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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4539
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo, mein Name ist Gabi Liebegall. Ich habe die

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Name ist Gabi Liebegall. Ich habe die Vorsorgevollmacht für meiner alte Tante. Ihr Mann ist vor drei Jahren verstorben. Beide hatten zusammen drei Kinder, die nicht älter als fünf Jahre wurden. Sie waren alle drei Schwerstbehinderte. Aus welchem Grund erfuhr die Familie erst nach der Wende: mein Onkel war Jahre nachweislich im Uranbergbau (Wismut) tätig und völlig verstrahlt. Wäre es möglich, für meine Tante eine Entschädigung zu bekommen? Auch wenn es schon lange her ist?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Grundsätzlich könnte von einer Berufskrankheit ausgegangen werden, sodass die gesetzliche Unfallversicherung möglicherweise eine Hinterbliebenenrente zu zahlen hätte. Hierzu müsste aber nachgewiesen werden können, dass Ihr Onkel aufgrund einer Berufskrankheit beim Uranabbau verstorben ist. Dieser Nachweis ist möglicherweise schwer zu führen, da der Onkel bereits verstorben ist, sodass er nicht mehr medinzinisch untersucht werden kann.

Sie könnten einfach mal für Ihre Tante einen Antrag auf Hinterbliebenenrente stellen. Kosten entstehen durch den Antrag nicht. Zuständig ist meiner Einschätzung nach die Berufsgenossenschaft für Rohstoffe und Chemische Industrie. Die Kontaktdaten können Sie unter folgendem Link finden:

https://www.bgrci.de/

Sollte diese Genossenschaft nicht zuständig sein, können Sie dort erfragen, welche der zuständige Unfallversicherungsträger für Berufskrankheiten im Zusammenhang mit dem Uranbergbau in Wismut ist.

Meiner Ansicht nach müsste eine Hinterbliebenenrente auch nach so langer Zeit noch zu zahlen sein. Aber wie gesagt, die Schwiergkeit könnte darin bestehen nachzuweisen, dass Ihr Onkel aufgrund einer Berufskrankheit verstorben ist. Denn nur dann käme eine Leistung von der Berufsgenossenschaft für Ihre Tante in Betracht.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

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