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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24190
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo - der Kassenwart des Vereins hat Geld veruntreut und

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo - der Kassenwart des Vereins hat Geld veruntreut und dies auch zugegeben. ich bin erster vorsitzender und werde die veruntreuung auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung den Mitgliedern darlegen und darüber berichten. Wie muss ich als Vorstand handeln, um die gemeinnützigkeit nicht zu gefährden? Muss der Kassenwart aus dem Verein zwnagsweise augeschlossen werden? MÜssen wir ihn anzeigen? Müssen wir dem Finanzamt davon bericht erstattten? Wie können wir den Verlust der Gemeinnützigkeit abwenden? VG und danke ***** ***** Hilfe, Olaf Terhorst
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Vereinsrecht, Veruntreuung
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Kurzer Nachtrag: es handelt sich um keine Bagatelle, sondern um 2.270 €, die der Kassenwart mit der EC-Karte abgehoben und in die eigenen Tasche gesteckt hat. Wir haben über die komplette Summe ein Schuldeingeständnis schriftlich vorliegen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es droht Ihrem Verein kein Entzug der Gemeinnützigkeit, denn es liegt kein Fall vor, der den Entzug der Gemeinnütztigkeit tragen und rechtfertigen würde!

Die Gemeinnützigkeit kann nur entzogen werden, sofern dem Verein oder für ihn handelnde Funktionsträger schwerste Pflichtverletzungen zur Last fallen. Eine sehr instruktive Übersicht erhalten Sie hier:

https://www.winheller.com/gemeinnuetzigkeitsrecht/aberkennung-gemeinnuetzigkeit.html

Hierbei muss es sich aber immer um Pflichtverletzungen handeln, die die Erledigung der Vereinsgeschäfte selbst betreffen!

Gerade daran fehlt es hier aber, denn dass ein Vereinsmitglied straffällig wird und Vereinsgelder veruntreut, steht völlig außerhalb jeglichen Zusammenhangs mit der Führung und Erledigung der Vereinsgeschäfte.

Ihre Gemeinnützigkeit ist daher nicht in Gefahr.

Anwaltlich anzuraten ist in jedem Fall, den Kassenwart aus dem Verein dauerhaft auszuschließen. Sodann sollte er verpflichtet werden, die veruntreuten Gelder unverzüglich an den Verein zurückzuzahlen.

Sollte er dieser Aufforderung nicht Folge leisten, so sollten Sie Strafanzeige erstatten.

Eine Meldung an das Finanzamt muss im Übrigen nicht erfolgen.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Hallo Herr Hüttemann ...Vielen lieben Dank ..winheller schreibt auf der Seite
"Zu den typischen Fehlern zählen z.B.
...
- und steuerstrafrechtlich relevantes Handeln der Verantwortlichen"dies hat der Kassenwart (Teil des Vorstandes) doch getan!
daher kam meine befürchtung ... danke ***** ***** dazu nochmal kurz stellung nehmen können.oder kommen wir um die schwerste pflichtverletzung herum, wenn er vorstand (wie getan) alles darum gibt das geld zurückzubekommen und den kassenwart ausschliesst ...Gruß aus Hamburg,
Olaf Terhorst
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
freue mich auf Ihre schriftliche Stellungnahme - wenn Anruf nicht geht

Nein, es liegt hier überhaupt keine Steuerstraftat - etwa Steuerhinterziehung - vor, sondern es handelt sich um eine nach dem allgemeinen Strafrecht strafbare Untreue gemäß § 266 StGB!

Es gilt daher das oben Ausgeführte!

Klicken Sie dann bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Danke! Verstehe ... verstehe ... Danke!! falls ich vor der Versammlung nochmal fragen habe, komme ich hier nochmal auf sie zu ;-)
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Mit besten Grüßen aus Hamburg,
Olaf Terhorst

Machen Sie das gerne!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
ah: frage hab ich noch - wenn wir ihn NICHT ausschliessenm darf er dann zB als Übungsleiter weiter tätig sein, um die Schulden darüber zurückzuzahlen? .. oder ist der dauerhafte Ausschluss der sicherere Weg? oder ist das "unsere Sache"Danke ***** *****
Olaf Terhorst

Das ist letztlich ausschließlich Ihre Sache: Es wäre daher sicher auch ein gangbarer Weg, ihn weiterhin als Übungsleiter zu beschäftigen, damit der seine Verbindlichkeiten gegenüber dem Verein tilgen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
top - danke!

Gern!

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Hallo Herr Huettemann,anknüpfend an das obige: müssen wir unseren (nun ehemaligen) Schatzmeister eigentlich aktiv anzeigen?
Was ist ihr anwaltlicher Rat dazu?Danke ***** ***** aus Hamburg,
Olaf

Nein, es besteht keine Anzeigepflicht Ihrerseits!

Sie können daher auch auf eine Strafanzeige verzichten, insbesondere dann, wenn Sie ihn - wie Sie ja angegeben haben - weiterhin beschäftigen wollen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Danke! ... wann MÜSSTEN wir ihn denn aus Ihrer Sicht anzeigen?
Kann uns das Finanzamt (wenn es denn die Veruntreuung wahrnimmt) dazu zwingen?
Steht uns eine Anzeige vollkommen frei? Oder hat es eine positive Wirkung?LG aus Hamburg
Olaf Terhorst

Es sind keine Umstände denkbar, unter denen Sie zur Anzeige verpflichtet sind - dieses steht Ihnen gänzlich frei. Auch das FA kann Sie hierzu nicht zwingen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
dankeschön .. und Ihnen einen schönen Abend :-)LG
Olaf Terhorst

Danke, ***** *****!