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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 935
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
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Noch ehemann kifft im beisein des kindes sorgerechtsentzug

Kundenfrage

noch ehemann kifft im beisein des kindes sorgerechtsentzug möglich?

wir sind im trennungsjahr und wohnen noch in einem haus der kindesvater kifft im haus was kann ich tun

Gepostet: vor 7 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 7 Monaten.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage:

Grundsätzlich und vorab ist zu sagen, dass der Konsum von Drogen in Gegenwart des Kindes überhaupt nicht geht und das Kindeswohl hierdurch gefährdet sein könnte.

Ich möchte aber bezweifeln, ob hierauf dann eine Begründung aufgebaut werden kann, wonach die elterliche Sorge nach § 1671 BGB auf Sie übertragen werden soll, weil dies die bessere Sorgealternative darstellt und dem Kindeswohl am ehesten entspricht.
Das hat damit zu tun, dass es beim Sorgerecht in erster Linie darum geht, Verantwortung für das Kind zu zeigen und dies auch zu leben.

Auch dürfte ein Sorgerechtsentzug nach § 1666 BGB wegen dem damit verbundenen schweren Eingriff in das Elternrecht aus Art. 6 GG nicht möglich sein - zumindest nach Ihrer Darstellung nicht.

Ich möchte Ihnen aber einen Weg aufzeigen, wie Sie das Problem angehen können und sich und das Kind schützen:

1) Sie verlangen ultimativ, dass er das Kiffen ab sofort im Haus zu unterlassen hat, wenn das nicht funktioniert, können Sie ihn rausschmeissen lassen. Das funktioniert über einen Antrag auf vorläufige Wohnungszuweisung bei Gericht. Das ist relativ einfach zu erhalten: Hier kann argumentiert werden, dass das Kind durch den Drogenkonsum einer Gefahr ausgesetzt ist. Das Gericht würde dann kurzfristig entscheiden.

2) Sprechen Sie beim Jugendamt vor und bitten Sie um ein Vermittlungsgespräch im Hinblick auf den Umgang.

Machen Sie ihm klar, dass er das Kind nur zu sehen bekommt, wenn er das Kiffen sein lässt. Machen Sie ihm weiter klar, dass es ansonsten zu einer gerichtlichen Klärung kommen wird, uin er das Kind nur noch unter Aufsicht zu sehen bekommt - und auch nur dann, wenn er nicht sichtlich bekifft ist. Sie können ihm sagen, dass das Gericht dann auch Drogenfreiheit fordern kann.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 7 Monaten.

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