So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25787
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin Mieter eines Hauses. Mein Vermieter hat

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich bin Mieter eines Hauses. Mein Vermieter hat nun, ohne mein Wissen, das Haus zum Verkauf ins Internet gestellt. Ich bekam per Whatsapp die Information, dass ich mich nicht wundern soll, aber das Haus würde nun im Internet zum Verkauf stehen. Er wolle nur mal die Reaktion sehen und dann die Anzeige wieder rausnehmen. Jetzt schrieb er mir, er habe Geldprobleme und wolle doch unbedingt verkaufen. Morgen will er hier in dem kleinen (80 qm) Haus mit 10 Interessenten eine Besichtigung durchführen. Ist das rechtens?? Muss ich mir das gefallen lassen?
Vielen Dank ***** *****
MfG
Elke Schweiger
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Darf er das Haus eigentlich einfach so verkaufen meinte ich damit, ob ich mir das gefallen lassen muss.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das müssen Sie nicht hinnehmen!

Ein allgemeines Besichtigungs- und Betretensrecht kommt einem Vermieter ohnehin nicht zu.

Ein Vermieter kann nur dann ein Besichtigungsrecht in Anspruch nehmen, wenn er die Wohnung weitervermieten und diese Interessenten zeigen will.

In diesem Fall hat der Vermieter seine Besichtigungsabsicht dem Mieter allerdings rechtzeitig - mindestens eine Woche vorher - schriftlich anzukündigen.

Bei der Terminierung hat er zudem auf die beruflichen und privaten Belange und Interessen des Mieters Rücksicht zu nehmen und mit diesem daher die genauen Termine zu besprechen, bzw. dem Mieter mehrere Alternativetremine schriftlich in seinem Besichtigungsankündigungsschreiben anzubieten.

Da der Vermieter in Ihrem Fall sämtliche nach der Rechtsprechung einzuhaltenden Formalien missachtet hat, sind Sie rechtlich nicht verpflichtet, die Besichtigungen zu dulden.

Weisen Sie den Vermieter daher auf die hier dargestellte und klare Rechtslage hin, und verlangen Sie von diesem, dass er Ihnen die Termine ordnungsgemäß ankündigt und auf Ihre Interessen bei der Terminierung Rücksicht nimmt.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Das Haus kann er im Übrigen jederzeit verkaufen, denn dieses steht in seinem Eigentum.

Rechtlich ändert sich für Sie aber dadurch nichts, denn es gilt der Grundsatz, dass Kauf nicht Miete bricht: Das bedeutet, dass der Erwerber kraft Gesetzes in den mit Ihnen bestehenden Mietvertrag eintritt - § 566 BGB!

Klicken Sie dann bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Sehr geehrter Herr Huettemann,
der Vermieter hat mir diesen einen Termin angekündigt. Daraufhin habe ich zunächst zugesagt. Aber ich konnte nicht ahnen, dass er mit 10 Interessenten hier ankommen möchte. Ich hatte zunächst abgelehnt, weil ich völlig überrumpelt war, dass das Haus überhaupt verkauft werden soll. Im letzten Jahr hat er mir noch gesagt, dass er auf keinen Fall verkaufen möchte, da hatte ich kaufinteresse bekundet. Meine Frage ist, ob er mit mindestens 10 Interessenten hier ankommen darf und ob er das Haus einfach so verkaufen darf, kein Eigenbedarf ! Er bedrängt mich auch ständig nun selbst ein Kaufangebot abzugeben, aber dafür müsste ich erst einmal einen Gutachter beauftragen, da in das Haus Feuchtigkeit eindringt und das Dach mit OSB Platten gemacht wurde etc. Die Crux an der Sache ist, dass das vordere Grundstück ca. 1000 qm (Wald, Wochenendgebiet) nicht mitvermietet ist, von da aus aber Zugang zu meinem Grundstück und Haus gegeben ist und jeder mir ins Wohnzimmer reinschauen kann. Er sagte mir, ich könne nicht ablehnen, da er jederzeit das Recht hat, das vordere Grundstück zu betreten. Ich bitte da nochmals um eine detaillierte Antwort. Vielen Dank. MfG Elke Schweiger

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Hinsichtlich eines möglichen Erwerbs durch einen Dritten hatte ich Ihnen bereits geantwortet:

"Das Haus kann er im Übrigen jederzeit verkaufen, denn dieses steht in seinem Eigentum.

Rechtlich ändert sich für Sie aber dadurch nichts, denn es gilt der Grundsatz, dass Kauf nicht Miete bricht: Das bedeutet, dass der Erwerber kraft Gesetzes in den mit Ihnen bestehenden Mietvertrag eintritt - § 566 BGB!"

Eine Besichtigung von 10 Interessenten müssen Sie ebenfalls nicht dulden: Die Rechtsprechung hat in zahlreichen Urteilen herausgearbeitet, dass ein Mieter Besichtigungen maximal ein bis zweimal pro Woche für 2-3 Stunden dulden muss, wobei die Anzahl der Interessenten überschaubar zu halten ist (LG Kiel, WM 1993, 52; LG Frankfurt a. M., NZM 2002, 696). Man wird daher von maximal fünf Interessenten auszugehen haben.

Wenn das vordere Grundstück nicht mitvermietet ist, so kann er dieses auch betreten. Allerdings darf er nicht auf Ihr Grundstück oder gar in das Haus ohne Ihre Zustimmung eindringen, denn sonst macht er sich nach § 123 StGB wegen Hausfriedensbruchs strafbar.

Klicken Sie dann bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.