir kommt es schon ungewöhnlich vor, dass die schriftlichen Noten ein höheres Gewicht als die mündlichen haben sollen. Ich bin allerdings auch nicht aus Bayern.

Lassen Sie sich von der Schulleitung genau die einschlägige Richtlinie über die Gewichtung der Noten zeigen.

Ansonsten bleibt der Widerspruch und ggf. Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen das Jahreszeugnis.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
VIelen Dank! Das mit der Gewichtung ist schon üblich hier und auch ok für mich aber die Rechenweise verstehe ich nicht. Allerdings hat die Lehrerin diese Rechenweise so aufgeschrieben auf Nachfrage von mir und auch anderen Müttern so erklärt. Gibt es denn keine Vorgaben für Lehrer wie sie Noten zu berechnen haben? Ich würde ja gerne schriftlich etwas in der Hand haben bei dem Gespräch falls sie bei ihrer Meinung bleibt.
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Wie will die Lehrerin denn ihre Rechenweise verständlich erklären, wenn sie diametral den eigenen Angaben zur Gewichtung widerspricht?

Es handelt sich schlicht um einen Fehler im Rechenweg, wenn die Noten im Wert zwar verdoppelt werden aber nicht deren Anzahl. Möge man in der Schule die dortigen Mathe-Lehrer mal fragen.

Abiturnoten it unterschiedlicher Gewichtung werden jedenfalls so berechnet wie von mir und Ihnen dargestellt. Warum sollte es hier anders sein?

Siehe auch hier mit Beispiel:

https://www.abi-rechner.com/notendurchschnitt-berechnen/

Aber ev. bin ich genauso wie Sie nur mathematisch eine 0... Wer weiß?

Besprechen Sie mal mit der Schulleitung, ob der Rechenweg in dem Erlass bzw. der Richtlinie zur Gewichtung der Noten auch vorgegeben ist! Wenn nicht, dürften die normalen mathematischen Regel zur Ermittlung von Durchschnittsnoten gelten.

Viel Glück!

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Leider weiss ich nun nicht ob ich rein rechtlich im Recht bin. Ich weiss auväch noch nicht ob es eind fedte Regelung zur Notenbildung gibt? Was habe ich denn im Gespräch vorzulegen das meine Rechnung belegt?
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Ich bezweifele, dass die Berechnung explzit gesetzlich geregelt ist. Zumindest ist mir das nicht bekannt.

Die sollen erklären, woher die "11" kommen, durch die geteilt werden soll.

Sie können hier nur mit den mathematischen Gesetzmäßigkeiten zur Berechnung von Durchschnittsnoten argumentieren.

Sie müssen gar nichts vorlegen. Die Schule soll de Rechtsgrundlage für ihren Rechenweg vorlegen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Die 11 kommt von 5 Proben * 2 (doppelt gewichtet) = 10 + 1 note mündlich (aus 4 wird 1 gemacht).
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Ahh, dann wird die Diskussion schlicht darin liegen, ob es 1 mündliche Note oder 4 Einzelnoten gibt.

Allerdings hätte eine mündliche Einzelnote dann ja zur Folge, dass die praktisch gar kein Gewicht hätte. Das halte ich für absurd.

Die Gewichtung kann ich aus den mir vorliegenden bayrischen Gesetzen und Verordnungen, die das Kultusministerium veröffenlicht aber nicht entnehmen.

Ich finde z.B. nur die Grundschulordnung:

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVSO-15

Da ist die Gewichtung nicht genannt...

Man möge Ihnen also die konkrete Rechtsgrundlage nennen!

Ich finde derzeit nur die Prüfungsgrundlagen für höhere Prüfungen.

Da ist dann auch die Berechnung geregelt.

Beispiel:

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayFPO_II-5?hl=true

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen dank! Ich werde mit diesen Argumenten ins Gespräch gehen!
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

OK, melden Sie sich wieder, wenn Sie mehr wissen.

Ich finde jetzt wirklich nicht, wo in Bayern die Gewichtung der mündlichen Note geregelt ist.

Das spielt aber auch keine Rolle, wenn unstrittig ist, dass die Gesamtnoten schriftlich und mündlich im Verhältnis 2:1 stehen. Dann ist schlicht falsch gerechnet worden (kommt auch gar nicht so selten vor an Schulen).

Wenn es anders sein soll, Vorlage der Rechtsgrundlage erbeten.

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Ich finde auch weiterhin keine verbindliche Regelung.

Wie auch in Gesetzen anderer Länder heisst es:

"Unter Berücksichtigung der einzelnen schriftlichen, mündlichen und praktischen Leistungen werden Zeugnisse erteilt. Hierbei werden die gesamten Leistungen einer Schülerin bzw. eines Schülers unter Wahrung der Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler in pädagogischer Verantwortung der Lehrkraft bewertet."

http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEUG-52

Aber natürlich darf die Gewichtung nicht willkürlich sein, was bei der Berechnung wohl der Fall sein dürfte, wenn man frei entscheiden kann, 4 mündliche Note mal eben wie nur eine zu bewerten.

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Wenn ich mir anschaue, wie das in der Praxis in Bayern gelebt wird, sollten Sie ev. überlegen, das Bundesland zu wechseln, wenn es auf dem Klagewege nichts wird.

Ich konnte jedenfalls keine verbindliche Regelung für die Gewichtung finden, so dass ein Gericht im Zweifel nur entscheiden kann, dass die konkrete Gewichtung der Schule willkürlich war. Dann müssen die neu entscheiden und können sich eine andere Rechnung überlegen, nach der das Kind ev. wieder durchfällt.

Rechnen Sie also damit, dass es lediglich eine schulinterne Regelung gibt. Aber die muss die Schulleitung natürlich erklären können.

Bedenken müssen Sie auch, dass die Noten Ihres Kindes zumindest in dem Fach tatsächlich nicht so dolle sind. Da sollte man analysieren, woran das liegt. Ev. ergibt der Umweg über ein Förderjahr in der 5. Klasse ja sogar mehr Sinn.

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Wenn man in den Foren liest, scheint es aber in Bayern durchaus üblich zu sein, die mündlichen Noten als 1 zusammenzufassen, die NICHTS wert ist.

Beispiel:

https://www.urbia.de/archiv/forum/th-4618751/muendliche-noten-grundschule-bayern.html

Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist das natürlich eine massive Ungleichbehandlung, es lebe der Föderalismus.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
In andren schulen des selben landkreises wird laut aussage der rektoren nicht so gerechnet und das ist schon mehr als unfair
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 7 Monaten.

Das stärkt ja meine Vermutung, dass es gar keine verbindliche Regelung gibt.

Insofern bitte klären, zumindest in der Schule einheitlich gerechnet wird.

Die Argumentation, bei Ausrutschern auch mal individuell drauf zu reagieren, ist bei Ihrem Kind ja leider nicht sinnvoll, da im schriftlichen Bereich die eine 2 ja eher der "Ausrutscher" nach oben gewesen sein dürfte...