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Ralf Hauser
Ralf Hauser,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 249
Erfahrung:  Inhaber at Hauser Rechtsanwaelte
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Ralf Hauser ist jetzt online.

Ich wohne in einem Campingplatz, habe meinen ersten Wohnsitz

Kundenfrage

Ich wohne in einem Campingplatz, habe meinen ersten Wohnsitz hier, aber das ist jetzt nicht der Punkt. Das Haus, wo ich wohne, habe selbst mit einigen Nachbarn und Handwerker gebaut.
Mein Vertrag wurde per 31.12.2018 gekündigt obwohl keine tiefgründlichen Anlässe gab.
Seit geräumiger Zeit wird von der Verwaltung des Campingplatzes gegen mich einen Nervenkrieg geführt.
Einige Beispiele:
• Ich werde vom Personal und Inhaber des Campingplatzes nicht mehr begrüßt: ich werde einfach ignoriert
• Mein Parkplatz wurde getauscht, ohne jegliche Vorwarnung
• Während eines Wochenende wurde meine Telefonleitung und Internet gekappt: angeblich musste die Verwaltung unaufschiebbare Arbeiten
• Im Mai vergangenes Jahres habe ich eine horrende Stromrechnung erhalten. Ich habe Fehler vermutet und bei der Verwaltung reklamiert. Als Antwort wurde meine Elektrokabel zugedreht mit Stahlkabel. Erst nach kompletter Zahlung der Rechnung wurde mir wieder Strom gegeben.
• Wir zahlen hier eine Jahresmiete. Die Rechnung muss bis 31.03. jedes einen Jahr bezahlt werden. Diesmal waren die Nebenkosten so unverschämt hoch, dass die Hälfte der hiesigen Leute rebelliert haben (Ein Beispiel: es wurden 45.000 Euro in Rechnung gestellt für den Bau einer Kinderstätte, die fast ausschließlich von den eigenen Kindern der Verwaltung benutzt wird)
• Über Oster habe ich meine Familie in Italien besucht. Vorgestern, als ich zurückkam, fand ich auf dem Terrassentisch einen Brief, „Per Bote“ zugestellt. In diesem Brief wurde noch eine Kündigung angegeben, diesmal fristlos: ich soll mein Haus per 30.01.2018 verlassen.
• Dann kam eine E-Mail mit der Ankündigung des Briefes
• Keine halbe Stunde später (es war 20:15 Uhr) kam noch einen mir unbekannte Mann mit noch einem Brief. Der Mann hat sich als „Bote“ ausgegeben. Als ich mich verweigert habe, den Brief zu annehmen, hat er den Brief wieder auf den Tisch gelegt und ist verschwunden.

Ich war so aufgeregt, dass ich von der Treppe gestürzt bin und mich eine offene Verletzung am Kopf, welche im Krankenhaus desinfiziert wurde.

Nun meine Frage an Sie: ist all dieses Geschehen Stoff genug für eine Strafanzeige wegen Mobbing und/oder Psychoterror?
Nur nebenbei bemerkt: hier wohnen anderen Witwen wie ich und allen wird das Leben zu Hölle gemacht.
Ich habe bereits einen Anwalt eingeschaltet, aber er behauptet, dass diese Fakten unnützes sind für die Hauptklage wegen Kündigung und Nebenkosten.
Vielen Dank ***** *****

Gepostet: vor 6 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Ralf Hauser hat geantwortet vor 6 Monaten.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank, ***** ***** sich an justanswer gewandt haben.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie sich gegen die Kündigung wehren. Das Nichtgrüßen ist zwar sehr unhöflich, stellt aber kein mobben dar. Sofern Ihnen der Strom und die Interleitung gesperrt wurden, grenzt dies mit dem Tausch des Parplatzes an mobbing, wenn es hierfür keine sachlichen Gründe gibt und die Ihnen genannten Gründe nur vorgeschobene Gründe sind. Es ist sicherlich unschädlich, wenn Sie in einem etwaigen Räumungsrechtstreit die Mißständnisse aufzeigen, damit das Gericht einen Eindruck davon bekommt, wie mit ihnen auf dem Campingplatz umgegangen wird. Sofern Sie der Ansicht sind, dass die Nebenkosten nicht zutreffend berechnet sind, sollten Sie diese nur unter Vorbehalt zahlen.

Von einer Strafanzeige rate ich Ihnen ab. Wenn das schikanöse Verhalten der Vermieter nicht aufhört sollten Sie lieber wegen mobbing Schadensersatz/ Schmerzensgeld geltend machen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung und freue mich immer über eine positive Bewertung, weil nur in diesem Fall bekomme ich von dem Portalbetreiber meine Vergütung.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt