So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Kr...
Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4107
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Meine Mutter hat meiner Schwester am 30.07.2010 eine Schenkung

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Mutter hat meiner Schwester am 30.07.2010 eine Schenkung durchgeführt.
-Verkehrswert Grundbesitz beträgt EUR 170.000
-Valutastand der übernommenen Verbindlichkeiten beträgt EUR 80.000
-Jahreswert Wohnrecht beträgt EUR 9.000
-Jahreswert Sorgerecht beträgt EUR 18.000
Meine Muttter ist im achten Jahr am 1.Feb 2018 gestorben.
Steht mir ein Pflichtanteilergänzungsanspruch noch für 2 Jahre = EUR 8.500 zu?
Es steht noch folgender Passus in der Schenkungsurkunde:
-da sich Veräußerer Nutzungsrechte am Vertragsbesitz vorbehalten hat, beginnt die Zehnjahresfrist des §2325 Ab.3 BGB, nach deren Ablauf ein unentgeltlicher Teil der heutigen Zuwendung bei der Berechnung von Pflichtteilsergänzugsansprüchen nicht mehr zu berücksichtigen ist, nicht zu laufen;
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Danke für die Rückinfo.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Wenn dieser Passus in der Schenkungsurkunde gilt, wäre das nach meiner Einschätzung für Sie ein Vorteil. Denn demnach läuft die Zehnjahresfrist gar nicht an, sodass Sie auch nach acht Jahren noch Anspruch auf Zurechnung der gesamten Schenkung hätten. Denn in Abs. 3 heißt es:

"Die Schenkung wird innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt. Sind zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt. ... "

Aber gemäß dem Passus soll die Frist nicht zu laufen beginnen, sodass die Schenkung nie unberücksichtigt bleibt. Möglicherweise ist das ja sogar von Ihrer Mutter gewollt, um den Nachlass gerecht zu verteilen.

Auf jeden Fall aber können Sie von Ihrer Schwester 20% der Zurechnung des Wertes der Schenkung zum Nachlass verlangen. Denn zu Ihren Lasten kann der Pflichtteilsergänzungsanspruch nicht durch eine Schenkungsurkunde abgeändert werden.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Was ist denn nun rechtsgültig?Die gesamte Schenkung : bedeutet EUR 42.500 oder der Pflichtteilsanspruch nach 8 Jahren mit 20 % der genannten Summe= EUR 8.500 ?Ich habe den den Passus unter Anhang § 7 der Schenkungsurkunde angehängt
und § 9 der Schenkungsurkunde nimmt keinen Einfluss ?

Sie können von Ihrer Schwester 20% der Zurechnung des Wertes der Schenkung zum Nachlass verlangen, weil seit der Schenkung erst 8 Jahre vergangen sind. Und von diesem so berechneten Nachlass können Sie Ihren Pflichtteil fordern.

Ich kann Ihnen aber nicht sagen, wie hoch der Betrag ist, den Sie fordern können, weil ich nicht weiß, wie hoch der Nachlass abzüglich von Verbindlichkeiten ist und auch nicht, welche Erbquote Sie haben.

Wenn Sie mir diese Informationen geben, kann ich es für Sie ausrechnen.

Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie sich die 42.500 EUR und die 8.500 EUR errechnen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Nachlass: EUR 170.000
Pflichtergänzungsanteil : EUR 42.500
20 % = EUR 8.500
ich versuche die pdf.datei der Schenkungsurkunde hochzuladen , funktioniert aber leider nicht

Wenn die Zahlen stimmen, dann können Sie noch 8.500 EUR verlangen.

Aber das sollten Sie von einem Anwalt vor Ort nochmal nachprüfen lassen. Wenn Ihre Schwester nicht bereit ist, etwas an Sie zu zahlen, benötigen Sie sowieso einen Anwalt, der den Anspruch für Sie durchsetzt.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Nachlass: EUR 170.000
Pflichtergänzungsanteil = 25 % = EUR 42.500
20 % = EUR 8.500Siehe Anhang §9
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Danke für die Beratung

Ob diese Zahlen heute für die Bemessung des Nachlasses und der Schenkung noch maßgeblich sind, kann ich einfach nicht beurteilen. Diese Zahlen können sich geändert haben. Entscheidend ist der Wert im Zeitpunkt des Erbfalles. Und Verbindlichkeiten wären auch noch abzuziehen.

Ihre Schwester ist verpflichtet, über die Höhe des Nachlasses und auch der Schenkung Auskunft zu geben. Hierzu sollten Sie Ihre Schwester auffordern. Und erst, wenn die Auskunft vorliegt, können Sie Ihren Pflichtteil inklusive Pflichtteilsergänzung beziffern. Für mich ist das seriöserweise aus der Ferne leider nicht möglich. Ich bitte um Ihr Verständnis. Sie benötigen einen Anwalt vor Ort, der die Sache prüft und dann Ihren Anspruch bei der Schwester geltend macht, wenn diese nicht freiwillig zahlt.

Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4107
Erfahrung: Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
Rechtsanwalt Krüger und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.