So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17440
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Mein Sohn (16 Jahre alt) wurde mit 1,8 g Cannabis

Diese Antwort wurde bewertet:

mein Sohn (16 Jahre alt) wurde mit 1,8 g Cannabis "erwischt". Er hatte es bei sich für den Eigenkonsum; kein Handel o.ä.
Leider wurde er zum zweiten mal erwischt, beim ersten mal waren es 0,7 g, wir waren beim Richter, er hat Sozialstunden geleistet und die Sache war vom Tisch.
Nun müssen wir vor Gericht, ich begleite ihn natürlich.

Die Schuld ist ihm klar; auch das es Konsequenzen hat ist klar.

Nun ist folgendes: Er muss im Juni seinen Schulabschluss machen und hat ab 1. August einen Ausbildungsplatz in Aussicht.
Kann man den Richter bitten, die Sozialstunden zeitlich zu strecken und ihn auch bitten, dass der Eintrag ins Führungszeugnis erst im September erfolgt; also dann, wenn der Ausbildungsvertrag unterschrieben wurde? Gibt es da Rechte?

Viele Grüße ***

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Man kann im Urteil sicher nicht regeln, dass die Sozialstunden erst ab einem bestimmten Datum abzuleisten sind.

Man kann aber ein Datum festlegen, bis wann die Stunden zu erbringen sind. Wenn man dieses Datum nach hinten rauszieht, ist es möglich, die Sozialstunden auch erst später abzuleisten.

Die Einzelheiten kann man dann mit der Staatsanwaltschaft als Vollstreckungsbehörde aushandeln.

Der Eintrag im Führungszeugnis, sofern einer erfolgt, wird mit Rechtskraft des Urteils erfolgen.

Hier kann man zeitlich nichts schieben.

Man kann allerhöchstens Zeit gewinnen, indem man das Verfahren in die Länge zieht.

So kann man zB den bevorstehenden Gerichtstermin verlegen lassen und man kann auch gegen das Urteil in Berufung gehen, sodass sich der Eintritt der Rechtskraft verschiebt.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Der Gerichtstermin ist bereits morgen früh. Was gilt zum verschieben des Termins? Eine krankschreibung?
In Berufung gehen wäre mit hohen kosten verbunden oder?
Und können Sie mir etwas raten? Das größte Problem ist das Führungszeugnis ...

Ja, mit einer Krankschreibung kann man den morgigen Termin noch verschieben.

Eine Berufung kostet Geld - aber bringt Zeit.

Es werden ja auch nicht alle Strafen des Jugendstrafrechts in den Registern aufgenommen.

Von daher kann man auch erstmal abwarten, welche Strafe überhaupt kommt und beim Gerichtstermin klären, ob man ggf. etwas so regeln kann, dass kein Eintrag erfolgt.

Wenn es doch eine Strafe gibt, die zu einem Eintrag führt, kann man immer noch über eine Berufung nachdenken.

raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.