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Ralf Hauser
Ralf Hauser,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 244
Erfahrung:  Inhaber at Hauser Rechtsanwaelte
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Ralf Hauser ist jetzt online.

Bin seit 2016 erst krank und danach ALG1.Habe 2016 eine Reha

Diese Antwort wurde bewertet:

Bin seit 2016 erst krank und danach ALG1.
Habe 2016 eine Reha beantragt und von der DRV genehmigt bekommen.
Reha-Bericht 2016 mit voller Arbeitsfähigkeit, da die Klinik unter Druck der DRV steht. Habe 2016 eine Gegendarstellung geschrieben auf die ich von der DRV nie eine Antwort erhalten habe.
Daraufhin weiter krank.
Ende 2017 habe ich einen Antrag auf EMR gestellt.
Anfang 2018 hat ein Gutachter, der von der DRV bestellt wurde, meine voll Erwerbsminderung mit unter 3 h auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestätigt.
Jetzt hat die DRV meine Rente wegen voller Erwerbsminderung anerkannt, als Rentenbeginn aber bereits den Antrag auf meine Reha von 2016 angenommen, die damals nicht umgewandelt wurde. Dadurch habe ich finanzielle Nachteile.
Ich sehe den Rentenbeginn erst nach dem Gutachten aus 2018. Was kann ich tun? Gibt es für die DRV nicht eine Frist für die Umwandlung von Reha-Antrag auf EMR-Rente? Hätte die DRV nicht gleich damals reagieren müssen? Für die DRV war der Bericht über volle Arbeitsfähigkeit genug um nicht aktiv zu werden, dann sollte dies auch später noch seine Richtigkeit haben, oder kann die DRV machen was sie will?
Bin im VDK und werde in jedem Fall Einspruch gegen den Rentenbeginn erheben, aber wenn mir hier jemand weiterhelfen kann, dann kann ich diese Empfehlungen auch weitergeben, denn nicht alle Sachbearbeiter kennen sich in allen individuellen Fällen auch gut aus.
Vielen Dank ***** *****

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, ***** ***** sich an justanswer gewandt haben.

Nach Ihrer Schilderung wird Ihnen kein finanzieller Nachteil bei der rückwirkenden Bewilligung der Erwerbsminderungsrente entstehen.

Haben Sie Krankengeld oder Arbeitslosengeld bezogen und wurde Ihnen rückwirkend eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bewilligt, müssen Sie die Differenz zwischen Krankengeld oder Arbeitslosengeld und Rente nicht an die Krankenkasse oder das Arbeitsamt zurückzahlen. Daher kann es nicht zu finanziellen Nachteilen führen. die Bundesagentur für Arbeit hat einen Erstattungsanspruch gegen die Rentenversicherung, nicht aber gegen den Arbeitslosengeldempfänger. Eine Erstattung hat man nur dann zu leisten, wenn die Rentenversicherung rückwirkend Rente zahlt, obwohl man für die gleiche Zeit bereits Arbeitslosengeld bezogen hat, also "doppelte Leistungen" erhalten hat. Dies kommt jedoch sehr selten vor, da die Rentenversicherung i.d.R. die rückwirkend bewilligte Rente nicht auszahlt, wenn bereits Arbeitslosengeld geflossen ist. Die Rentenversicherung zahlt dann direkt an die Bundesagenur für Arbeit. Kommt es wider Erwarten doch zu einer Rentenauszahlung an den Rentenberechtigten, muss dieser Arbeitslosengeld nur in Höhe der Rente an die Bundesagentur für Arbeit zahlen, die Rente also sozusagen "weiterreichen". Den Unterschiedsbetrag zwischen rückwirkender Rente und Arbeitslosengeld muss man nicht erstatten.

für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung und freue mich immer über eine positive Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt

Ralf Hauser und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank, ***** ***** da richtig liegen haben Sie mir bereits einen großen Stein vom Herzen und meinen Nerven genommen.
Habe noch ein paar Fragen:
1. Steht das auch irgendwo geschrieben, denn dies war meine größte Sorge mit dem Differenzbetrag, den ich mehr an Krankengeld und ALG1 erhalten habe als die rückwirkende EMR-Rente. Gibt es einen Gesetzestext dazu z.B. im SGB, oder worauf kann ich mich da stützen?
2. Die Beiträge an die DRV von der Krankenkasse und Arge für diese Zeit sind dann aber verloren, oder?
3. Fällt die spätere Altersrente höher, niedriger aus oder bleibt diese später gleich? Wovon hängt dies ab?4. Habe ich dadurch, dass die Rente vor Aussteuerung der Krankenkasse beginnt wieder einen Restanspruch auf Krankengeld und wieder den vollen Anspruch auf ALG1, z.B. wenn es Probleme bei Verlängerung der EMR geht und dann Nahtlosigkeit zählt? Das wäre ja ggf. ein Vorteil.

Sehr geehrter Fragesteller,

zur Rechtsgrundlage:

Der Umfang des Erstattungsanspruchs richtet sich nach den für den zuständigen Leistungsträger geltenden Rechtsvorschriften (entsprechend § 103 Abs 2 SGB X). Dies sind die für den Rentenversicherungsträger geltenden Vorschriften des SGB VI zur Rentenhöhe. Sofern der von des Rentenversicherungsträgers geleistete Rentenzahlbetrag nicht ausreicht, um das von der Bundesanstalt für Arbeit gezahlte Arbeitslosengeld (vgl § 134 S 2 SGB III aF) in voller Höhe zu erstatten, besteht der Erstattungsanspruch der Bundesanstalt für Arbeit nur in Höhe der von des Rentenversicherungsträgers gezahlten Rente.

Wenn Sie mehr Zeit für Rückfragen benötigen, dann unterbreite ich Ihnen das folgende Angebot.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt

Sehr geehrter Fragesteller,

In der Rentenversicherung wird die Lücke durch die Rentenbezugszeit mit Zurechnungszeit abgedeckt.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt