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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7561
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich habe vor ca. 8 Monaten eine junge Katze mit Verrag

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe vor ca. 8 Monaten eine junge Katze mit Verrag gekauft. Die Katze aber ist sowas von ängstlich, unsicher und 24 Std. im Dauerstress und selbst nach 8 monatiger Eingewöhnungszeit und liebevoller Zuwendung, hat sich das nicht gebessert.
Jetzt habe ich die Züchterin darüber informiert, dass ich die Katze weiterverkaufen möchte.
Sie erinnerte mich an den Passus im Vertrag, dass sie ein Vorkaufsrecht hat, und wenn ich das nicht einhalte, dass es zu einer Vertragsstrafe, in Höhe von 1000 EUR kommt.
Der Rückkauswert beträgt höchstens 150 EUR, abhängig vom Alter und vom Gesundheitszustand der Katze.
Inhalt unter anderem: Der Käufer verpflichtet sich die Weitergabeabsicht und die Adresse des neuen Besitzers schriftlich mitzuteilen.und die genannte Katze erst nach schriftlicher Zustimmung des Verkäufers weiterzugeben.
Hat so ein Passus überhaupt eine Rechtskräftigkeit...
Ich möchte mir nicht vorschreiben lassen, an wen und für wie viel ich meine Katze abzugeben habe...

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen ****

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Prinzipiell sind sog. Züchtervorkaufsklauseln in einem Vertrag möglich.

Auch können Sie gleichwohl das Tier an eine dritte Person veräußern. Als Eigentümer haben Sie die Befugnis. Allerdings könnte durch die besagte Klausel ein Schadensersatzanspruch im Verhältnis zum Züchter entstehen.

Weiter dürfte die Klausel jedoch unwirksam sein, wenn diese nicht individuell ausgehandelt, sondern bereits seitens des Verkäufers vorgefertigt war. Denn in diesem Fall handelt es sich um AGBs, welcher einer Inhaltskontrolle nach den §§ 307 ff. BGB standhalten müssten.

Insbesondere die preisliche Einschränkung wäre vorliegend zu beanstanden. Denn wenn Sie mehr für das Tier bezahlt haben oder ein höherer Verkaufspreis angeboten würde, kann dies nicht durch den Verkäufer begrenzt werden.

Ich würde Ihnen anraten, einen Käufer zu suchen und von diesem ein Angebot einzuholen. Sodann können Sie dem Züchter mitteilen, wer und zu welchem Preis bezahlen will und ob die Züchterin zu diesem Preis das Tier erwerben würde.

Hierdurch kann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Rechtsstreit vermieden werden.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.