So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RAin Pesla.
RAin Pesla
RAin Pesla, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 448
Erfahrung:  Zivilrecht / Vertragsrecht / Urheberrecht / Schmerzensgeld /Arbeitsrecht ALG 2 Grundsicherung / Tierrecht / Strafrecht
77079807
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RAin Pesla ist jetzt online.

Mein Name ist ***(Ukraine). Ich möchte das deutsche

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Name ist ***(Ukraine). Ich möchte das deutsche Nationalvisum mit Arbeitserlaubnis bekommen, um als selbstständiger Einzelunternehmer in Deutschland tätig sein und als Übersetzer Deutsch-Russisch arbeiten. Dafür muss ich einen Geschäftsplan erstellen und brauche alle anfallenden Kosten zu wissen.
Wenn ich alles richtig verstehe, gehört die übersetzerische Tätigkeit zu den freien Berufen und man muss dafür keine Lizenzen oder Erlaubnisse bekommen. Ist es so? Wenn ja, nach welchem Gesetz (Satz, ggf. Absatz usw.) wird das reguliert und wie kann ich nachweisen, dass ich wirklich keine Lizenzen brauche?
Muss ich als Einzelunternehmer im Handelsregister registriert werden? Wenn ja, was sind die Kosten dafür? Was sind insgesamt alle Kosten für die Registrierung eines neuen Einzelunternehmens? Gibt es Notarkosten für die Registrierung, wenn ja, dann wie hoch sind sie?
Welche Steuern (Umsatzsteuer, Sozialversicherung usw.) muss ich zahlen für das jährliche Einkommen von ungefähr 25 000 Euro? Bitte alle anfallende Steuern mit Steuersätzen angeben.
Welche Versicherungskosten (Krankenversicherung usw.) soll ich als Nichtansässiger bezahlen? Wo bekomme ich alle nötigen Versicherungen und wie hoch sind sie?
Ich muss mir alle Kosten, die mit Einzelunternehmensgründung verbunden sind und die während des ersten Jahres anfallen, genau vorstellen, deshalb erwarte ich, dass Sie mir ggf. auf andere Kosten hinweisen, die in den obengenannten Fragen nicht erwähnt sind.
Da ich als Freelance-Übersetzer von zuhause arbeite, brauche ich keinen anderen Arbeitsplatz, als meine Wohnung, deshalb Mietkosten können Sie ruhig außer Acht lassen.

Vielen Dank ***** ***** ***

Sehr geehrte Fragestellerin, Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage. Bitte haben Sie einen Moment Geduld.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anwalt – Anfrage auf justanswer.

Ich bin Frau Rechtsanwältin Pesla aus 98739 Lichte in Thüringenbei Neuhaus am Rennweg und berate Sie gerne.

Sie haben ganz Recht: Übersetzer gehören zu den sog. "freien Berufen".

Das ist geregelt in § 18 Einkommenssteuergesetz.

Da können Sie es nachweisen:

Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 18

(1) Einkünfte aus selbständiger Arbeit sind

1.

Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit. 2Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit, die selbständige Berufstätigkeit der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Vermessungsingenieure, Ingenieure, Architekten, Handelschemiker, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, beratenden Volks- und Betriebswirte, vereidigten Buchprüfer, Steuerbevollmächtigten, Heilpraktiker, Dentisten, Krankengymnasten, Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer, Lotsen und ähnlicher Berufe. 3Ein Angehöriger eines freien Berufs im Sinne der Sätze 1 und 2 ist auch dann freiberuflich tätig, wenn er sich der Mithilfe fachlich vorgebildeter Arbeitskräfte bedient; Voraussetzung ist, dass er auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig wird. 4Eine Vertretung im Fall vorübergehender Verhinderung steht der Annahme einer leitenden und eigenverantwortlichen Tätigkeit nicht entgegen;

Dass heisst auch, es fällt keine Gewerbesteuer an.

Der Beruf ist nicht reglementiert. Übersetzer ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung.

Daher ist das nicht reglementiert. Sie brauchen keine Nachweise, keine Prüfung.

Da Sie kein Handelsgeschäft betreiben sondern einem freien Beruf nachgehen,

tragen Sie sich auch nicht in das Handelsregister ein.

Das wäre nur nötig, wenn Sie z.B. eine GmbH gründen.

Sie brauchen als einzelner freiberuflicher Übersetzer keinen Notar für die Aufnahme Ihrer Tätigkeit.

Bei den geringen Einkünften können Sie beim Finanzamt beantragenb, von der Umsatzsteuerpflicht befreit zu werden.

Dann fällt der Aufwand für die Umsazsteuer weg.

Das sollten Sie aber nur machen, wenn Sie nicht hohe Ausgaben haben, bei denen Sie diese art der Steuer zurückerhalten würden.

Mehrwertsteuer beträgt hier 19% (Stand 12.04.18).

Genauer rechnen können Sie hier: http://www.selbstaendigen-rechner.de/

Bei Krankenversicherung sollten Sie sich hier erkundigen: https://www.bundesversicherungsamt.de/service/beschwerde-ueber-einen-sozialversicherungstraeger/gesetzliche-krankenversicherung.html

Tarif kann keiner exakt vorhersagen:

Kommt auf die Dauer der Tätigkeit an

und die Kasse

und ob gesetzlich oder privat versichert.

Weitere Kosten wären natürlich für Rente, Werbung, Büromaterial, Übersetzungshilfen (Programme, Rechner, Bücher) etc...

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Bitte geben Sie noch kurz eine Bewertung ab durch dasAnklicken der Sterne.

Nachfragen bleiben danach selbstverständlich weiterhinmöglich.

Durch die Bewertung können Sie auch später wieder jederzeitin die Frage einsteigen/zurückkommen.

Wenn Sie mit meiner Antwort besonders zufrieden waren,können sie auch eine Bonuszahlung veranlassen.

Hinweis: Für nicht bewertete Antworten wird keineanwaltliche aftung übernommen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

RAin Pesla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort.
Welches Amt muss mich als Arbeitstätiger registrieren? Ist es kostenlos?
Soll ich auch als Steuerpflichtige bei dem Finanzamt registriert werden? Ist es kostenlos?
Mein Einkommen für das vorherige Jahr war 24000 Euro und bleibt vermutlich auch in 2018 unverändert, ist es ein geringes Einkommen? Kann ich mit dem Einkommen von der Umsatzsteuerpflicht befreit werden?
Was meinen Sie bei den hohen Ausgaben, be denen ich von der Umsatzsteuerpflicht nicht befreit werden kann?
Wie hoch ist die Einkommensteuer in meinem Fall?
Brauche ich die betriebliche Haftpflichversicherung, betriebliche Rechtsschutzversicherung, KFZ Versicherung, Betriebskostenversicherung?
Wie hoch ist die Berufunfähigkeitsversicherung in meinem Fall (mindestens eine ungefähre Einschätzung)?
Soll ich eine Rentenversicherung zahlen?
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Noch eine Frage: soll ich die Mehrwertssteuer zahlen? Ich arbeite mit deutschen Übersetzungsagenturen, die als GmbH tätig sind, also sind sie meine Autragsbeger und Einzahlende.

Danke,

Sie müssen sich nicht registieren.

Sie müssen nur dem Finanzamt anzeigen, dass Sie in Deutschland als Übersetzter tätig sein werden.

Das kostet nichts.

Bei dieser Anmeldung können Sie Kleinunternehmerregelung wählen.

Ja, der Umsatz erlaubt es.

Sie verlangen selber bei Ihrer Rechnung keine Mehrwertsteuer.

Sie können danach aber auch selbst keine geltend machen bei den Ausgaben.

Beispiel Sie nehmen nur 500.- Mehrwertsuer aus Rechnung an Ihrer Kunden ein,

geben jedoch wegen Betriebsausgaben (Büro) 1000.- Mehrwertseuer aus,

dann hätten Sie 500.- weg.

Wenn Sie keine Befreiung nach Kleinunternehmerregelung beantragen, Sie würden bekommen Differenz, also 500.-

Haftpflicht etc. brauchen Sie nicht.

KFZ-Versicherung immer! Fahre ohne Versicherung ist strafbar!

Bei 25000.- GEWINN Einkommensteuer in 2018 beträgt 3852.-

Hier ist eine Tabelle: https://einkommensteuertabellen.finanz-tools.de/downloads/grundtabelle-2018.pdf

Nur ohne Ehegattensplitting.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es sehr auf alle Erkrankungen an, ob man Sie überhaupt nimmt.

Hierzu schreibe ich noch...

Wenn Ihre Kunden Mehrwertsuerpflichtig sind, würde ich nicht gegen die Mehewertseuer optieren. Dass heisst, dann nehmen Sie die Kleinunternehmerregelung nicht, außer Sie wollen sich Ihren Aufwand sparen wegen der Steuer.

Zur BU-Versicherung der Berufsunfähigkeitsversicherung kenne ich einen sehr guten Versicherungsmakler: Makler Borowski Tel: NULL163600030NULL

Er rät zu Recht: Besorgen Sie sich vorher von Ihrer Krankenversicherung 10 Jahre zurückliegend den kompletten Verlauf, damit Sie bloß nichts vergessen anzugeben und überlegen Sie sich immer vor der Beantragung einer Aufnahme in eine Versicherung (egal welche, ob Gebäudeversicherung etc. etc.) ob Sie dort genommen werden, denn läge erst einmal eine Absage vor wird es schwierig dass Sie überhaupt noch jemand nimmt.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Bitte sagen Sie mir, bis welchen Jahreseinkommen ist die Befreiung von der Umsatzsteuer möglich? Nach welchem Gesetz (Satz, Absatz usw.) wird es reguliert?
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Meine Betriebskosten sind sehr nidrig. Ich brauche nichts mehr als den Rechner (den ich schon habe) und einige Hilfsanwendungen für die Übersetzungstätigkeit, die schon mit einer Lifetime-Lizenz gedeckt werden. Ich habe keine Bürausgaben, weil ich zu Hause arbeite. Deshalb habe ich nur Ausgaben für Lebenskosten (Wohnungsmiete, Krankenversicherung, Ernährungskosten). Ich meine, ich brauche bei den Betriebskosten keine Mehrwertsteuer geltend zu machen. Soll ich dann keine Mehrwertsteuer in den Ausgaben im Geschäftsplan anrechnen?

Sie können das mit der Mehrewertsteuer frei überlegen. Wenn Sie Geschäftskunden haben (GmbHs) ist diesen die Mehrwertsteuer egal, das ist eine Art durchlaufender Posten. Diese Unternehmen machen die Mehrwertseuer eben mit bei den Ausgaben geltend. Etwas anderes ist es bei Privatpersonen. Dort müssen Sie immer den Endpreis inkl. MwSt angeben, und die Privatkunden vergleichen die Endpreise und bedenken dabei nicht, dass Sie für Ihre Tätigkeit eingentlich 19% weniger faktisch erhalten. Zugleich können Endverbraucher die Mehrwertsteuer natürlich in steuerrechtlicher Hinsicht nicht in der Art wie Unernehmer geltend machen. Wenn Sie selbvbst keine hohen Ausgaben haben, und den Aufwand mit der Mehrwertsteuer nicht möchten, beantragen Sie die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht. Ich schreibe Ihnen gleich noch die Rechtsgrundlage. Klar ist halt, dass dann auch alle Ihre Kunden über den geringen Gewinn bescheid wissen, da Sie die Mehrwertsteuer nicht in Ihrer Rechnung ausweisen.

Einen Moment bitte. Ich sehe nochmal genau nach der jetztigen Grenze der Einnahmen.

Oha, ich hatte die Grenze von 50.000 Euro verinnerlicht; das gilt aber nur für das zweite Wirtschaftjahr. Nach § 19 UStG gilt im ersten Wirtschaftsjahr aber eine geringere Grenze, und zwar: Der Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer darf im esten Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen. Diese Grenze gilt auch bei Existenzgründung. Dabei ist dem Finanzamt eine Prognose zu erstellen. Dass heisst bei erwarteten 25.000 Umsatz ist die Wahl dann leider nicht mehr möglich, wenn Ihre Schätzung so stimmt. Nur darunter (siehe oben) ist es möglich. Ansonsten müssen Sie doch die Mehrwertsteuer angeben.

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Also dann noch einmal, damit ich es verstehe.
Bei die Anmeldung des Unternehmens bei der Finanzamt entstehen für mich keine Kosten, Notarkosten für die Registrierung fallen für mich auch nicht an.
Krankenversicherung ist die einzige Art der Versicherung, die ich unbedungt brauche (KFZ-Versicherung fällt für mich nicht an, weil ich kein Auto fahre). Ich beantrage mich für das 12-monatliche Visum und brauche eine 12-monatliche Krankenversicherung für Ausländer. Aus dem Krankenversicherungsangebot muss es verständlich sein, dass es die Tätigkeit als Einzelinternehmer bedeckt. Haben Sie Ratschläge, welche Art der Krankenversicherung (staatlich, privat) mir passen könnte und wo ich mir bekomme?
Ich soll die Einkommensteuer und MWSt zahlen. Andere Steuer fallen bei mir nicht an, richtig?
Mit dem Einkommen von 25000 Euro kann ich mich für die Befreiung von der Umsatzsteuer nicht beantragen.
Im deutschen Recht ist die Umsatzsteuer und die Mehrwertssteuer eine und dieselbe Steuer, richtig?
Damit es klar ist, beschreibe ich, wie ich mit den Auftraggeber vorgehe. Ich erstelle keine Rechnungen, die Bezahlung für die Übersetzungen erfolgt nach den Kreditnoten, die von den GmbH selbst erstellt werden und die keine MWSt beinhalten. Wenn es nötig ist, sehen Sie sich ein Beispiel einer solchen Kreditnote an (angeknüpft). Heißt es, dass sobald ich nach Deutschland umziehe, soll ich den Auftraggebern selber die Rechnungen erstellen und darin die MWSt zu dem Dienstleistungspreis zuzählen (d.h. soll ich den aktuellen Dienstleistungspreis um 19% erhöhen, damit nach der Bezahlung der MWSt mein Einkommen auf dem heutigen Niveau bleibt)? Und dann soll ich die MWSt bei der Finanzamt zusammen mit der Einkommensteuer bezahlen, richtig?

Sie brauchen noch Rentenversicherung. Versuchen Sie es bei der Künstlersozialversicherung.

Steuer könnte noch Kirchensteuer sein. Sie können sich befreien lassen bei der Kirche.

Freiwillig können Sie Arbeitslosenversicherung zahlen.

Mehrwertsteuer und UmsatzSt. ist das Gleiche.

Sie arbeiten freiberuflich. Sie erstellen Rechnung mit Mehrwertsteuer.

Auftraggeber zahlt dann alles komplett.

Bitte nicht einfach wegtun. Sie haften sonst selbst.

Nur einige Ausnahmen sind möglich z.B. Schadensersatz.

Normale Arbeit wird mit Mehrwertsteuer ausgestellt.

Der Auftraggeber bestimmt eigentlich nicht den Preis. Das tun Sie.

Natürlich darf das übereinstimmen, aber mit Mehrwertsteuer.