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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 827
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
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Habe ein paar Fragen zum Todesfall meiner Mutter gestorben

Diese Antwort wurde bewertet:

Habe ein paar Fragen zum Todesfall meiner Mutter gestorben 27.03. soll endlich beigesetzt werden
-wir 4 Kinder Unterhaltspflichtig gegenüber der Mutter
-2 bekommen Hartz 4
-1 Bruder seit 30 Jahren kein Kontakt mehr zu ihr berufstätig
-kein Testament vorhanden
-lediglich Vollmacht von 2013 wo ich eingesetzt bin für alle Angelegenheiten, auch Geldangelegenheiten über den Tod hinaus im Beisein ihrer Hausärzin und von ihr dokomentiert und unterschrieben
-Bank besteht auf die notarielle Beglaubigung (leider nicht gemacht)und übernimmt keinerlei Kosten von ihrem Konto
-es war gerade soviel da (Beerdigung,Wohnungsauflösung),Schulden gibt es keine
1 Lebensgefährte der ist Alkoholiker hatte Kontovollmacht ,haben wir 1Bruder und ich sperren lassen,da er sich um nichts kümmert und nur trinkt
Ich die Tochter möchte mich nun endlich um die Beisetzung kümmern und Wohnungsauflösung.
Habe meinen Bruder der keinen Kotakt zu ihr hatte , gebeten sich zur Hälfte an den Kosten zu beteiligen.Bis die Kontangelegeheiten geklärt sind. Er weigert sich.Ich habe ihn auch auf seine Unterhaltspflicht hingewiesen.
Frage
-was zählt zur Unterhaltspflicht Beerdigungskosten ,Wohnungskosten und Räumungskosten
-bleibe ich auf den Kosten sitzen,wenn ich in Vorkasse gehe
-wie stehen die Chancen das von ihrem Konto zu bezahlen
Was soll ich machen?Der Bestatter kommt heute und ich soll die Vollmacht unterschreiben, für sämtliche Kosten.
Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar.
Meine Mutter soll endlich ihre letzte Ruhe finden.
C.Wilhelm

Sehr geehrter Fragesteller,

Gerne beantworte ich Ihre Anfrage:

Nachlassverbindlichkeiten ist der Oberbegriff für Verbindlichkeiten, die entweder zu Lebzeiten vom Erblasser begründet wurden oder aufgrund des Erbfalls entstanden sind: Zu den zu berücksichtigenden Nachlassverbindlichkeiten gehören diejenigen Verpflichtungen, die vom Erblasser herrühren oder die im Zeitpunkt des Erbfalls bereits dem Grunde nach angelegt waren und wegen ihrer Zwangsläufigkeit für den Erben Vorrang beanspruchen können (BGH 27.08.2014 - XII ZB 133/12).

Zu unterscheiden sind:

  1. 1)

    Erblasserschulden:

    • Kaufpreiszahlungen

    • Mietzinszahlung

    • Schadensersatzzahlungen

    • nacheheliche Unterhaltszahlungen (bis zur Höhe des Pflichtteils)

  2. 2)

    Erbfallschulden:

    • Pflichtteils- oder Vermächtnisansprüche

    • Beerdigungskosten

    • Erbschaftsteuer

  3. 3)

    Nachlasserbenschulden

Die Erben haften für die Nachlassverbindlichkeiten als Gesamtschuldner.

Weil diese Kosten vom Nachlass zu bezahlen sind, können Sie beim Bestatter unterschreiben - die Kosten müssen dann vom Konto der Mutter bezahlt werden bevor etwas zu verteilen ist. Auf die Vollmacht kommt es daher nicht zwingend an, die Banken können eigene Vollmachtsformulare oder notarielle leider verlangen.

Aufgrund der obigen Redhtslage ist aber sicher, dass Sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

RHGAnwalt und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Bitte geben Sie noch Ihre Bewertung ab, dankeschön

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Habe noch einige Fragen:
ich habe doch vor das Erbe auszuschlagen.
Wie sieht es dann mit evtl. von mir bereits bezahlten Kosten wie Wohnungsräumung, Bestattungskosten aus?
Muss ich diese dann bei meinem Bruder einklagen, sofern das Geld auf dem Konto der Mutter dafür nicht ausreicht?Wenn ich, bzw. alle Erben das Erbe ausschlagen: welche Kosten müssen dann von mir (den Erben) überhaupt getragen werden?
(Miete, Wohnungsräumung, Folgekosten eines Gartenpachtvertrages.... usw.)Für eine zeitnahe Antwort bedanke ***** ***** im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
C. Wilhelm

Die Beerdigung wird aus dem Nachlass bezahlt- wenn das Geld nicht reicht, dann sind die Kinder dran...

Wenn Sie die Wohnung aufgelöst haben, dürfte es schwer werden, dann noch auszuschlagen - weil die Auflösung nur die Erben betreiben können.

Alles andere geht zu Lasten des Nachlasses, wenn da das Geld nicht reicht, muss der Erbe die Dürftigkeitseinrede erheben

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Danke.
1) Kann ich als Erbe (wenn ich das Erbe also angenommen habe) noch die Dürftigkeitseinrede geltend machen?2) Wenn der Nachlaß für die Beerdigung nicht reicht, kann ich dann die Hälfte der Kosten von meinem Bruder verlangen?3) Ich habe zwar die Wohnungsauflösung beauftragt, das ist jedoch erst für kommende Woche geplant. Wenn ich das ganze absagen würde, obwohl ich die Wohnung schon betreten und auch Sachen zusammengeräumt habe, käme dann die Ausschlagung des Erbes noch in Frage, oder gilt das bereits als Annahme des Erbes?Vielen Dank.

1) ja, dafür ist die da

2) das richtet sich danach, ob der Bruder dann leistungsfähig ist -ansonsten hilft ein Antrag beim Sozialamt weiter

3) Die Verfügung über die Nachlassgegenstände - zusammenräumen, Teile mitnehmen etc. Gilt als Annahme, die Verfügung liegt schon darin, dass Sie die Sachen weggegeben haben.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Eine hoffentlich letzte Frage.
Wenn der Bruder leistungsfähig ist,
sich aber weigert zu bezahlen, muss dann geklagt werden?
Gruß C. Wilhelm

Ja, das haben Sie richtig verstanden