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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6991
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Mein Mann und ich haben einen Kaufvertag für ein Haus beim

Diese Antwort wurde bewertet:

mein Mann und ich haben einen Kaufvertag für ein Haus beim Notar unterschrieben.
Es standen dort drei Grundschuldbriefe in Höhe von 80.000 €, die der Verkäufer hätte löschen sollen. Dabei stellte die Bank des Verkäufers fest, dass sie die Grundschuldbriefe verloren hat.
Damit der Verkäufer den Kaufpreis von uns sofort erhält und wir mit der Renovierung sofort beginnen können sowie unsere Bank ihre Grundschuld eintragen kann, wurde auf Folgendes geeinigt:
Die Bank des Verkäufers hat ein Aufgebotsverfahren bereits eröffnet und hat ein Schreiben an uns verschickt: "Sollten wider Erwarten von Dritten aus diesen Grundschulden Ansprüche geltend gemacht werden, stellen wir Sie von der Haftung hieraus frei".
Dieses Schreiben wird beim Notar zum Kaufvertragnachtrag mitbeilegt.
In diesem notariellen Kaufvertragnachtrag steht nun, dass der Käufer 5.000 € vom Kaufpreis zunächst behält, den Rest dem Verkäufer überweist und nach dem Abschluss des Aufgebotsverfahren die weiteren 5.000 € an den Verkäufer überweist.
Es macht uns Sorgen, dass 5.000 € im Vergleich zu 80.000 € sehr wenig ist, auch wenn wir von der Haftung im Schreiben freigestellt wurden.
Was könnte uns passieren, wenn doch jemand die Grundschuld geltend machen möchte?
Sollten wir eine weitere Passage in den Kaufvertragnachtrag mitaufnehmen?
Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Sofern eine wirksame Freistellung seitens der Bank für alle Grundpfandrechte besteht, ist ein Großteil der Gefahr "entschärft".

Denn dies macht eine Bank eigentlich nur, wenn sie weiß, dass hier kein anderer Gläubiger auf diesem Wege Ansprüche geltend machen kann (ansonsten hätte die Bank ein hohes Risiko).

Es sind nicht nur die € 5.000 zu betrachten, sondern die Freistellung ist ebenfalls zu berücksichtigen.

Wenn Sie aber bzgl. der € 5.000 Zurückbehaltung Sorge haben, können Sie verhandeln, ob nicht ein höherer Betrag vereinbart werden soll oder ob beispielsweise die Bank eine Bürgschaft hinterlegt (für den Fall dass etwas schief geht).

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Leider bleibt der Verkäufer bei diesen 5.000€ und möchte nicht höher gehen.
Können wir in dem Kaufvertragnachtrag auf die folgende Passage bestehen?
"Sollten wider Erwarten Ansprüche auf die Grundschulden gestellt und der Gläubiger ihre Haftungsverpflichtungen aus etwaigen Gründen nicht nachkommen (können), trägt der Verkäufer die alleinige Haftung."Würde dies uns dann noch besser absichern?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, dies würde zusätzlich zur Erklärung der Bank noch weitere Sicherheit gewähren.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Was genau meinen Sie mit dem folgenden Satz: "Es sind nicht nur die € 5.000 zu betrachten, sondern die Freistellung ist ebenfalls zu berücksichtigen."?Vielen Dank.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Freistellung stellt ja neben dem Zurückbehalt von € 5.000 einen zusätzlichen "Absicherungswert" dar.Konnte ich Ihre Fragen beantworten?Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Dr. Holger Traub und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.