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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Zu meiner 1996 geborenen Tochter, die mit ihrem 2 Jahre

Diese Antwort wurde bewertet:

Zu meiner im Juni 1996 geborenen Tochter, die mit ihrem 2 Jahre älteren im letzten Ausbildungsjahr zum Schreiner befindlichen Freund und ihrer im April 2014 geborenen Tochter (gemeinsames Kind mit dem Freund) zusammen in einer Wohnung lebt, habe ich, nachdem sie mich mehrfach um erhebliche Beträge bestohlen und gemeinsam mit ihrem Freund in und vor meiner Wohnung massivst beleidigt und bedroht hat, seit 2 Jahren keinen über das Finanzielle hinausgehenden Kontakt mehr und sie blockiert zudem praktisch jeden Kontakt zu meinem Enkelkind.
Nach erfolgreichem Abi im Jahre 2017 hat sie im September 2017 ein Studium begonnen, dieses aber inzwischen wieder abgebrochen. Studienveranstaltungen hat sie nicht besucht, Leistungsnachweise (Scheine) nicht erbracht. Angeblich hat sie eine Ausbildungstelle im September 2018 in Aussicht. Soweit mir bekannt ist, kellnert meine Tochter und verdient so etwas Geld in mir nicht bekannter Höhe.
Die Kindergeldstelle zahlt ab April 2018 kein Kindergeld mehr, da meine Tochter aufgrund ihrer Exmatrikulation keinen Ausbildungsplatz mehr nachweisen kann.
Ich habe bisher das Kindergeld in voller Höhe und 70 % von der Restsumme zu ihrem Unterhaltsanspruch an sie gezahlt, da ich aufgrund meiner sehr erheblichern Nebentätigkeitsaktivitäten deutlich mehr verdiene als ihre Mutter.
Bin ich in dieser Situation noch unterhaltspflichtig?
Falls ja, besteht weiterhin ein Anspruch auf Kindergeld und wie kann ich diesen einfordern?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Rechtlich gesehen sind sie Ihrer Tochter nach § 1610 II BGB unterhaltspflichtig, solange und soweit sich Ihre Tochter in Ausbildung befindet.

Wird die Ausbildung abgebrochen so besteht kein Unterhaltsanspruch und Ihre Tochter muss versuchen sich selbst zu unterhalten.

Desweiteren kann der Unterhaltsanspruch auch aufgrund der von Ihrer Tochter begangenen Diebstähle und schweren Beleidigungen auch verwirkt sein. Wenn Ihre Tochter Unterhalt bezieht dann hat sie auch eine bestimmte Wohlverhaltenspflicht gegenüber dem Unterhaltspflichtigen, § 1611 BGB.

Aus diesem Grund besteht nach Ihrern Angaben keine Unterhaltspflicht gegenüber Ihrer Tochter.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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