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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Ich habe am 11.04.18 von meinem sterbenden Freund eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe am 11.04.18 von meinem sterbenden Freund eine vollumfängliche Vorsorgevollmacht erhalten. Am 12.04.18 ist er gestorben. neben der Vollmacht hat er mir noch eine Willenserklärung unterschrieben, die besagt, dass ich mir 5000 Euro für seine Beerdigung, die Wohnungsauflösung sowie weitere Kosten abheben darf. Ich bin nicht der Erbe, die gesetzlichen Erben müsssen erst noch ermittelt werden. Die Commerzbank will mir kein Geld auszahlen. Sie will eventuell direkt mit dem Bestatter abrechnen - das ist aber doch nicht der Willé des Verstorbenen. Nach Beerdigung und Auflösung der Wohnung will ich die gefundenen Unterlagen ( Testament war nicht zu finden ) dem Nachlassgericht übergeben. Ob mir die Kosten für die Wohnungsauflösung erstattet werden, ist auch noch ungeklärt. Ich wüsste auch nicht, was ich pro h berechnen darf, da ich ja kein offizieller Nachlassverwalter bin. Haben Sie einen Tipp?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Einstellung der Bank die Vorsorgevollmacht nicht anzuerkennen ist weit verbreitet, aber falsch.

Die Vorsorgevollmacht bindet auch die Bank, wie durch das LG Detmold, Urteil vom 14. 1. 2015 - 10 S 110/14 ausgeführt wurde.

Dort wurde die Bank durch das Gericht zum Schadensersatz verurteilt, weil es eine Vorsorgevollmacht nicht anerkannt und eine Auszahlung vereigert hat.

Das Gericht führt aus: "Mit einer Vorsorgevollmacht ist der Bevollmächtigte berechtigt, Verfügungen über das Bankkonto des Vollmachtgebers vorzunehmen. Ohne weitere Anhaltspunkte darf die Bank keine weiteren Verfügungsvoraussetzungen verlangen, andernfalls sie sich schadenersatzpflichtig macht."

Rechtlich gesehen haben Sie daher einen Anspruch auf Auszahlung.

Was die Kosten für die Wohnungsauflösung anbelangt, so gibt es hier keine festen Werte. Setzen Sie hier einen Betrag von 10-15 EUR pro Stunde an. Wichtig ist dabei dass Sie genau Ihre geleisteten Stunden aufschreiben. Aus den Aufzeichnungen muss hervorgehen, wann Sie was geleistet haben (Ort, Datum, Dauer, Zweck).

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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