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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6945
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

mein Ehemann hat eine Tochter aus der ersten Ehe

Diese Antwort wurde bewertet:

mein Ehemann hat eine Tochter aus der ersten Ehe, mit der er ein sehr schlechtes Verhältnis hat und die er in seinem Testament enterbt hat. Er hasst sie Wort wörtlich, weil sie nie etwas mit ihm zu tun haben wollte und sich nur dann gemeldet hatte, wenn sie das Geld von ihm gebraucht hatte. Als sie ein Kind bekommen hat und er erst 2 Jahre später zufällig erfahren hat, dass er ein Enkelkind hat , hat es ihn sehr verletzt und er hat die Tochter in seinem Testament enterbt. Sie bekommt aber einen Pflicht Anteil von 25 % da wir keine eigene Kinder haben. Er hat eine Eigentumswohnung auf mich ( seine gesetzliche Ehefrau ) vor einem Jahr überschrieben . Die Frage : bekommt sie auch ihren 25 % Erben Pflicht Anteil von dieser mir überschriebenen Wohnung in Falle seines Todes oder nicht?

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Schenkungen, wie hier die Überschreibung der Eigentumswohnung, lösen sog. Pflichtteilsergänzungsansprüchen (§ 2325 BGB) in Höhe der "normalen" Pflichtteilsansprüche aus. Dies allerdings nur, wenn der Erbfall innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung eintritt. Stirbt der Erblassers mehr als 10 Jahre später, erhält der Enterbte von der Schenklung nichts mehr.

Tritt der Todesfall vor Ablauf von 10 Jahren ein, entsteht der Anspruch zwar, gleichwohl wird vom Wert des Geschenkes für jedes vollständige Jahr eine 10 %ige Abschmelzung vorgenommen.

Stirbt der Erblasser z.B. 4 Jahre nach der Übertragung, dann würden für die Berechnung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs "nur" noch 60 % herangezogen werden.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, teilen Sie dies bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie weitere Fragen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Sehr geehrte Frau Anwältin , ich bin mit Ihrer Antwort sehr zufrieden und habe keine weiteren Fragen. Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

das freut mich zu hören.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und alles Gute.

Sind Sie doch bitte noch so freundlich und nehmen eine Bewertung vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, ich habe doch noch eine Frage zu diesem Thema. Mein Mann hat ein Sperrkonto auf mein Name eröffnet .Gilt dann hier auch der gleiche Paragraf 2325 Pflichtteilergänzungansprüche wie bei der Schenkung ? Oder das gilt nicht als Schenkung und unterliegt nicht diesen Paragraf ?

Sehr geehrter Fragesteller,

im Grunde ja. wenn es Geld des mannes ist, welches eingezahlt wurde und auf Ihren Namen steht, dann gilt die 110 jahresfrist. Man muss nur vorsichtig sein, wenn man weitere Einzahlungen tätigt, dann würden ab Zahlungseingang die 10 Jahre berechnet.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich verstehe , vielen Dank ! Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag !

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne, Ihnen auch !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass