So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24190
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bin im ergangenen jahr durch einen strafbefehl des

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin im ergangenen jahr durch einen strafbefehl des amtsgerichts zu einer geldstrafe in höhe von 30 tagessätzen je 30 euro verurteilt worden, weil ich ich im februar und märz 2017 einem damals 13 jährigen mädchen per sms mehrfach geschrieben habe, das sie stärker und kräftiger sei als ich, und sie mich ja mal im spaß verkloppen könne. das mädchen habe ich nie nie gesehen, sondern rein zu fällig über facebook kennen gelernt. ich bin 56 jahre alt, und habe mich bei dem mädchen als 17 jähriger ausgegen.
jetzt ist mir das gleiche diesen monat wieder passiert, dieses mal bei einer 17 jährigen, und es liegt bei der polizei eine anzeige gegen mich vor wegen sonstiger nötigung.
kann ich dieses mal noch einmal zu einer geldstrafe verurteilt werden, oder geht es schon auf eine bewährungsstrafe hin, und welch einen einfluß hat die tat vom letzten jahr auf die jetztige ? wie sieht ein staatsanwalt und richter solch einen fall? und wird es ein öffentliches gerichtsverfahren gegen mich geben, oder bekomme ich noch einmal einen strafbefehl zu geschickt ?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Was haben Sie der 17-jährigen denn im Einzelnen geschrieben?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
ich habe ihr geschrieben, das ich zugebe schwächer zu sein als sie, und sie mich ja mal im spaß verkloppen könne.

Ein Telefonat ist derzeit nicht möglich - ich werde Ihnen gleich schriftlich antworten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
okay, dann antworten sie mir doch bitte hier online

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Wenn Sie mitteilen, dass Sie im letzten Jahr wegen dieser Bemerkung:

"ich habe ihr geschrieben, das ich zugebe schwächer zu sein als sie, und sie mich ja mal im spaß verkloppen könne"

wegen Nötigung (§ 240 StGB) verurteilt worden sind, so ist dies für mich anwaltlich nicht nachzuvollziehen, denn dieses Verhalten erfüllt nicht den Straftatbestand der Nötigung! Es handelt sich um keine strafbare Äußerung, sondern äußerstenfalls um einen (üblen) Scherz.

Anzuraten ist Ihnen vor diesem Hintergrund, dass Sie umgehend einen Anwalt vor Ort einschalten und diesen mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen. Der Anwalt wird Akteneinsicht nehmen und sodann eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens nach § 170 Absatz 2 StPO fordern, da die Voraussetzungen einer Strafbarkeit wegen Nötigung ersichtlich nicht vorliegen.

Anwaltlich ist Ihnen anzuraten, dass Sie aus diesem Grund auch nicht zu der polizeilichen Vernehmung erscheinen werden, um sich nicht durch unbedachte Äußerungen selbst zu belasten: Als Beschuldigter können Sie jederzeit von Ihrem umfassenden Schweigerecht Gebrauch machen.

Sie müssen daher weder bei der Polizei erscheinen noch dort aussagen!

Rufen Sie daher bei der Polizei an, und teilen Sie dieser mit, dass Sie nicht aussagen werden, sondern dass Sie einen Anwalt einschalten und über diesen zu den Vorwürfen später Stellung nehmen werden.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
ich habe noch eine abschließende frage mit welch einer strafe muß ich denn rechnen, wenn der Staatsanwalt bzw. der Richter das verfahren gegen mich nicht einstellen wird. weil es ja bereits das 2. mal ist, das ich so etwas gemacht habe.

Sollte es entgegen aller Wahrscheinlichkeit zu einem Verfahren kommen, so wird es zu einer weiteren Geldstrafe kommen, die wiederum mit Strafbefehl festgesetzt werden wird. In keinem Fall werden Sie in das Gefängnis müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
wie hoch würde denn dann die Geldstrafe ausfallen,(ich verdiene 1800 Euro brutto im Monat ) und würde mir bei Nichteinstellung des Verfahrens ein Strafbefehl zu geschickt, oder gibt es beim 2. male wie bei mir jetzt eine öffentliche Gerichtsverhandlung ?

Sie würden wiederum einen Strafbefehl erhalten. Die Strafe würde sodann etwas höher aufallen wegen der erneuten Straffälligkeit. Sie müssten diesmal mit 50 bis 60 Tagessätzen rechnen.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
ist es denn nicht besser für mich, bzw. macht es beim Staatsanwalt keinen besseren Eindruck, wenn ich die Sache so zu gebe, wie es passiert ist. die SMS Nachrichten die ich geschrieben habe, liegen ja auch bei der Polizei.

Davon rate ich ab: Wenn Sie NUR den von Ihnen oben wiedergegebenen Text

das sie stärker und kräftiger sei als ich, und sie mich ja mal im spaß verkloppen könne

geschrieben haben sollten, dann stellt dies keine stafbare Nötigung dar. Haben Sie denn noch Weiteres geschrieben?

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
ich habe sie mal gefragt, ob sie von den Mädchen aus ihrer klasse die stärkste ist, und ob sie auch gegen jungs aus ihrer klasse ankommt, und sie auch schon mal einen jungen verkloppt hat aus ihrer klasse.

Wenn Sie ansonsten nichts geschrieben haben, so ist für mich nach wie vor nicht nachvollziehbar, weshalb gegen Sie wegen Nötigung ermittelt wird!

Ich erneuere daher meinen Ratschlag, einen Anwalt zu beauftragen, um eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
okay, das werde ich dann machen. vielen Dank für Ihre Beratung und Ihnen Alles Gute.

Gern geschehen - auch Ihnen wünsche ich Alles Gute!