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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27806
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich heiße Darina, komme aus Sankt Petersburg,

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich heiße Darina , komme aus Sankt Petersburg, wohne seit 2011 in Deutschland/in der Kleinstadt X Studium angefangen. Ich bin seit 2014 verheiratet (2008 meinen Mann kennengelernt) und im Jahre 2015 haben wir ein gewünschtes Kind bekommen.
Vor eine Woche habe ich mein zweites Studium absolviert und bin auf der Suche nach einer interessanten Arbeit mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten .
Seit ca. einem Jahr befinde ich in einem für mich unlösbaren Streit mit meinem Mann bezüglich des Familienwohnorts. Es war müdlich vor der Eheschließung und auch vor dem Empfängnis mit meinem Mann abgesprochen, dass wir nahe Großstadt (50 km von Hamburg oder Berlin) umziehen werden, sobald ich fertig bin.
Nun bin ich fertig,
aber der Ehepartner macht die Schranke zu für den Umzug des Kindes zu (mich will er auch nicht in der Großstadt sehen), bewirbt sich absichtlich nur nahe Stadt X (weil er ein Haus ca. 6 Monate vor der Eheschließung in Stadt Xr gekauft hat (wir wohnen da aber nicht) und weil man hier billiger und ruhiger wohnen kann, als in Westdeutschland). Das, was abgesprochen wurde, spielt keine Rolle mehr. Er hat seine weiteren Ziele im Leben, sowie noch ein Haus auf Kredit zu kaufen und ein zweites Kind zu bekommen...
Ich habe Angst mit so einem "unverantwortlichen" Mensch etwas weiter zu planen,d.h., ich will kein Kredit mit ihm nehmen und kein zweites Kind bekommen, damit er noch mehr manipulieren kann.
Momentan, nach dem 1 Jahr fast erfolgloser Umzugsplanung habe ich nur sein "Erlaubnis" bekommen in die Großstadt ohne Kind fahren zu dürfen, sobald er seine Arbeit nach Stadt X oder Umgebung wechselt. Er ist hier mit Hauptwohnsitz seit dem Geburt des Kindes angemeldet, ist aber nur am Wochenende und Feiertage/Urlaub hier. Weil ich studiert und nur geringfügig gejobbt habe, fallen fast alle heutigen Lebenskosten auf sein Einkommen.Er ist Deutsch, ich bin Russisch.
Ich habe Angst, mein Kind zu verlieren, wenn ich nun normal arbeiten gehe und pendeln werde und er 4-5 Tage pro Woche mit dem Kind ist. Ich will mich nicht mehr für ihn biegen, weil ich weiß nicht mehr, was er morgen wollen wird. Und wenn die Scheidung bald kommen sollte, bin ich dann die jenige, die 4-5 Arbeitstage die Woche nicht da ist.
Könnten Sie mir in meiner Situation helfen? Wie kann eine Gewährleistung gegen Manipulationen meines Mann sichern und die Knoten loszumachen, damit er auch meine Meinung berücksichtigen kann oder zumindestens sich daran hält, was (leider nur müdlich) abgesprochen wurde?
Viele Grüße
Darina

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage:

Darf ich Sie fragen: Wie alt ist denn Ihr Kind? Leben Sie bereits getrennt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Guten Tag Herr Schiessl,unser Sohn ist 2 Jahre 5 Monate alt. Solange ich meinen Mann kenne, wohnen wir getrennt, weil ihm seine Arbeit sehr wichtig war. Aber nach der Geburt des Kindes hat er hier seinen Hauptwohnsitz angemeldet. Faktisch ist er nur am Wochenende hier, er 5 Tage pro Woche arbeitet er 180 km enfernt von hier. Kann man alles getrenntes Wohnen definieren, wenn wir grad auf seinen Kosten leben?..

Sehr geehrte Ratsuchende.

haben Sie vielen Dank.

Allein die Tatsache, dass er wegen seiner Arbeit außer Haus ist reicht noch nicht für eine Trennung.

Grundsätzlich haben Sie zwar die gemeinsame elterliche Sorge. Wenn Sie aber wegziehen wollen in die Großstadt, so stehen Ihre Chancen sehr gut Ihren Sohn auch gegen den Willen Ihres Mannes mit zu nehmen.

Sollte sich Ihr Mann dagegen sperren, so sollten Sie sich in einem ersten Schritt an das Jugendamt werden. Sollte hier über das Jugendamt eine Vermittlung scheitern so können Sie die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts beantragen. Das dafür zuständige Familiengericht entscheidet darüber allein nach den Grundsätzen des Kindeswohls.

Da Ihr Sohn erst knapp 2,5 Jahre alt ist und Ihr Mann unter der Woche außer Haus ist, ist die Bindung Ihres Sohenes an Sie erhebliche größer als die Bindung an den Vater. Voraussichtlich wird Ihnen dann das Familiengericht das Aufenthaltsbestimmungsrecht über Ihren Sohn zusprechen, mit der Folge, dass Sie ohne Probleme umziehen können.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Gut, also gehe ich zum Jugendamt, wenn ich jetzt das Kind mitnehme würde. Faktisch kann ich das momentan nicht, da wir keinen KITA-Platz mehr haben.
Die andere Variante: ich stimme zu, dass das Kind mit dem Vater wohnt. Ich pendele und warte noch Jahr, bis wir einen KITA-Platz haben. Ohne den kann ich nicht arbeiten gehen. Erst dann kann ich das Kind mitnehmen.Wie kann ich mich vor der Situation schutzen, dass das Jugendamt die Entscheidung zugunsten des Vaters trifft? Weil das Kind jetzt die stärkere Verbindung zu Vater bekommt. Ab 3 Jahren verstehen und merken die KInder mehr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank.

Ein Kitaplatz ist doch nicht zwingend. Wenn Sie sich von Ihrem Mann trennen, dann haben Sie einmal einen Anspruch auf Unterhalt für Ihren Sohn und zum anderen einen Anspruch auf Trennungsunterhalt. Das hat zur Folge, dass Sie sich hier selbst einen Kitaplatz aussuchen und dann sich eine Arbeit suchen können.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Um die Trennung zu starten, benötige ich unbedige ich jetzt schon einen persönlichen Anwalt oder reicht es erstmal das beim Jugendamt anzukündigen?Und würde eine notarial beglaubigte Vereinbarung mit meine Mann (dass er nicht dagegen ist, dass das Kind im Falle der Scheidung bei Mutter bleiben kann) Kraft haben, würde sie etwas bringen oder spielt das für das Jugendamt keine Rolle?

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie eine Trennung wollen, dann reicht es aus wenn Sie aus der Ehewohnung ausziehen und dies Ihrem Mann mitteilen. Mehr ist nicht erforderlich.

Die von Ihnen angesprochene notarielle Vereinbarung hat keinerlei Auswirkung beim Jugendamt oder beim Familiengericht.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Und die letzen Fragen: ich habe russische Bürgerschaft und will sie niemals wecheln.Habe ich trotzdem einen Anspruch auf Lebensunterhalt in Deutschland?... Wohin soll ich mich dann melden?
Ich werde in den nächsten Jahren als einzelne Erbin bedeutende Erbschaft, inkl Immobilien in mehreren Ländern bekommen.
Kann ich jetzt schon irgendwas (außer Scheidung) dagegen tun, dass mein Mann erst abwartet und dann von mir scheiden läßt, um die Hälfte abzukriegen. Momentan haben wir nichts wichtiges materiell gemeinsam angeschafft.

Sehr geehrte Ratsuchender,

auch wenn Sie russische Staatsbürgerin sind, haben Sie dennoch einen Unterhaltsanspruch gegenüber Ihrem Mann in voller Höhe. Wenn Ihr Mann nicht freiwillig zahlt, dann müssen Sie ihn mit der Hilfe eines Anwalts verklagen. Um Ihre Erbschaft brauchen Sie sich nicht fürchten. Erschaft und Schenkungen nehmen am Zugewinn nicht teil, werden also nicht unter den Ehegatten ausgeglichen. Selbst wenn die Scheidung hinausgezögert wird, wird Ihr Mann nichts von der Erbschaft erhalten.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Besten Dank, Herr Schiessl. Die Situation sieht jetzt definitiv klarer und nicht mehr hoffnungslos aus.

Bitte sehr gerne!

Über eine abschließende positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.